30% Plus für MU

Bullen pushen Micron – aber Achtung: Crashgefahr nicht vorbei! 31.07.2026, 16:54 Uhr von MediaFeed

30% Plus für MU : Bullen pushen Micron – aber Achtung: Crashgefahr nicht vorbei!
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Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Apple 311,30 USD -1,75 % Nasdaq
Micron Technology 974,33 USD +3,97 % Nasdaq
Microsoft 481,15 USD -0,65 % Nasdaq
NVIDIA 216,85 USD -0,33 % Nasdaq

Die Micron-Aktie schießt innerhalb eines Tages um 30 Prozent nach oben. Ist der KI-Crash damit vorbei? Die HKCM-Analyse zeigt, warum die Korrektur noch nicht beendet sein könnte.

Die Micron-Aktie hat innerhalb eines Tages rund 30 Prozent zugelegt. Nach dem vorherigen Kurseinbruch hoffen viele Anleger auf die Rückkehr der KI-Rally. Doch genau jetzt mahnt die Charttechnik zur Vorsicht. Eine HKCM-Analyse

KI-Euphorie sorgt für kräftige Gegenbewegung 

Die Stimmung im KI-Sektor hat sich in den vergangenen Tagen deutlich aufgehellt. Auslöser waren unter anderem starke Quartalszahlen großer Technologiekonzerne sowie eine allgemein freundlichere Entwicklung an den US-Börsen. Davon profitierte auch Micron. 

Nachdem die Aktie zuvor rund 30 Prozent eingebrochen war, setzte eine fast ebenso dynamische Erholung ein. Innerhalb kurzer Zeit gewann der Speicherchiphersteller rund ein Drittel an Wert zurück und gehörte damit erneut zu den stärksten Titeln im Halbleitersektor. 

Anleger setzen wieder auf den KI-Boom 

Micron gilt als einer der wichtigsten Profiteure des weltweiten Ausbaus künstlicher Intelligenz. Vor allem der rasant steigende Bedarf an Hochleistungsspeichern für KI-Rechenzentren sorgt langfristig für Fantasie. 

Die kräftige Gegenbewegung beschränkt sich dabei nicht auf Micron. Auch andere KI-Infrastrukturwerte wie AMD, Marvell oder Oracle legten zuletzt deutlich zu. Viele Investoren sehen den vorherigen Ausverkauf offenbar als Gelegenheit, um wieder Positionen aufzubauen. 

Der vorherige Kurseinbruch hatte jedoch einen konkreten Auslöser. Der milliardenschwere Börsengang des chinesischen Speicherchip-Herstellers ChangXin Memory Technologies (CXMT) schürte Sorgen, dass ein staatlich unterstützter Konkurrent den bislang von Samsung, SK hynix und Micron dominierten DRAM-Markt zunehmend unter Druck setzen könnte. Mehr darüber, wie China die Halbleiterbranche verändert, lesen Sie in diesem Artikel. Zusätzliche Belastung brachte ein verhaltener Ausblick von SK hynix, der trotz starker Quartalszahlen die Stimmung im gesamten Speicherchip-Sektor eintrübte. Weshalb Samsung und SK hynix zuletzt trotz starker Zahlen unter Druck gerieten, erfahren Sie hier

Doch reicht die Erholung bereits für eine Trendwende? 

Trotz der starken Kursgewinne bleibt die Frage offen, ob der jüngste Anstieg tatsächlich den Beginn einer neuen Aufwärtsbewegung markiert. Gerade Wachstumsaktien zeigen während größerer Korrekturen häufig kräftige Zwischenerholungen, bevor der übergeordnete Trend wieder aufgenommen wird. 

HKCM-Analyse: Die Korrektur könnte noch nicht beendet sein 

Laut unserer Analyse befindet sich Micron weiterhin innerhalb einer größeren Korrekturstruktur. Zwar hat die jüngste Erholung das kurzfristige Chartbild verbessert, das bisherige Verlaufshoch wurde jedoch noch nicht überwunden. 

Damit bleibt aus technischer Sicht die Möglichkeit bestehen, dass die aktuelle Aufwärtsbewegung lediglich eine Zwischenerholung innerhalb der laufenden Korrektur darstellt. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über unseren gesetzten Widerstand (und das aktuelle Allzeithoch) bei $1255 würde dieses Szenario hinauszögern. 

Die langfristige Geschichte bleibt intakt 

An den fundamentalen Perspektiven hat sich dagegen wenig geändert. Micron zählt weiterhin zu den zentralen Profiteuren des KI-Booms. Gleichzeitig hat die jüngste Korrektur die Bewertung wieder auf ein deutlich niedrigeres Niveau gebracht. Während die Aktie auf Basis der erwarteten Gewinne inzwischen nur noch mit einem Forward-KGV von rund 6 bewertet wird, liegen Konzerne wie Microsoft oder Nvidia bei rund 25 und Apple sogar bei mehr als 30. Damit hat sich Micron nach der KI-Rally wieder deutlich seiner fundamentalen Bewertungsgrundlage angenähert, auch wenn die Charttechnik kurzfristig weiterhin für Vorsicht spricht. 

Die aktuelle Analyse deutet deshalb darauf hin, dass die Aktie trotz ihrer kräftigen Erholung noch nicht zwingend den endgültigen Boden gefunden haben muss. Ob aus dem jüngsten Anstieg eine nachhaltige Trendwende entsteht oder lediglich eine weitere Zwischenerholung, dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden.

 

Die konkreten Kursmarken für langfristige Einstiege bleiben unseren Abonnenten vorbehalten. Gleiches gilt für Echtzeitsignale zu attraktiven Einstiegsmöglichkeiten sowie für unser aktives Portfolio-Management. Alle Informationen dazu finden Sie in unserem KI-Analyse-Paket.

Disclaimer: Diese Analyse dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.

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