Dividendenaktien versus Wachstumsaktien: Was ist eigentlich die bessere Wahl? 25.04.2023, 10:59 Uhr von Aktienwelt360

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
BASF 54,36 EUR +0,46 % Lang & Schwarz
BMW 80,07 EUR -0,77 % L&S Exchange
Amazon 263,99 USD +3,49 % Nasdaq
Netflix 92,39 USD -0,46 % UTP Consolidated
Cisco Systems 89,01 USD +0,47 % UTP Consolidated

Wenn es um die Investition in Aktien geht, gibt es im Allgemeinen zwei verschiedene Anlagestrategien: Dividendenaktien und Wachstumsaktien. Beide haben Vor- und Nachteile, aber welche Strategie ist die bessere Wahl? Lasst uns im Folgenden einmal auf diese Fragestellung eingehen, um eine optimale Lösung zu finden. Legen wir los.

Dividendenaktien

Dividendenaktien sind Anteilsscheine von Unternehmen, die regelmäßig einen Teil ihrer Gewinne an ihre Aktionäre ausschütten. Diese Ausschüttungen werden als Dividenden bezeichnet und können entweder als Bardividende oder in Form von zusätzlichen Aktien erfolgen.

Es handelt sich dabei oft um gut etablierte Unternehmen mit einer langen Historie stabiler Dividendenausschüttungen. Sie lassen sich in der Regel defensiven Branchen wie Versorgern, Telekommunikation oder Konsumgütern zuordnen. Auch besitzen sie meist tiefe Burggräben, die vor Wettbewerb schützen. Starke Marktpositionen in etablierten Märkten, die für hohe Cashflows sorgen, sind charakteristisch.

Ein wesentlicher Vorteil von Dividendenaktien ist, dass sie Anlegern eine regelmäßige Einkommensquelle bieten. Sie sind zudem in der Regel weniger volatil als Wachstumsaktien. Ein gutes Beispiel für eine solide Dividendenaktie wäre beispielsweise Coca-Cola (WKN: 850663). Wer es mit etwas mehr Volatilität mag, für den könnte auch eine Aktie wie BASF (WKN: BASF11) oder BMW (WKN: 519000) potenziell interessant sein.

Wachstumsaktien

Auf der anderen Seite stehen Wachstumsaktien. Diese Unternehmen haben in der Regel ein höheres Potenzial für künftiges Wachstum als Dividendenaktien, da sie oft in aufstrebenden Branchen tätig sind und innovative Technologien und Produkte entwickeln. Da sie noch nicht so etabliert sind wie Dividendenaktien, reinvestieren sie oft ihre Gewinne – sofern welche vorhanden sind – in das Unternehmen, um weiterzuwachsen. Wachstumsaktien bieten Anlegern eine tendenziell höhere Renditeaussicht, aber auch ein höheres Risiko.

Aber nicht nur das unternehmerische Risiko ist hoch, auch das Zinsumfeld kann für die Kursentwicklung verantwortlich sein. Besonders in Phasen niedriger Zinsen hat sich gezeigt, dass die Risikobereitschaft von Investoren hoch sein kann, was die Nachfrage nach Aktien von Wachstumsunternehmen begünstigt.

Mit einem stark steigenden Zinsumfeld kehrt sich diese Ansicht um mit entsprechenden Konsequenzen für die Aktienkurse der Wachstumsunternehmen. Gute Beispiele für erfolgreiche Wachstumsaktien der Vergangenheit sind beispielsweise Amazon (WKN: 906866) oder Netflix (WKN: 552484).

Aus jeder Wachstumsaktie kann irgendwann eine Dividendenaktie werden

Das steigende Zinsumfeld setzt die Unternehmenslenker zusehends unter Druck, auf die Profitabilität zu achten. Auch müssen sie über kapitalmarktfreundliche Aktivitäten wie Dividendenzahlungen oder Aktienrückkäufe nachdenken – sofern überhaupt Kapital vorhanden ist. Dieser Prozess kann auch aufgrund eines chronisch schwächeren Wachstums eintreten.

Für bereits etablierte Wachstumsunternehmen lässt sich der Hebel zur Profitabilität leicht umlegen. Der Schritt hin zu einem nachhaltigen Dividendenwachstumswert könnte somit nicht weit entfernt sein. Ein Beispiel hierfür könnte Cisco Systems (WKN: 878841) sein.

Welche Aktienkategorie ist jetzt besser?

Die Wahl zwischen Dividenden- und Wachstumsaktien dürfte grundsätzlich von den Zielen und der Risikobereitschaft des Anlegers abhängen. Wenn ein Anleger ein stabiles Einkommen wünscht und eher konservative Ziele hat, könnten Dividendenaktien möglicherweise die bessere Wahl sein. Wenn ein Anleger jedoch bereit ist, höhere Risiken einzugehen, und auf langfristiges Wachstum setzt, mögen Wachstumsaktien die bessere Wahl.

Eine Kombination mag vielversprechend sein

Eine Möglichkeit, die Vor- und Nachteile beider Anlagestrategien zu kombinieren, besteht darin, in Dividendenaktien zu investieren, die auch ein erhöhtes Wachstumspotenzial haben. Diese Unternehmen verfügen meist über eine solide Bilanz und haben bereits eine etablierte Dividendenausschüttung. Sie investieren aber auch in Wachstum, um ihre Zukunftsaussichten zu verbessern.

Solche Unternehmen könnten eine gute Wahl für Anleger sein, die auf eine stabile Rendite setzen, aber auch ein gewisses Potenzial für langfristiges Kurspotenzial suchen. Ein gutes Beispiel für eine Dividendenwachstumsaktie könnte Visa (WKN: A0NC7B) sein.

Für welche Strategie sich auch immer ein Anleger entscheiden mag, er sollte optimalerweise die Bereitschaft mitbringen, langfristig an Bord zu bleiben. Auch der Blick auf die Bewertung sollte im Vordergrund stehen, denn nur wenn eine Aktie zu einem fairen oder günstigen Preis eingekauft wird, kann langfristig eine gute Rendite erreicht werden.

Der Artikel Dividendenaktien versus Wachstumsaktien: Was ist eigentlich die bessere Wahl? ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Coca-Cola, BASF, BMW, Amazon und Cisco Systems. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Amazon, Netflix und Visa.

Aktienwelt360 2023

Autor: Frank Seehawer, Investmentanalyst


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