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Volkswagen-Konzern weniger profitabel als gedacht - Aktie gibt nach 30.04.2026, 09:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Volkswagen (VW) Vz 84,89 EUR -1,33 % Lang & Schwarz
Porsche Holding SE 30,45 EUR -2,62 % TTMzero RT

Der VW DE0007664039DE0007664039-Konzern ist im ersten Quartal in einem schwierigen Umfeld bei der Profitabilität weiter unter Druck geraten. Vor allem Kosten für die US-Einfuhrzölle belasteten. Die operative Marge lag bei 3,3 Prozent, rund 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert, wie der Dax DE0008469008DE0008469008-Konzern am Donnerstag in Wolfsburg mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 3,7 Prozent gerechnet. Die Aktie gab nach.

Das Papier rutschte kurz nach dem Handelsstart um rund zwei Prozent ab auf ein Tief seit April 2025. Analyst Jose Asumendi von der US-Großbank JPMorgan verwies auf einen starken Barmittelzufluss - auf diesen hätten viele Anleger ihr Augenmerk gerichtet - und er sei deutlich besser ausgefallen als von ihm erwartet, schrieb der Fachmann.

Schon im letzten Quartal 2025 hatte Finanzchef Arno Antlitz die Zügel bei den Geldausgaben angezogen, um den sogenannten Cashflow zu verbessern. Im ersten Quartal lag der Netto-Cashflow im Konzernbereich Automobile - also ohne die Finanzdienstleistungen gerechnet - bei knapp 2 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren noch 0,8 Milliarden abgeflossen.

Laut Antlitz erzielte Europas größter Autobauer vor Sondereffekten eine operative Marge von 4,3 Prozent. Darin sind Umbaukosten von 0,8 Milliarden Euro ausgeklammert, darunter 0,5 Milliarden für das Produktionsende des Elektroautos ID.4 in den USA. Der restliche Betrag sind Kosten für Sparprogramme in der Gruppe mit den Massenmarken des Konzerns und bei der Nutzfahrzeugholding Traton.

Auch die bereinigte Rendite sieht Antlitz laut Mitteilung auf einem weiterhin viel zu niedrigen Niveau. Der Konzern müht sich derzeit, ein weiteres großes Sparprogramm aufzulegen. Dadurch sollen die Kosten noch einmal deutlich sinken, um im Wettbewerb mit chinesischen Anbietern bestehen zu können und Belastungen an anderer Stelle entgegenzuwirken.

Das operative Ergebnis ging zu Jahresbeginn insgesamt um gut 14 Prozent auf 2,46 Milliarden Euro zurück, der Umsatz sank um 2,5 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro. Unter dem Strich rutschte das Ergebnis nach Steuern um gut 28 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro ab.

"Kriege, geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren, verschärfte Regulatorik und ein harter Wettbewerb sorgen für Gegenwind", sagte Konzernchef Oliver Blume laut Mitteilung. Laut einer Präsentation kosteten allein die US-Einfuhrzölle den Konzern weitere 0,6 Milliarden Euro. Sie hatten schon im vergangenen Jahr Milliarden verschlungen.

Der VW-Konzern leidet insgesamt unter schwachen Verkaufszahlen vor allem in China und den USA. Weltweit drückte das die Zahl der Auslieferungen im Konzern in den Monaten Januar bis März auf nur noch 2,05 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken, 4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Vor allem in China und Nordamerika gingen die Auslieferungen zurück. Zuwächse in Europa konnten das nicht ausgleichen.

Belastet wurde das Konzernergebnis auch durch die schwachen Zahlen des Sportwagenbauers Porsche AG DE000PAG9113, die dieser am Vorabend vorgelegt hat. Von Januar bis März ging dort der Gewinn nach Steuern um fast ein Viertel zurück. Auch die Lkw-Tochter Traton DE000TRAT0N7 mit den Marken MAN und Scania hatte wegen hoher Sondereffekte bereits einen deutlichen Gewinneinbruch gemeldet.

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