Anzeige
+++China kartiert den Meeresboden. Das Pentagon fordert Nickel. Ein Unternehmen mit 27 Millionen CAD Bewertung hat soeben reagiert.+++
ROUNDUP/Trotz US-Zöllen

Siemens Energy mit Rekordauftragsbuch - Aktie gibt nach 06.08.2025, 12:28 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Siemens Energy 170,27 EUR -0,33 % Lang & Schwarz

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Auftragsbücher des Energietechnikkonzerns Siemens Energy sind weiter prall gefüllt. Trotz der US-Zollpolitik und den damit verbundenen Unsicherheiten bleibt die Nachfrage- und Preisentwicklung laut Konzernchef Christian Bruch weiter positiv. Vor allem in den USA verzeichnete der Dax -Konzern deutlich mehr Neugeschäft. Zwar belasten die Zölle das Ergebnis, dies kann Siemens Energy jedoch zurzeit mehr als ausgleichen. Die schon einmal angehobene Prognose für das Geschäftsjahr 2024/25 (per Ende Juni) bekräftigte das Management und will dabei die oberen Enden der Spannen bei Umsatz und Ergebnismarge erreichen.

Die Anleger nutzten dies, um Kasse zu machen. Nach Kursaufschlägen im frühen Handel drehten die Aktien ins Minus. Nachdem sich der Kurs in diesem Börsenjahr nahezu verdoppelt hatte, nahmen Investoren nun Gewinne mit. Schon 2024 war der Kurs um mehr als 300 Prozent gestiegen. Zuletzt gaben die Papiere des Energieelektronikers um 2,5 Prozent nach und lagen weiter unter der Marke von 100 Euro.

Diese Hürde hatten sie vergangene Woche übersprungen, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, bereits für dieses Geschäftsjahr wieder eine Dividende zahlen zu dürfen. Zuvor hatte Siemens Energy im Juni staatliche Garantien des Bundes vorzeitig abgelöst, die dies bislang verhinderten.

Im dritten Geschäftsquartal (Ende Juni) stiegen die Auftragseingänge von 10,4 auf 16,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in München mitteilte. Auf vergleichbarer Basis - also ohne Währungs- und Portfolioeffekte - lag das Plus bei knapp 65 Prozent. Dabei verzeichnete die Windkrafttochter Siemens Gamesa dank zweier milliardenschwerer Großaufträge in der Ostsee sprunghafte Zuwächse. Das problembehaftete Geschäft mit Windkraftanlagen an Land soll auch wieder Fahrt aufnehmen: So seien die Vertriebsaktivitäten beim Nachfolgemodell der mit Qualitätsmängeln behafteten 5.X-Plattform aufgenommen worden, hieß es.

Aber auch in den anderen Sparten legten die Auftragseingänge deutlich zu: So profitierte das Geschäft mit Gasturbinen von neuen Aufträgen aus den USA, die rund die Hälfte des gesamten Auftragseingangs von knapp 6,2 Milliarden Euro ausmachten. Auch der Bereich Netztechnik konnte fast ein Viertel mehr Neugeschäft einwerben, gut lief es dabei auch mit Aufträgen für Datenzentren in den USA. Insgesamt sitzt Siemens Energy auf einem Rekordauftragsbestand von 136 Milliarden Euro. Die Auftragszahlen fielen deutlich stärker aus als von Analysten erwartet.

Bei Umsatz und Gewinn verzeichnete das Unternehmen ebenfalls erhebliche Zuwächse. Der Umsatz legte um knapp eine Milliarde auf 9,75 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis vor Sondereffekten stieg von 49 auf 497 Millionen Euro. Dabei führten die US-Zölle zu ersten Bremsspuren - sie belasteten das Ergebnis mit 100 Millionen Euro. Für das vierte Quartal dürfte noch mal ein mittlerer zweistelliger Millionen-Euro-Betrag anfallen, sagte Konzernchef Bruch in einer Telefonkonferenz. So dürften sich die Gesamtbelastungen auf etwa 150 Millionen Euro summieren.

"Wir gehen davon aus, dass wir die Zoll-Auswirkungen beherrschen werden", sagte Bruch und verwies dabei auf eine breite Aufstellung des Unternehmens. Zölle führten jedoch immer auch zu Preiserhöhungen. Bei den Kunden sei dies jedoch derzeit kein Hinderungsgrund für Bestellungen. Sie fragten "eher nach Lieferzeiten als nach Zöllen", so Bruch.

Um die Nachfrage bedienen zu können, investiert Siemens Energy Bruch zufolge dieses Jahr rund zwei Milliarden Euro in den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten - auch in Deutschland. Dabei baut das Unternehmen auch Stellen auf.

Nach Steuern verdiente Siemens Energy 697 Millionen Euro und profitierte dabei von der Abspaltung des Energiegeschäftes von Siemens Limited aus Indien.

Die Prognose bekräftigte der Konzern und tendiert nun zu den oberen Enden der Spannen. Beim Umsatz soll das vergleichbare Wachstum bei 13 bis 15 Prozent liegen und die bereinigte Marge 4 bis 6 Prozent erreichen. Nach neun Monaten kommt Siemens Energy auf ein vergleichbares Wachstum von 17,4 Prozent und eine bereinigte Marge von 6,6 Prozent.

Nach Steuern will Siemens Energy in diesem Geschäftsjahr bis zu einer Milliarde Euro verdienen, ohne den Beitrag aus der indischen Abspaltung./nas/men/jha/

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 8,03
Hebel: 21
mit starkem Hebel
Ask: 3,97
Hebel: 4
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: VJ3E1L VJ6E94. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer