Investieren oder bis zum Umfallen arbeiten? 28.12.2022, 11:54 Uhr von Aktienwelt360

Für viele Menschen besteht heute kaum noch die Möglichkeit, einmal im Leben die soziale Schicht zu verlassen. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Wer in Armut geboren wurde, hat auch aufgrund der mittlerweile schlechten schulischen Rahmenbedingungen kaum noch eine Aufstiegschance. Investieren bietet hingegen eine Alternative, die jeder nutzen kann.

Aber auch für viele Menschen, die Tag für Tag zehn und mehr Stunden arbeiten, steigt das Einkommen kaum. Die Rente ist zwar immer noch sicher, aber bald vielleicht erst ab 70. Und selbst dann wird sie für die meisten Einzahler nur noch die nötigsten Kosten decken. Für diese Fehlentwicklung bietet Investieren ebenfalls eine Möglichkeit, dem Teufelskreis zu entfliehen.

Investieren leicht gemacht

Investieren ist heute nicht mehr sehr schwierig. Alles, was wir benötigen, sind ein Brokerdepot und eine Strategie. Für Beginner empfiehlt es sich, mit Indexfonds zu beginnen. Sie bieten eine breite Streuung über die gesamte Wirtschaft. In einem zweiten Schritt können wir entweder regelmäßig oder nur bei fallenden Kursen Anteile erwerben. So profitiert der Anleger von der anschließenden Wirtschaftserholung.

Bei noch mehr Wissen und Erfahrung können wir in Einzelwerte investieren. Doch auch mit der oben beschriebenen Strategie ist langfristig bereits eine durchschnittliche Rendite von etwa 6,6 % möglich.

3 Beispiele

Investieren führt in allen Einkommensschichten langfristig zu einem großen Unterschied.

So kommen bei einer Sparrate von monatlich 100 Euro in einem Jahr 1.200 Euro und über 40 Jahre 48.000 Euro zusammen. Diese Summe genügt bei einer anschließenden monatlichen Entnahme von 1.000 Euro genau vier Jahre. Somit müsste unser Sparer am Ende noch länger arbeiten und könnte seinen Lebensabend kaum genießen.

Doch wenn wir die Sparsumme von jährlich 1.200 Euro über Fonds und Aktien investieren und durchschnittlich 6,6 % Zinsen erhalten, kommen wir am Ende auf 216.201 Euro. Dies entspricht dem 4,5-Fachen des eingezahlten Betrages. Er würde immerhin schon 18 Jahre lang eine monatliche Auszahlung von 1.000 Euro ermöglichen.

Bei einer Sparrate von jährlich 2.400 Euro ergibt sich ohne zu investieren nach 40 Jahren eine Summe von 96.000 Euro. Sie ermöglicht acht Jahre eine monatliche Auszahlung von 1.000 Euro.

Investieren wir den Betrag jedoch regelmäßig, kommen schon 432.402 Euro zusammen. Sie genügen nicht nur 36 Jahre, sondern stellen auch eine deutliche Vermögenssteigerung dar.

Bei einer Sparsumme von jährlich 3.600 Euro ergibt sich ohne zu investieren nach 40 Jahren eine Summe von 144.000 Euro. Doch mit Fonds und Aktien sind es 648.603 Euro. In diesem Fall beträgt der Unterschiedsbetrag bereits 504.603 Euro.

Fazit

Investieren bietet für jeden Menschen die Möglichkeit, eine deutliche Vermögenssteigerung zu erzielen.

Der Artikel Investieren oder bis zum Umfallen arbeiten? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Autor: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (TMFcwelzel)


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