Aktien und Saunaclub alla Luci Forum: Community User: WALL.E

Kommentare 242.465
G
Gruno, 22.04.2024 7:37 Uhr
0

Als Einzelunternehmer versteuer ich doch erst wenn das Geld auf dem Konto landet, egal wie hoch meine geschriebene Rechnungssumme ist. Und davon zahle ich dann die Steuer bzw auch die U-Steuer aus Einnahmen/Ausgaben. Bei einer GmbH hatte ich das so verstanden das die Rechnung zählt, egal ob das Geld daraus eingegangen ist oder nicht. Daher bin ich doch als GmbH auch verpflichtet eine Bilanz zu stellen, als Einzelunternehmer nicht. Jedenfalls war mir das so in Erinnerung 🤷‍♂️

Hängt von Umsatz und Gewinn ab und ob gewerblich oder selbstständig. Größere Gewerbebetriebe müssen auch Bilanzen erstellen, wenn sie als einzelunternehmen geführt werden. Körperschaften (also auch AGs) immer bilanz. Ausnahmen gibt's nur sehr wenige ( Kommunen und ggf. Vereine oder irgendwelche sonderformen)
WillyWonka
WillyWonka, 22.04.2024 7:29 Uhr
0

Der Part mit der Ist/Soll Versteuerung und gewissen Unternnehmensrechtsformen ist leider inhaltlich unpräzise bis falsch. Du wolltest aber übergeordnet das richtige sagen 😎👍 Für börsennotierte Firmen gilt der IFRS in sehr vielen Ländern, bis auf die USA die haben ein eigenes intransparentes aber dokumentatorisch umfangreicheres System namens GAAP. Man muss aber bei der Analyse von Zahlen drei Hauptblöcke unterscheiden: Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Cashflow Rechnung. In der Bilanz werden die Vermögenswerte (Anlagevermögen wie Fabrikhallen, Vorräte z.B. auch fertige Autos auf Lager, Forderungen gegen Kunden oder Geld auf dem Bankkonto) auf der Aktivseite und Verbindlichkeiten (Eigenkapital der Aktionäre, Kreditverbindlichkeiten und Rückstellungen für spätere Verbindlichkeiten z.B. Reparatur von Gaspedaln, die Leute umbringen) auf der Passivseite. Aktiv und Passivseiten müssen ausgeglichen sein. Die Cashflow Berechnung schaut im groben nur auf Zahlungsvorgänge, also wie viel Geld ist reingekommen und wieder abgegangen. Wenn ich alle Autos verkauft habe und alles Geld eingenommen habe. Erhöht sich damit mein Cashbestand und ich kann mit einer tollen Cashflow-Rechnung prahlen.

Als Einzelunternehmer versteuer ich doch erst wenn das Geld auf dem Konto landet, egal wie hoch meine geschriebene Rechnungssumme ist. Und davon zahle ich dann die Steuer bzw auch die U-Steuer aus Einnahmen/Ausgaben. Bei einer GmbH hatte ich das so verstanden das die Rechnung zählt, egal ob das Geld daraus eingegangen ist oder nicht. Daher bin ich doch als GmbH auch verpflichtet eine Bilanz zu stellen, als Einzelunternehmer nicht. Jedenfalls war mir das so in Erinnerung 🤷‍♂️
Lord.Basher
Lord.Basher, 22.04.2024 7:24 Uhr
0

Kurzfassung: Auto verkauft, Erlös erhalten Lieferung bezogen, noch nicht bezahlt. Cashflow erhöht um vollständigen Erlös, ohne Minderung um vollständige Kosten. Dadurch cashflow mehr erhöht, wie die tatsächliche Liquidität. Richtig?

Exakt 👍
G
Gruno, 22.04.2024 7:23 Uhr
0

Der Part mit der Ist/Soll Versteuerung und gewissen Unternnehmensrechtsformen ist leider inhaltlich unpräzise bis falsch. Du wolltest aber übergeordnet das richtige sagen 😎👍 Für börsennotierte Firmen gilt der IFRS in sehr vielen Ländern, bis auf die USA die haben ein eigenes intransparentes aber dokumentatorisch umfangreicheres System namens GAAP. Man muss aber bei der Analyse von Zahlen drei Hauptblöcke unterscheiden: Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Cashflow Rechnung. In der Bilanz werden die Vermögenswerte (Anlagevermögen wie Fabrikhallen, Vorräte z.B. auch fertige Autos auf Lager, Forderungen gegen Kunden oder Geld auf dem Bankkonto) auf der Aktivseite und Verbindlichkeiten (Eigenkapital der Aktionäre, Kreditverbindlichkeiten und Rückstellungen für spätere Verbindlichkeiten z.B. Reparatur von Gaspedaln, die Leute umbringen) auf der Passivseite. Aktiv und Passivseiten müssen ausgeglichen sein. Die Cashflow Berechnung schaut im groben nur auf Zahlungsvorgänge, also wie viel Geld ist reingekommen und wieder abgegangen. Wenn ich alle Autos verkauft habe und alles Geld eingenommen habe. Erhöht sich damit mein Cashbestand und ich kann mit einer tollen Cashflow-Rechnung prahlen.

Kurzfassung: Auto verkauft, Erlös erhalten Lieferung bezogen, noch nicht bezahlt. Cashflow erhöht um vollständigen Erlös, ohne Minderung um vollständige Kosten. Dadurch cashflow mehr erhöht, wie die tatsächliche Liquidität. Richtig?
Frau.Zweistein
Frau.Zweistein, 22.04.2024 7:20 Uhr
0
Alles schick und schön ☝️ Danke Lord 🙋🏼‍♀️
Lord.Basher
Lord.Basher, 22.04.2024 7:06 Uhr
0
Moin, ich hoffe das war jetzt nicht zu tiefe Bilanztheorie, ansonsten einfach skippen.
Lord.Basher
Lord.Basher, 22.04.2024 7:05 Uhr
0
Meiner Meinung nach betreibt Tesla dieses schieben von unschöne Bilanzdingen nicht nur bei der Cashflowdarstellung, sondern auch bezüglich ihrer Margen und Gewinnrechnung. Da die Zahlen hier für mich auch nicht aufgehen. Ich hatte dazu auch erst letztens eine Diskussion im Teslaforum, was variable und was fixe Kosten sind und wie leicht man hier bei Grauzonen ist. Was ich Tesla unterstelle ist, dass man Kosten lieber als variable Kosten eingruppiert und dem einzelnen Auto zuschreibt, als dies Konzernweit als Kosten zu erfassen. Da Tesla immer auch eine Menge "im Bau befindliche Autos ausweist" kannst du hier angefallene Kosten "Gewinn-/Verlustneutral" schon Kosten dazu buchen. Die verschwinden somit erst einmal in einer Merkposition der Bilanz. So zumindest wie das hier bei europäischen Autobauern möglich wäre (US mit GAAP Bilanzierung kann ich somit nur schlussfolgern). Diese ganzen Bilanzspielereien sind ja nur deswegen für eine Firma gewinnbringend, wenn sie einen starken Wachstumspfad hat. Du kannst immer wieder einen Teil der Realität in die späteren Zahlen unterbringen und dann baust du keine 2 Mio Autos mehr, sondern 3 Mio und da sind die Auswirkungen auf die Marge oder Gewinn nicht mehr so groß und dann schiebst du ja auch in dem Jahr mit 3 Mio wieder Kosten ins nächste Jahr mit hoffentlich 5 Mio Autos. Das funktioniert so lange, bis wir keine Wachstumsstory mehr haben. Dann sind plötzlich alle überrascht warum die Zahlen plötzlich so schlecht sind. Weil die Firma dann zwar weitere Bilanzschieberei betreiben kann aber es hat keinen Effekt mehr. Bei einem Value Unternehmen verpufft die Wirkung.
Lord.Basher
Lord.Basher, 22.04.2024 6:50 Uhr
0

Ich hoffe ich hab das verständlich beschrieben und Denkfehler sind bestimmt enthalten 😄

Der Part mit der Ist/Soll Versteuerung und gewissen Unternnehmensrechtsformen ist leider inhaltlich unpräzise bis falsch. Du wolltest aber übergeordnet das richtige sagen 😎👍 Für börsennotierte Firmen gilt der IFRS in sehr vielen Ländern, bis auf die USA die haben ein eigenes intransparentes aber dokumentatorisch umfangreicheres System namens GAAP. Man muss aber bei der Analyse von Zahlen drei Hauptblöcke unterscheiden: Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Cashflow Rechnung. In der Bilanz werden die Vermögenswerte (Anlagevermögen wie Fabrikhallen, Vorräte z.B. auch fertige Autos auf Lager, Forderungen gegen Kunden oder Geld auf dem Bankkonto) auf der Aktivseite und Verbindlichkeiten (Eigenkapital der Aktionäre, Kreditverbindlichkeiten und Rückstellungen für spätere Verbindlichkeiten z.B. Reparatur von Gaspedaln, die Leute umbringen) auf der Passivseite. Aktiv und Passivseiten müssen ausgeglichen sein. Die Cashflow Berechnung schaut im groben nur auf Zahlungsvorgänge, also wie viel Geld ist reingekommen und wieder abgegangen. Wenn ich alle Autos verkauft habe und alles Geld eingenommen habe. Erhöht sich damit mein Cashbestand und ich kann mit einer tollen Cashflow-Rechnung prahlen.
G
Gruno, 22.04.2024 6:43 Uhr
0

Ich hoffe ich hab das verständlich beschrieben und Denkfehler sind bestimmt enthalten 😄

Guten Morgen, Worauf du hinaus willst, ist das geldbestände ausgewiesen werden, die eigentlich schon verplant sind, weil du sie ja in 30 Tagen bezahlen musst und der cashbestand dadurch zu hoch ausgewiesen wird? Wenn cashflow nur auf geldbestände abstellt und Verbindlichkeiten außer Acht lässt, kannst du dadurch einen deutlich höheren csshflow ausweisen, als er der Realität entspricht. Falls du das so meinst hast du Denke ich recht. Kannst damit natürlich die zahlen ordentlich optimieren. War ich mir bislang nicht so bewusst und ist wirklich ein interessanter Aspekt 👍 Können vermutlich nur große Firmen so durchziehen, da bei kleineren vermutlich auf frühere Bezahlung bestanden wird, aber das Autohersteller das durchziehen, kann ich mir durchaus vorstellen. Bin gespannt, ob Tesla dann wieder den ganzen Sektor nach unten zieht.
Frau.Zweistein
Frau.Zweistein, 22.04.2024 6:10 Uhr
1
https://mailchi.mp/fenixresources/recent-news-fenix-resources-interviews-and-research-coverage-10319570?e=1c3c623e20
Frau.Zweistein
Frau.Zweistein, 22.04.2024 6:10 Uhr
1
Wiiiiiiiilllllllllly huuuuuhuuuuuu, 🗣🔊 Fenix, Aufzeichnung Investoren Webinar 👓📖
Frau.Zweistein
Frau.Zweistein, 22.04.2024 6:08 Uhr
1
Moin Jungs 🥳👋
Newman1
Newman1, 22.04.2024 5:58 Uhr
0
Moin 🥳
WillyWonka
WillyWonka, 21.04.2024 23:30 Uhr
0
Ich hoffe ich hab das verständlich beschrieben und Denkfehler sind bestimmt enthalten 😄
WillyWonka
WillyWonka, 21.04.2024 23:28 Uhr
1

Müssen Forderungen und Verbindlichkeiten nicht bereits bei Rechnungsstellung bilanziert werden? Zumindest nach deutschem Recht wäre es mir neu, dass Fälligkeit eine Rolle spielt.

Öhhmmmm..... 🤔 also bei Einzelunternehmen gibt es die Ist-Versteuerung. Es wird das gebucht was auf dem Konto, in der Kasse, passiert und auch erst dann zb die MwSt gezahlt/zurückbekommen. Bei der GmbH haste die Soll-Versteuerung, also wenn de ne Rechnung geschrieben hast, sollst du Geld bekommen, wann, is egal. Die MwSt usw wird zb sofort fällig. Wie sich das bei AG's verhält oder bei den Ami's, da bin ich raus. Aber ich denke zumindest bei uns wird die Eingangsrechnung ebenfalls verbucht und in die Bilanzen aufgenommen. Nur wenn dein Zahlungsziel mit dem Kunden im Vorfeld so vereinbart wurde, zb 90 Tage, hast du einen hohen Cashbestand zum Quartalsende stehen während die Bücher ein, eigentlich, viel kleineres ausweisen. Somit können Unternehmen in der Zeit in der die eigene Rechnung bereits bezahlt wurde und die Zeit die sie als Zahlungsziel mit Lieferanten vereinbaren, genutzt werden um dieses Geld vielleicht kurzfristig zb über 30 Tage anzulegen. Oder keine Ahnung was damit dann gemacht wird 😄 Wie sich das dann bei US Unternehmen gestaltet, is dann wiederum ne andere Frage.
G
Gruno, 21.04.2024 22:49 Uhr
0

Man schiebt die Zahlungsziele in die Zukunft und kann, mit den durch den Kunden bezahlten Preis, wirtschaften. Wenn im Schlussquartal die Auslieferungen und somit die Einnahmen hochgepusht werden, die Verbindlichkeiten aber erst im Folgequartal fällig werden sehen die Zahlen immer prima aus. Porsche zb macht das aber auch wenn ich mich da richtig erinnere. Zahlungsziel 90Tage für Lieferanten, da is das Auto schon lange gebaut und bezahlt worden 😉

Müssen Forderungen und Verbindlichkeiten nicht bereits bei Rechnungsstellung bilanziert werden? Zumindest nach deutschem Recht wäre es mir neu, dass Fälligkeit eine Rolle spielt.
Meistdiskutiert
Thema
1 HauptForum SK HYNIC -1,09 %
2 Palantir ohne Schnickschnack -0,89 %
3 DRONESHIELD LTD Hauptdiskussion ±0,00 %
4 DAX Prognose / Germany 40 -0,31 %
5 AFC ENERGY Hauptdiskussion -0,55 %
6 EHang Holdings (A) (A) Hauptdiskussion -7,44 %
7 AEROVIRONMENT Hauptdiskussion ±0,00 %
8 VONOVIA Hauptdiskussion -3,35 %
9 Ecograf - ein Stern am Graphithimmel ±0,00 %
10 Strategy B -1,25 %
Alle Diskussionen
Aktien
Thema
1 HauptForum SK HYNIC -1,09 %
2 Palantir ohne Schnickschnack -0,89 %
3 DRONESHIELD LTD Hauptdiskussion ±0,00 %
4 AFC ENERGY Hauptdiskussion -0,55 %
5 EHang Holdings (A) (A) Hauptdiskussion -7,44 %
6 AEROVIRONMENT Hauptdiskussion ±0,00 %
7 VONOVIA Hauptdiskussion -3,35 %
8 Ecograf - ein Stern am Graphithimmel ±0,00 %
9 Strategy B -1,25 %
10 BioNTech Hauptdiskussion +2,37 %
Alle Diskussionen