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Trotz Bargeldliebe

Deutschland holt beim Digitalzahlen auf 23.09.2026, 06:32 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Commerzbank 41,79 EUR +0,19 % L&S Exchange
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PayPal 46,48 EUR +0,68 % Baader Bank

Deutschland liegt im internationalen Vergleich beim digitalen Bezahlen zurück, holt aber laut einer Studie auf. 2025 wurden hierzulande im Schnitt rund 300 elektronische Zahlungen pro Kopf getätigt, zeigt eine Analyse der Boston Consulting Group (BCG), die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Das sei deutlich weniger als im EU-Durchschnitt (rund 400) und den nordeuropäischen Ländern Norwegen, Dänemark, Schweden und Finnland mit etwa 700. Allerdings wachse die Zahl der Pro-Kopf-Transaktionen in Deutschland mit rund 10 Prozent stärker als im EU-Schnitt (8 Prozent). Die BCG analysiert dabei alle elektronischen Zahlungen von Verbrauchern inklusive Kartenzahlungen. Ausgenommen sind Bargeld, Schecks und papierbasierte Überweisungen.

"Die Deutschen holen beim digitalen Bezahlen zwar auf, bleiben dem Bargeld aber weiterhin treu", sagt Markus Ampenberger, BCG-Experte für Zahlungsverkehr und Co-Autor der Studie. Der Abstand zu den nordischen Ländern bleibe groß.

Auch Kartenzahlungen nehmen zu

Auch bei Kartenzahlungen allein betrachtet hole Deutschland auf. 2025 gab es laut BCG hierzulande im Schnitt 196 Kartentransaktionen pro Kopf. Auch das ist im Ländervergleich wenig: Im gesamten deutschsprachigen Raum mit Österreich und der Schweiz waren es 216 Kartenzahlungen, in der EU 327 und den nordischen Ländern 539. In den USA gab es sogar 647 Kartentransaktionen pro Kopf.

Die Zahl der Kartenzahlungen pro Kopf in Deutschland stieg aber zum Vorjahr um 11,3 Prozent - stärker als in der EU (7,9 Prozent), den nordischen Ländern und den USA.

Grundlage der Studie, die zum 24. Mal veröffentlicht wurde, sind elektronische Zahlungen von Verbrauchern ab 15 Jahren. Dabei stützt sich BCG maßgeblich auf Daten der Europäischen Zentralbank.

Bargeld in Deutschland beliebt

Bargeld ist in Deutschland traditionell beliebt, doch die Nutzung wandelt sich: 2025 bezahlten die Menschen ihre Einkäufe laut Bundesbank öfter digital als mit Bargeld. Demnach waren 55 Prozent der Transaktionen bargeldlos. Mit Scheinen und Münzen zahlen vor allem Ältere und Menschen mit wenig Einkommen oder digitaler Erfahrung.

Nach dem Willen von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sollen Geschäfte und Restaurants künftig zusätzlich zu Bargeld auch digitale Zahlungen mit Karte oder Handy akzeptieren müssen. Ziel des Finanzministeriums ist, dass ein Gesetzesentwurf noch dieses Jahr im Kabinett beschlossen und 2027 umgesetzt wird.

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