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Vier Prozent aufs Tagesgeld

Zinsen bei Banken steigen 09.09.2026, 06:44 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Deutsche Bank 34,73 EUR -0,52 % Lang & Schwarz
Commerzbank 42,72 EUR -0,63 % Lang & Schwarz
ING Group 31,95 EUR -0,68 % Lang & Schwarz
Renault 29,45 EUR -0,29 % Lang & Schwarz
JPMorgan Chase 307,30 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

Sparer können derzeit so hohe Tages- und Festgeldzinsen bei Banken kassieren wie lange nicht. Aktuell erhalten Anleger bei mindestens elf Geldhäusern zeitweise einen Zinssatz über 3,5 Prozent, wenn sie ein neues Tagesgeldkonto eröffnen, zeigt eine Analyse des Vergleichsportals Verivox.

"Die Banken buhlen um neue Tagesgeldanleger", heißt es in der Studie, für die aktuellen Tages- und Festgeldzinsen von mehr als 800 Banken und Sparkassen ausgewertet wurden. "Der Konkurrenzkampf an der Spitze des Marktes nimmt dadurch immer mehr Fahrt auf."

Den höchsten Tagesgeldzins biete die Digitalbank Revolut. Hier erhalten Neukunden für bis zu vier Monate 4,25 Prozent, jedoch gelten mehrere Nebenbedingungen. Zudem streichen Neukunden bei der Renault FR0000131906 Bank 4,1 Prozent und bei Chase, dem deutschen Ableger der US-Großbank J.P. Morgan, 4 Prozent Zinsen für je vier Monate ein. Die niederländische Ayvens Bank bietet ebenfalls 4 Prozent, allerdings nur für 3 Monate.

Ausländische Banken streben in Markt

Hintergrund sind hohe Kapitalmarktzinsen und die Aussicht auf höhere Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB). Unter Smartphone-Banken und ausländischen Banken, die in den deutschen Markt drängen, ist ein verschärfter Wettbewerb um Sparer ausgebrochen.

Allerdings haben viele Tagesgeldangebote im Kleingedruckten Bedingungen. "Bei vielen Neukundenangeboten sinken die Zinsen nach den ersten Monaten so stark, dass Sparer dann erneut die Banken wechseln müssen, um weiterhin lukrative Erträge zu erzielen", sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. Daher lohne es, auf die Bestandszinsen zu achten.

Anders als für Neukunden sind diese nur wenig gestiegen, zeigt die Studie. Bundesweit verfügbare Angebote standen im Juni bei 1,33 Prozent, aktuell bringen sie im Schnitt 1,4 Prozent.

Festgeldzinsen höher als EZB-Leitzins

Besser sieht es bei Festgeld aus. Anfang Juni lagen die Zinsen hier mit zwei Jahren Laufzeit bei im Schnitt 2,32 Prozent, aktuell sind es 2,55 Prozent - mehr als der Einlagenzinssatz der EZB. Banken bieten Festgeldsparern also höhere Zinsen, als sie selbst erhalten, wenn sie Kundengelder bei der Notenbank parken. "Banken nutzen fest angelegte Spargelder zur Gegenfinanzierung ihrer ausgegebenen Kredite und verdienen an der Zinsdifferenz", erklärt Maier.

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