Ist das Ende der Saga BioNTech eingeläutet? 10.08.2023, 07:49 Uhr von Aktienwelt360

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
BioNTech 99,47 USD +1,08 % Nasdaq
Pfizer 27,19 USD +0,20 % Nasdaq

Die Veröffentlichung der jüngsten Quartalszahlen des Vorzeige-Biotech-Unternehmens BioNTech (WKN: A2PSR2) zeigt vor allem eines: Die Ära der BioNTech-Saga nähert sich einem Wendepunkt.

Flossen in der Hochphase der Corona-Pandemie noch die Milliarden wie Wasser den Rhein hinunter, so kämpft das Unternehmen heute mit den Auswirkungen des Endes der Corona-Pandemie. Die einstige Ikone im Kampf gegen das Virus sieht sich mit einer neuen Realität konfrontiert, denn die Nachfrage nach ihren Impfstoffen ist dramatisch eingebrochen.

Mit Quartalsverlust zurück zu den Wurzeln

Es kam doch irgendwie überraschend: Im zweiten Quartal musste das Mainzer Biotech-Unternehmen einen Verlust von 190 Mio. Euro hinnehmen, während der Umsatz um 95 % einbrach. Insgesamt waren es 168 Mio. Euro gegenüber 3,2 Mrd. Euro im zweiten Quartal 2022. Der Quartalsgewinn lag damals bei 1,6 Mrd. Euro.

Einziges Trostpflaster: Die saisonale Nachfrage nach dem Corona-Impfstoff und verzögerte Zahlungen von Partnern wie Pfizer (WKN: 852009) und der Europäischen Kommission trugen wesentlich zum Nettoverlust bei.

Trotz starkem Umsatzrückgang weiterhin optimistische Prognosen

Trotz dieser harten Realität blickt BioNTech optimistisch in die Zukunft, auch wegen des geplanten adaptierten Corona-Impfstoffs, der im Herbst kommen soll. Das Mainzer Unternehmen hat sich dabei ehrgeizige Ziele gesetzt: Fünf Milliarden Euro Umsatz mit Impfstoffen. Verglichen mit den Erlösen von knapp 19 Mrd. Euro im Jahr 2021 und 17,3 Mrd. Euro im Jahr 2022 zeigt dies jedoch, wie dringend die Diversifizierung der Produktpalette ist.

Größtes Problem bei BioNTech bleibt

Die bisherigen Umsätze von BioNTech basierten vor allem auf dem Corona-Impfstoff Comirnaty, der gemeinsam mit Pfizer entwickelt und vermarktet wurde. Mit der sinkenden Nachfrage nach dem Ende der Pandemie sind die Umsätze nun stark zurückgegangen – eine Entwicklung, die viele Marktteilnehmer wohl erwartet hatten.

Investoren hatten die hohe Abhängigkeit immer wieder kritisiert und einen hohen Bewertungsabschlag eingespeist. Zeitweise wurde das Unternehmen mit einem KGV von 6 gehandelt. Heute liegt das erwartete KGV bei knapp 20. Das Ende der Fahnenstange dürfte noch nicht erreicht sein, denn der Aktienkurs hat bis heute noch keinen Boden gefunden.

BioNTech tritt auf die Kostenbremse

Um die Auswirkungen des Umsatzrückgangs abzufedern, hat BioNTech seine Ausgaben angepasst. Es wurde eine vorsichtige Kostenstrategie verfolgt. Dazu gehört die Reduzierung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie für Vertrieb und Verwaltung.

Typisch deutsch, mögen angelsächsische Investoren sagen. Aber gegensteuern heißt offensiv sein, nicht defensiv. Dem Aktienkurs täte es gut, wenn die Ziele früher als später erreicht würden. Und dies heißt vor allem: Investieren!

Die Richtung stimmt, aber stimmen auch die Ergebnisse?

Während BioNTech seine Anstrengungen verstärkt, um seine Krebsmedikamente zum Erfolg zu führen, bleibt ungewiss, ob diese den gleichen Siegeszug wie Comirnaty antreten können. Die Erwartungen sind zweifellos hoch.

BioNTech steht nun mit dem Rücken zur Wand und sieht sich vor der Herausforderung konfrontiert, sich von der Erfolgsgeschichte des Corona-Impfstoffs zu lösen und eine diversifizierte Produktpalette zu entwickeln, um relevant zu bleiben und positive Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft zu geben.

Der Artikel Ist das Ende der Saga BioNTech eingeläutet? ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

Der Bärenmarkt-Überlebensguide: Wie du mit einer Marktkorrektur umgehst!

Ein erneutes Aufflammen von Corona in China, Krieg innerhalb Europas und eine schwächelnde Industrie in Deutschland in Zeiten hoher Inflation und steigender Zinsen. Das sind ziemlich viele Risiken, die deinem Depot nicht guttun.

Hier sind vier Schritte, die man unserer Meinung nach immer vor Augen haben sollte, wenn der Aktienmarkt einen Rücksetzer erlebt.

Klick hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.

Frank Seehawer besitzt Aktien von Pfizer. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von BioNTech.

Aktienwelt360 2023

Autor: Frank Seehawer, Investmentanalyst


Jetzt den vollständigen Artikel lesen

Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,44
Hebel: 18
mit starkem Hebel
Ask: 1,19
Hebel: 7
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GW4U01 GW4SQ4. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer