ATOS WKN: A411MH ISIN: FR001400X2S4 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Hallo edv_brain, danke dir für deinen Beitrag, inhaltlich wirklich stark. Besonders beeindruckt hat mich, dass du das Layering mit Screenshots und Zeitstempeln der Euronext dokumentierst. Das ist keine bloße Theorie mehr, sondern handfeste Beweisführung. Danke dir dafür, das könnte später ggf. noch sehr hilfreich werden ;) Deine Hinweise zur Metro-Übernahme und den Parallelen zu Casino und Thyssen zeigen klar, dass sich hier ein Muster abzeichnet. Erst wird gezielt Unsicherheit erzeugt, dann der Kurs gedrückt, während im Hintergrund leise Machtpositionen aufgebaut werden. Wenn sich dieses Drehbuch tatsächlich wiederholt, ist höchste Wachsamkeit gefragt. Was HPC+ betrifft, bin ich bei dir. Der Vertrag scheint längst verhandelt zu sein, doch es bleibt auffällig still. Dass Atos den Platz 4 der Top500 nicht einmal kommunikativ ausschlachtet, spricht Bände. Das wirkt entweder wie strategisches Schweigen oder deutet auf interne Spannungen hin. In beiden Fällen bleibt der Markt im Unklaren, was ideal in eine gezielte Unterbewertungsstrategie passt. Salle scheint aktuell noch standzuhalten, aber wie lange das gelingt, wird sich zeigen. Deine Analyse bringt viele wertvolle Puzzleteile zusammen, die in Summe ein immer klareres Bild ergeben.
Aktuell ist der Staat noch schützend mit einer Sperrminorität über Bull SAS bei Atos drinnen. Sobald der Verkauf aber abgeschlossen ist, ist Atos praktisch "Freiwild" und das bei einer Marktkapitalisierung von einer halben Milliarde. Ich wetze schon mal die Messer.
Seit Monaten tauchen im Orderbuch immer wieder dieselben 500er Klemmbretter auf. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass es sich hierbei nicht um echte Verkaufsorders handelt, sondern gezielte Fakeorders, die den Kurs künstlich unten halten sollen. Tauchen auf, verschwinden wieder, erzeugen Unsicherheit und sollen Kleinanleger zum Verkaufen bringen. Nennt sich Layering, ist eigentlich verboten, passiert aber trotzdem. Jetzt stellt sich die Frage, wer macht das und warum? Ein möglicher Kandidat sind genau die Akteure, die Atos im Hintergrund gerade restrukturieren oder auf eine neue Spur setzen, sei es DK & Co.KG, strategische Investoren oder staatlich abgestimmte Partner. Denn ein gedrückter Kurs bringt viele Vorteile, neue Investoren bleiben fern, die öffentliche Aufmerksamkeit bleibt gering und Beteiligungen oder Übernahmen können im Hintergrund günstiger vorbereitet werden. Gleichzeitig lassen sich durch gezielte Panikverkäufe noch ein paar Zittrige aus dem Markt schütteln, genau diese Stücke wandern dann leise in starke Hände. Sieht man sogar hier im Blog, einige schreiben schon, ihnen sei das aktuell zu heiß, sie würden Verluste begrenzen oder später wieder einsteigen. Genau das zeigt, dass die Taktik funktioniert. Wer unruhig wird, gibt billig ab, wer geduldig bleibt, sammelt still ein ;) Aber was ist das eigentliche Ziel? Dafür gibt es aktuell drei denkbare Szenarien: 1.Ein kompletter Exit oder eine Übernahme. Ein Delisting, ein strategisches Buyout oder eine Fusion. Möglich, aber eher unwahrscheinlich. Atos ist aus französischer Sicht ein sicherheitsrelevanter Konzern, vor allem mit Blick auf HCP, Verteidigung und Cybersicherheit. Ein vollständiger Exit wäre politisch schwer durchsetzbar. Frankreich, die EU und die NATO würden genau hinschauen. 2.Ein Teilverkauf von Assets oder Beteiligungen. Deutlich realistischer als ein kompletter Exit. So könnte etwa der Bereich TF, also das klassische IT-Infrastrukturgeschäft, verkauft oder abgespalten werden. Denkbar wäre auch ein strategischer Partner für einzelne Sparten wie Eviden. Die Strategie wäre politisch akzeptabel, wirtschaftlich sinnvoll und würde schnell eine Neubewertung auslösen, ohne das Gesamtunternehmen zu gefährden. Allerdings hat Salle Anfang´25 öffentlich klargestellt, dass kein weiterer Verkauf von Unternehmensbereichen geplant ist. Seine Worte waren sinngemäß, man werde die Gruppe nicht zerreißen, zumal mit über 2 Mrd.€ Cash kein Verkaufszwang besteht. Auch die sicherheitsrelevanten Geschäftsbereiche wie Hochleistungsrechner oder Verteidigungs-IT sollen laut Salle bewusst gehalten werden, da sie langfristig massiv an strategischer Bedeutung gewinnen. Deshalb ist dieses Szenario zwar theoretisch attraktiv, aktuell aber eher eine Spekulation gegen die klar kommunizierte Konzernstrategie. 3.Täuschung zur Gewinnmaximierung durch Unterbewertung. Das vielleicht spannendste Szenario. Was, wenn der Kurs bewusst gedrückt wird, ohne dass ein Verkauf geplant ist? Einfach nur, um in Ruhe aufzustocken, Panik zu erzeugen und dann, sobald operativ oder politisch der Knoten platzt, den Kurs explodieren zu lassen. Eine Art kontrolliertes Pulverfass, das im richtigen Moment zündet. Wer früh genug investiert war, maximiert seinen Gewinn. Für die Masse wirkt es dann wie eine Überraschung, dabei war es lange geplant. Gerade bei Atos, wo viel im Hintergrund passiert, ist das keine unrealistische Variante. Egal welches Szenario sich am Ende durchsetzt, klar ist, der aktuelle Kurs spiegelt nicht den wahren Wert wider. Atos ist massiv unterbewertet, nicht wegen schlechter Zahlen, sondern wegen gezielter Steuerung im Hintergrund. Die strategischen Weichen sind gestellt, die Finanzierung ist gesichert und die 2.HJ bietet Chancen, operativ wie psychologisch.
Seit Monaten tauchen im Orderbuch immer wieder dieselben 500er Klemmbretter auf. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass es sich hierbei nicht um echte Verkaufsorders handelt, sondern gezielte Fakeorders, die den Kurs künstlich unten halten sollen. Tauchen auf, verschwinden wieder, erzeugen Unsicherheit und sollen Kleinanleger zum Verkaufen bringen. Nennt sich Layering, ist eigentlich verboten, passiert aber trotzdem. Jetzt stellt sich die Frage, wer macht das und warum? Ein möglicher Kandidat sind genau die Akteure, die Atos im Hintergrund gerade restrukturieren oder auf eine neue Spur setzen, sei es DK & Co.KG, strategische Investoren oder staatlich abgestimmte Partner. Denn ein gedrückter Kurs bringt viele Vorteile, neue Investoren bleiben fern, die öffentliche Aufmerksamkeit bleibt gering und Beteiligungen oder Übernahmen können im Hintergrund günstiger vorbereitet werden. Gleichzeitig lassen sich durch gezielte Panikverkäufe noch ein paar Zittrige aus dem Markt schütteln, genau diese Stücke wandern dann leise in starke Hände. Sieht man sogar hier im Blog, einige schreiben schon, ihnen sei das aktuell zu heiß, sie würden Verluste begrenzen oder später wieder einsteigen. Genau das zeigt, dass die Taktik funktioniert. Wer unruhig wird, gibt billig ab, wer geduldig bleibt, sammelt still ein ;) Aber was ist das eigentliche Ziel? Dafür gibt es aktuell drei denkbare Szenarien: 1.Ein kompletter Exit oder eine Übernahme. Ein Delisting, ein strategisches Buyout oder eine Fusion. Möglich, aber eher unwahrscheinlich. Atos ist aus französischer Sicht ein sicherheitsrelevanter Konzern, vor allem mit Blick auf HCP, Verteidigung und Cybersicherheit. Ein vollständiger Exit wäre politisch schwer durchsetzbar. Frankreich, die EU und die NATO würden genau hinschauen. 2.Ein Teilverkauf von Assets oder Beteiligungen. Deutlich realistischer als ein kompletter Exit. So könnte etwa der Bereich TF, also das klassische IT-Infrastrukturgeschäft, verkauft oder abgespalten werden. Denkbar wäre auch ein strategischer Partner für einzelne Sparten wie Eviden. Die Strategie wäre politisch akzeptabel, wirtschaftlich sinnvoll und würde schnell eine Neubewertung auslösen, ohne das Gesamtunternehmen zu gefährden. Allerdings hat Salle Anfang´25 öffentlich klargestellt, dass kein weiterer Verkauf von Unternehmensbereichen geplant ist. Seine Worte waren sinngemäß, man werde die Gruppe nicht zerreißen, zumal mit über 2 Mrd.€ Cash kein Verkaufszwang besteht. Auch die sicherheitsrelevanten Geschäftsbereiche wie Hochleistungsrechner oder Verteidigungs-IT sollen laut Salle bewusst gehalten werden, da sie langfristig massiv an strategischer Bedeutung gewinnen. Deshalb ist dieses Szenario zwar theoretisch attraktiv, aktuell aber eher eine Spekulation gegen die klar kommunizierte Konzernstrategie. 3.Täuschung zur Gewinnmaximierung durch Unterbewertung. Das vielleicht spannendste Szenario. Was, wenn der Kurs bewusst gedrückt wird, ohne dass ein Verkauf geplant ist? Einfach nur, um in Ruhe aufzustocken, Panik zu erzeugen und dann, sobald operativ oder politisch der Knoten platzt, den Kurs explodieren zu lassen. Eine Art kontrolliertes Pulverfass, das im richtigen Moment zündet. Wer früh genug investiert war, maximiert seinen Gewinn. Für die Masse wirkt es dann wie eine Überraschung, dabei war es lange geplant. Gerade bei Atos, wo viel im Hintergrund passiert, ist das keine unrealistische Variante. Egal welches Szenario sich am Ende durchsetzt, klar ist, der aktuelle Kurs spiegelt nicht den wahren Wert wider. Atos ist massiv unterbewertet, nicht wegen schlechter Zahlen, sondern wegen gezielter Steuerung im Hintergrund. Die strategischen Weichen sind gestellt, die Finanzierung ist gesichert und die 2.HJ bietet Chancen, operativ wie psychologisch.
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