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VW kappt Ziele wegen US-Zöllen und schwachen Nobelmarken - Aktie fällt 25.07.2025, 09:16 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Porsche Holding SE 32,36 EUR -0,20 % Lang & Schwarz

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der Volkswagen -Konzern erwartet im laufenden Jahr wegen der US-Zölle und auch wegen des schwachen Abschneidens seiner teuren Marken Porsche und Audi deutlich weniger Gewinn. Der aktuell gute Lauf bei den noch margenschwächeren Elektroautos kostet ebenfalls Profitabilität. Auch beim Erlös macht Konzernchef Oliver Blume Abstriche. Die Aktie der Wolfsburger fiel am Freitag deutlich.

Das Papier knickte am Vormittag als einer der schwächsten Werte im deutschen Leitindex Dax um fast drei Prozent auf 93,20 Euro ein. Die Prognosesenkung sei weithin erwartet worden, schrieb Analyst Philippe Houchois von der US-Investmentbank Jefferies. Porsche und Audi hätten zudem schwache Zahlen vorgelegt, während sich die Massenmarken um die Kernmarke VW Pkw als widerstandsfähig erwiesen hätten.

Der Anteil des operativen Gewinns am Umsatz dürfte nur noch zwischen 4,0 und 5,0 Prozent landen, teilte der Dax -Konzern mit. Bisher sollten 5,5 bis 6,5 Prozent übrigbleiben. Analysten hatten bereits im Schnitt weniger als 5 Prozent Marge auf dem Zettel. Dabei sind die derzeit geltenden US-Einfuhrzölle in Höhe von 27,5 Prozent am unteren Ende der neuen Prognosespanne einbezogen. Sollten sie wieder auf 10 Prozent gesenkt werden, wird das obere Ende der Spanne anvisiert.

Der Erlös selbst wird von Konzernchef Blume ebenfalls niedriger erwartet: Statt bis zu fünf Prozent Plus peilt der Manager nun noch einen Umsatz auf Vorjahresniveau an. Als Grund für die mauen Aussichten nannte Volkswagen die erhöhten US-Zölle, hohe Umbaukosten bei Audi, Porsche und VW Pkw und den derzeit guten Lauf der noch margenschwachen Elektroautos. Vor allem die einstige Renditeperle Porsche und der frühere Gewinnbringer Audi stehen derzeit schlecht da.

Insgesamt verzeichnete der VW-Konzern im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinneinbruch. Nach Steuern verdienten die Wolfsburger mit 2,29 Milliarden Euro gut ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor. Allein 1,2 Milliarden Euro kosteten den Konzern die Einfuhrzölle in den USA. Auf Autos werden dort seit April 27,5 Prozent Einfuhrzölle erhoben. Das ließ dort auch die Verkaufszahlen dort einbrechen - um 16 Prozent. VW nannte zudem hohe Umbaukosten sowie den derzeit guten Lauf der noch margenschwächeren Elektroautos als Grund. In China verdiente der Konzern zudem erneut deutlich weniger.

Das operative Konzernergebnis sackte um gut 29 Prozent auf 3,83 Milliarden Euro ab, was einer operativen Marge von 4,7 Prozent entspricht. Das war im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Der Umsatz lag trotz etwas gestiegener Auslieferungen drei Prozent im Minus bei 80,6 Milliarden Euro.

Besonders schwach entwickelten sich dabei die einstigen Ertragsperlen Audi und Porsche. Bei den Ingolstädtern von Audi sackte der operative Gewinn im zweiten Quartal um zwei Drittel auf 550 Millionen Euro ab. Der Sportwagenbauer Porsche verdiente im Autogeschäft - also ohne Finanzdienstleistungen gerechnet - nur noch 154 Millionen Euro nach 1,7 Milliarden ein Jahr zuvor.

Die Wolfsburger Kernmarke VW verdiente in den Monaten April bis Juni dagegen deutlich mehr: 991 Millionen Euro ein, fast sechsmal so viel wie im sehr schwachen Vorjahreszeitraum. Damit fuhr die lange schwächelnde Kernmarke mehr operativen Gewinn ein als die beiden Premium-Schwestermarken zusammen.

Porsche und Audi tun sich vor allem in China schwer, derzeit belasten auch hohe Umbaukosten ihre Gewinne. Audi will 7.500 Stellen streichen und Porsche mindestens 1.900 Jobs. Audi bringt zudem neue Modelle auf den Markt, was zwischenzeitlich den Verkauf stocken lässt.

Dagegen profitiert die Kernmarke VW finanziell davon, dass der Konzern Ende letzten Jahres ein großes Sparprogramm verabschiedete und bis ins Jahr 2030 über 35.000 Stellen gestrichen werden, was rund jeder vierten Stelle entspricht. Insgesamt 20.000 Mitarbeiter haben einem Jobverzicht schon zugestimmt, meist im Rahmen von Altersteilzeit. 4.000 Stellen wurden bereits abgebaut.

Zufrieden zeigte sich Blume mit den steigenden Verkaufszahlen bei E-Autos. "In Europa haben wir unsere Spitzenposition auch in der Elektromobilität mit 28 Prozent Marktanteil ausgebaut", sagte er laut Mitteilung. "Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt." Allerdings belaste das derzeit das Ergebnis, fügte Finanzvorstand Arno Antlitz hinzu. Der Halbjahresgewinn sei "auch aufgrund der margenschwächeren E-Modelle" gesunken.

Trotz einer wieder besseren Auftragslage hatte am Vorabend auch die VW-Nutzfahrzeugholding Traton ihren eigenen Ausblick deutlich eingedampft. Auch bei dem Anbieter mit den Marken MAN, Scania, International und der südamerikanischen VW Truck & Bus machen die US-Zölle dem Konzern das Leben schwer. Spediteure in den USA können derzeit kaum abschätzen, wie viele Güter sie wegen der US-Zölle künftig noch aus den Häfen des Landes transportieren können - neue Lkw bestellen sie angesichts der Unsicherheit kaum noch. Auch das Geschäft in Brasilien und die nach wie vor schwache Wirtschaftslage in Europa bremsen Traton./men/fjo/mis

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