Canopy Hauptforum WKN: A3E2FV ISIN: CA1380357048 Forum: Aktien User: Marindigo

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Bauernopfer, 25.01.2026 18:22 Uhr
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HKCM: Cannabis als soziale Gerechtigkeitsfrage Die politische Dimension der Gen Z-Revolution sollte nicht unterschätzt werden. Cannabis war eines der Top-Themen bei Gen Z-Wählern der US-Wahl 2024. Diese Generation setzt sich aktiv für Expungement (die Löschung von Cannabis-Vorstrafen), fairen Marktzugang für benachteiligte Gruppen und den Abbau ethnischer Ungleichbehandlungen in der Strafverfolgung ein. Sie sehen Cannabis nicht nur als Konsumgut, sondern die Legalisierung als soziale Gerechtigkeitsfrage. Die Zahlen sind erschreckend: Afroamerikaner werden in den USA fast viermal häufiger wegen Cannabis-Besitzes verhaftet als Weiße, obwohl die Konsumraten ähnlich sind. Über 40 000 Menschen sitzen in den USA wegen Cannabis-Delikten im Gefängnis. Gen Z sieht dies als moralisches Versagen und fordert Veränderung. Unternehmen, die diese Werte teilen und aktiv unterstützen – etwa durch Social Equity-Programme, die Minderheiten den Einstieg in die Branche erleichtern – gewinnen nicht nur Kunden, sondern Botschafter. Cannabis-Tourismus ist ein weiterer wachsender Markt, der stark von Gen Z getrieben wird. Dispensaries in Kalifornien, Nevada und New York sind zu Erlebnis-Hubs geworden, die Cannabis-Touren, Infused-Dining-Events und Workshops anbieten. Dabei geht es nicht nur darum, Cannabis zu konsumieren, sondern um die Kultur, die Produktion und die Vielfalt der Branche zu erleben. Es ist Bildung, Unterhaltung und Konsum in einem. In Kalifornien bieten Unternehmen wie Cultivated Tours mehrtägige Cannabis-Erlebnisse an, die Besuche in Anbauanlagen, Verkostungen und Workshops zu Themen wie Terpenen und Cannabinoiden umfassen. Diese Touren sind regelmäßig ausgebucht, und die Teilnehmer zahlen Hunderte von Dollar für das Erlebnis. Das zeigt, dass Cannabis für die Gen Z mehr ist als nur ein Produkt – es ist ein Lifestyle-Element, das mit ihren Werten verbunden ist. Die Lektion für 2025 ist klar: Gen Z ist nicht nur eine Zielgruppe, sie wird ebenso ein wichtiger Treiber für die Branche sein. Unternehmen, die ihre Werte verstehen, ihre Sprache sprechen und ihre Erwartungen erfüllen, werden den Markt dominieren. Unternehmen, die glauben, dass Cannabis-Marketing bedeutet, Reggae-Musik zu spielen und Rasta-Farben zu verwenden, werden verschwinden. Die Gen Z-Revolution ist real und hat bereits Auswirkungen auf die Branche. Cannabis-Getränke: Die stille Disruption der Alkohol-Industrie Revolutionen kündigen sich nicht immer mit Pauken und Trompeten an. Manchmal beginnen sie leise, fast unbemerkt, in den Regalen von Supermärkten und den Kühlschränken von Bars. THC-infundierte Getränke sind so eine stille Revolution. Sie sind dabei, der Alkoholindustrie Marktanteile abzujagen – und das Tempo dieser Verschiebung ist signifikant. Was vor wenigen Jahren noch eine Nische für Experimentierfreudige war, ist 2025 zu einem ernstzunehmenden Marktsegment mit Milliardenpotenzial geworden. Die Zahlen sprechen für sich. Der Markt für Cannabis-Getränke hatte 2024 ein Volumen von 1 bis 1.3 Milliarden Dollar. Für 2025 wurde ein Wachstum von 25 Prozent prognostiziert. Bis 2030 könnte der Markt konservativ geschätzt auf 3.1 Milliarden Dollar anwachsen, optimistische Prognosen sehen sogar ein Potenzial von bis zu 15 Milliarden Dollar. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 16 bis 22 Prozent, je nach Szenario. Zum Vergleich: Der globale Alkoholmarkt hat ein Volumen von über 1.5 Billionen Dollar. Selbst wenn Cannabis-Getränke nur einen Bruchteil dieses Marktes erobern, sprechen wir von einem gewaltigen Geschäft.
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Bauernopfer, 25.01.2026 18:19 Uhr
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HKCM: Tilray Brands und Aurora Cannabis, beide mit Produktionsstätten in Europa, sind hier klar im Vorteil. Tilray betreibt eine hochmoderne Produktionsanlage in Neumünster, die jährlich Tonnen von medizinischem Cannabis liefern kann. Aurora hat Produktionsstätten in Dänemark und Deutschland und beliefert bereits Apotheken in mehreren europäischen Ländern. Diese Unternehmen können nicht nur den deutschen Markt bedienen, sondern auch andere europäische Länder, die langsam auf den Cannabis-Zug aufspringen. Polen, Tschechien, Italien und Frankreich haben alle ihre medizinischen Cannabis-Programme ausgeweitet. Die Strategie der Diversifizierung zahlt sich aus. Wer nur auf Deutschland setzt, riskiert, in den Mühlen der Bürokratie zerrieben zu werden. Wer Europa als Ganzes im Blick hat, kann die Schwächen einzelner Märkte ausgleichen. Die Lektion aus Deutschland ist klar: Gute Absichten allein reichen nicht. Man kann Cannabis nicht wie ein Ingenieursprodukt regulieren, bei dem man alle Variablen kontrollieren kann. Cannabis ist ein Markt, der von Angebot und Nachfrage getrieben wird, von kulturellen Faktoren und von der Fähigkeit der Unternehmen, schnell zu reagieren. Bis dahin bleibt der deutsche Markt ein Versprechen, das noch nicht eingelöst wurde – aber ein Versprechen, das es wert ist, darauf zu warten. Die Gen Z-Revolution Bei der Generation Z, grob Jahrgänge 1997 bis 2012, zeichnet sich im Cannabis-Markt ein Konsumwandel ab. Cannabis wird weniger als Abgrenzungs- oder Rebellionssymbol wahrgenommen und häufiger als normales Konsumgut, das in bestehende Routinen integriert wird. Damit verschiebt sich die Nachfrage weg von klassischer Blüte hin zu Formaten, die dosierbarer, diskreter und alltagstauglicher sind. Vapes, niedrig dosierte Edibles und zunehmend auch Getränke sind dafür die naheliegendsten Beispiele. Der Punkt ist nicht Romantisierung, sondern Marktmechanik. Wenn Konsum stärker in den Alltag rückt, steigen die Anforderungen an Standardisierung, Dosierung und Produktkonsistenz. Das begünstigt Anbieter, die solche Formate zuverlässig produzieren und distribuieren können. Gleichzeitig ist Vorsicht geboten bei pauschalen Zahlen und Zuschreibungen: Umfragewerte zur Legalisierungspräferenz und Wachstumsraten variieren je nach Land, Methodik und Abgrenzung. Als Trend ist jedoch erkennbar, dass jüngere Zielgruppen offener für legale Angebote sind und Produktkategorien bevorzugen, die weniger nach klassischem Cannabiskonsum aussehen. Auch die Motive verschieben sich in Teilen. Statt reinem Rausch stehen häufiger funktionale Anwendungsfälle im Vordergrund, etwa Stressreduktion, Schlaf oder Entspannung; in Einzelfällen auch Fokus. Das ist weniger eine neue Philosophie als ein Nachfrageprofil, das Produktentwicklung und Vertrieb direkt beeinflusst: Mikrodosierte Edibles im Bereich von etwa 2.5 bis 5 Milligramm THC, ausgewogenere CBD:THC-Verhältnisse sowie Vapes mit schneller Wirkung und besserer Steuerung der Dosis. Parallel steigen die Anforderungen an Transparenz und Standardisierung. Laborberichte und nachvollziehbare Qualitätsnachweise sind im legalen Markt kein Marketing-Add-on, sondern ein Vertrauensanker, gerade bei verarbeiteten Produkten. Nachhaltigkeit und Lieferkettentransparenz spielen in der Markenführung zunehmend eine Rolle, sind aber je nach Markt und Preissensitivität nicht für alle Konsumentengruppen gleich gewichtet. Entscheidend ist: Je stärker Cannabis in Richtung Konsumgüter-Logik rückt, desto mehr verschiebt sich der Wettbewerb von reiner Potenz hin zu Format, Qualitätssicherung und Distribution.
B
Bauernopfer, 25.01.2026 18:17 Uhr
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HKCM: Die Online-Verschreibungs-Kontroverse Die Gründe für den Boom sind vielfältig. Ein wesentlicher Faktor sind Online-Verschreibungen, die den Zugang zu medizinischem Cannabis erheblich erleichtert haben. Plattformen wie Algea Care, Bloomwell und CanPal haben es Patienten ermöglicht, innerhalb von Minuten ein Rezept zu erhalten, ohne jemals einen Arzt persönlich zu treffen. Für viele Patienten, insbesondere solche mit chronischen Schmerzen oder Angststörungen, war dies ein Segen. Endlich gab es einen niederschwelligen Zugang zu einer Behandlung, die ihnen helfen konnte. Doch Kritiker werfen einigen Anbietern vor, die Verschreibungen zu liberal zu handhaben und de facto als Einfallstor für den Freizeitkonsum zu dienen. Es gibt Berichte von "Rezepten in 5 Minuten" und minimalen medizinischen Prüfungen. Die deutsche Regierung sucht nun nach strengeren Regeln, um diesem Wildwuchs Einhalt zu gebieten. Doch das ist nur ein Symptom eines größeren Problems: Deutschland hat die Tür zu einem Milliardenmarkt geöffnet, aber vergessen, die Infrastruktur dafür zu schaffen. Die Preise und die Qualität des legalen Cannabis sind ein weiterer interessanter Aspekt. Eigenanbau ist die günstigste Option, gefolgt von medizinischem Cannabis, das im Durchschnitt günstiger ist als Cannabis aus Anbauvereinigungen, sozialer Versorgung oder dem Schwarzmarkt. Überraschenderweise sind die THC-Konzentrationen von Cannabis aus legalen Quellen, insbesondere bei medizinischem Cannabis, höher als auf dem Schwarzmarkt. Das widerlegt das Klischee, dass illegal gehandeltes Cannabis stärker sei. Es zeigt auch, dass der legale Markt in Sachen Qualität und Potenz durchaus konkurrenzfähig ist – wenn er denn liefern kann. Kriminalität und Gesundheit: Gemischte Signale Die Kriminalitätsstatistik liefert ebenfalls gemischte Signale. Cannabis-Delikte sind insgesamt gesunken, insbesondere konsumbezogene Straftaten. Die Polizei meldet weniger Besitzfälle – ein Effekt der neuen Regelung, die Erwachsenen bis zu 25 Gramm außerhalb ihrer Wohnung und bis zu 50 Gramm zu Hause erlaubt. Allerdings sind die Daten zu Ordnungswidrigkeiten (Bußgelder, kleinere Verstöße) noch unvollständig, und die Auswirkungen auf die organisierte Kriminalität können noch nicht bewertet werden. Es ist zu früh für ein abschließendes Urteil, aber die Tendenz ist positiv. In dem EKOCAN-Bericht unter dem Abschnitt „Gesundheitsschutz“ gibt es ebenfalls ermutigende Signale: Der Erwachsenenkonsum ist stabil geblieben, es gab keinen großen Anstieg bei riskantem Konsum. Gesundheitliche Notfälle im Zusammenhang mit Cannabis sind selten. Und bemerkenswert: 88 Prozent der Erwachsenen, die Cannabis konsumieren, kaufen legal produziertes Cannabis, lassen es sich verschreiben oder bauen es selber an. Das zeigt, dass die Bereitschaft da ist, den legalen Weg zu gehen. Die Unternehmensperspektive: Geduld als Tugend Für Unternehmen ist Deutschland ein zweischneidiges Schwert. Das Potenzial ist enorm: Mit über 80 Millionen Einwohnern, einem robusten Gesundheitssystem und einer zunehmend aufgeschlossenen Bevölkerung ist Deutschland der wichtigste europäische Markt. Analysten schätzen das Marktpotenzial für medizinisches Cannabis in Deutschland bis 2030 auf bis zu 3 Milliarden Euro. Der gesamteuropäische Markt könnte dabei ein Vielfaches davon erreichen, wobei Prognosen stark variieren – von konservativen 10 Milliarden Euro bis zu optimistischen 45 Milliarden Euro, je nach Geschwindigkeit der Legalisierung in anderen EU-Ländern. Doch die regulatorischen Hürden sind hoch, die Bürokratie ist langsam – und die politische Unsicherheit bleibt.
B
Bauernopfer, 25.01.2026 18:15 Uhr
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HKCM: Das Paradox des Erfolgs: Wenn Nachfrage zum Problem wird Doch dann kommen die schlechten Nachrichten, und die haben es in sich: Die Gesamtnachfrage nach Cannabis in Deutschland wird für 2024 auf 670 bis 823 Tonnen geschätzt. Für normale Konsumenten gibt es keinen legalen Markt wie in Kanada – nur Vereinsmitgliedschaften oder medizinisches Cannabis mit Rezept. Wer nicht in einem Verein Mitglied ist oder kein Rezept hat, bleibt auf den Schwarzmarkt angewiesen. Von dieser Menge werden nur neun bis 13 Prozent durch medizinisches Cannabis gedeckt, während Anbauvereinigungen – das Herzstück des deutschen Legalisierungsmodells – weniger als 0.1 Prozent beitragen. Der Rest? Eigenanbau zu Hause und der Schwarzmarkt. Sie haben richtig gelesen: Der Schwarzmarkt bleibt der dominierende Akteur. Die Hoffnung, dass die Legalisierung den illegalen Handel austrocknen würde, hat sich als Illusion erwiesen. Der Schwarzmarkt schrumpft zwar langsam, aber er ist widerstandsfähig. Zum Vergleich: In Kanada dauerte es vier Jahre, bis der legale Marktanteil auf 78 Prozent stieg. Deutschland steht erst am Anfang dieses Marathons. Die Gründe für die Resilienz des Schwarzmarktes sind vielfältig: günstigere Preise, größere Auswahl, keine bürokratischen Hürden und eine etablierte Infrastruktur. Hinzu kommt: Für normale Konsumenten gibt es keinen legalen Markt wie in Kanada – nur Vereinsmitgliedschaften oder medizinisches Cannabis mit Rezept. Wer nicht in einem Verein Mitglied ist oder kein Rezept hat, bleibt auf den Schwarzmarkt angewiesen. Schauen wir rüber in die Medizin: Die Nachfrage nach medizinischem Cannabis ist explodiert. Im zweiten Quartal 2025 wurden über 43 000 Kilogramm importiert, im gesamten Jahr 2024 waren es fast 73 000 Kilogramm. Die Zahl der Verschreibungen ist um satte 1000 Prozent gestiegen. Dieser Boom hat das System überfordert. Die für das gesamte Jahr 2025 vorgesehene Importquote von 122 Tonnen war bereits im September erschöpft. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zog die Notbremse: Statt neue Importlizenzen zu vergeben, verhängte es einen sofortigen Stopp – ein paradoxer Schritt, der die Versorgungslücke eher verschärfte als zu lösen. Deutschland importierte im zweiten Quartal 2025 über 43 Tonnen medizinisches Cannabis – ein Rekordwert, der die Jahresquote bereits im September erschöpfte. Die Grafik zeigt die Steigerung der Importe. (Quelle: International CBC, BfArM) Stellen Sie sich vor, Sie sind Schmerzpatient und haben endlich ein Rezept für medizinisches Cannabis bekommen. Sie gehen zur Apotheke – und die kann nicht liefern, weil die Importquote erschöpft ist. Oder Sie sind ein Unternehmen wie Tilray, das mit einer Produktionsanlage in Neumünster Millionen investiert hat, um den deutschen Markt zu bedienen. Sie sitzen auf einer Goldgrube, dürfen aber nur mit dem Teelöffel schürfen, weil die Bürokratie nicht hinterherkommt.
B
Bauernopfer, 25.01.2026 18:14 Uhr
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HKCM: Die Rescheduling-Frage: Wann, nicht ob Die Frage ist nicht, ob das Rescheduling kommt, sondern wann – und wer bis dahin noch im Geschäft ist. Die Neueinstufung von Cannabis von Schedule I (keine medizinische Verwendung, hohes Missbrauchspotenzial) auf Schedule III (anerkannte medizinische Verwendung, moderates Missbrauchspotenzial) würde die Branche transformieren. Unternehmen könnten normale Steuerabzüge geltend machen, was ihre Profitabilität verbessern würde. Banken könnten ohne Angst vor Bundesverfolgung mit Cannabis-Unternehmen arbeiten. Und die Stigmatisierung würde weiter abnehmen. Doch das Rescheduling allein wird nicht ausreichen, um alle Herausforderungen zu lösen. Cannabis würde immer noch eine kontrollierte Substanz bleiben, ähnlich wie verschreibungspflichtige Opioide. Die FDA-Regulierung würde sich verschärfen, was für kleinere Unternehmen eine zusätzliche Belastung darstellen könnte. Und die Frage der bundesstaatlichen Legalisierung für den Freizeitkonsum bliebe unbeantwortet. Rescheduling ist ein wichtiger Schritt, aber es ist nur ein Schritt auf einem langen Weg. Die Lektion für 2025 ist klar: Die Abhängigkeit von politischen Ankündigungen ist ein zweischneidiges Schwert. Sie können Kurse treiben, aber auch genauso schnell wieder abstürzen lassen. Für Anleger bedeutet dies, dass eine genaue Analyse wichtiger ist, denn je. Zugang zu unseren Analysen mitsamt allen Zielzonen und potenziellen Szenarien erhalten Sie hier. Unternehmen mit starken Bilanzen, diversifizierten Einnahmequellen und internationaler Präsenz sind besser gerüstet, um die politischen Stürme zu überstehen. Deutschland: Wenn der Musterschüler an der eigenen Gründlichkeit scheitert Wenn die USA der wilde Westen des Cannabis-Marktes sind, dann ist Deutschland der Musterschüler, dessen akribische Planung an der Realität scheitert – doch paradoxerweise werden immerhin die Schutzziele erreicht. Die Teillegalisierung, die am 1. April 2024 in Kraft trat, sollte ein Modellprojekt werden: kontrolliert, sicher, mit Jugendschutz und Schwarzmarktbekämpfung im Fokus. Die erste offizielle Evaluierung, der Ekocan-Bericht, welcher im September 2025 veröffentlicht wurde, offenbart ein akribisch geplantes, bürokratisch perfektes System – das an der Realität gescheitert ist. Beginnen wir mit den guten Nachrichten: Die größte Sorge der Legalisierungsgegner, eine Welle jugendlicher Kiffer, ist ausgeblieben. Im Gegenteil: Der Cannabiskonsum bei Minderjährigen ist seit 2019 rückläufig und dieser Trend hat sich nach der Legalisierung fortgesetzt. Etwa 40 bis 43 Prozent der Jugendlichen geben an, Cannabis sei "leicht erhältlich" – ein Wert, der sich seit der Legalisierung nicht verändert hat. Das Alter des Erstkonsums liegt stabil bei 15 bis 16 Jahren, und nur etwa zehn Prozent der jugendlichen Konsumenten zeigen riskantes Verhalten mit täglichem oder fast täglichem Konsum. Unbeabsichtigte Vergiftungen bei Kindern sind extrem selten, und die Zahl der Kindeswohlmeldungen im Zusammenhang mit Cannabis ist sogar gesunken. Für die Befürworter der Legalisierung ist dies ein klarer Sieg: Die Apokalypse ist ausgeblieben.
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TG716, 25.01.2026 18:06 Uhr
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Hat jemand das HKCM Paket und kann speziell was zum Chart sagen von Canopy .. was die Prognose bei denen aktuell ist?
B
Bauernopfer, 25.01.2026 18:03 Uhr
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HKCM: Der Trump-Effekt: Wenn ein Post mehr wiegt als ein Quartalsbericht Im letzten Jahr zeigt der Cannabis-Sektor ein altes Prinzip in Reinform: Politik bewegt Kurse schneller als Bilanzen. Im Wahlkampf 2024 klang Trumps Linie zunächst wie ein Rückenwindpaket für die Branche: Er unterstützte öffentlich die Neueinstufung von Cannabis von Schedule I auf Schedule III (eine Neuklassifizierung, die Cannabis als weniger gefährlich einstuft), befürwortete das Florida-Amendment für den Freizeitkonsum und sprach sich für das "Safe Banking" für Cannabis-Unternehmen aus. Der Markt hat daraus ein Basisszenario abgeleitet: Entlastung auf Bundesebene, weniger regulatorischer Gegenwind, bessere Finanzierungsbedingungen. Die Umsetzung blieb deutlich hinter dieser Erwartung zurück. Der DEA-Rescheduling-Prozess, der bereits unter der Biden-Administration im August 2023 angestoßen wurde, hängt weiterhin in der Schwebe. Im August 2025 verkündete Donald Trump vollmundig, eine Entscheidung stehe "in wenigen Wochen" bevor. Monate später, im Oktober, hatte sich die Situation nicht wesentlich verändert. Stattdessen wird der Prozess politisch und institutionell ausgebremst: Republikanische Kongressabgeordnete blockieren Fortschritte, das Justizministerium hält sich bedeckt, die Drogenbehörde verliert sich in Verfahren und Zuständigkeiten und das Gesundheitsministerium verweist bei Nachfragen formal an das Justizministerium. Das Ergebnis ist ein politisches Fegefeuer, in dem die gesamte Branche schmort. Dann kam der 29. September 2025. An diesem Tag teilte Donald Trump auf seiner Social-Media-Plattform ein Video, das die Vorzüge von CBD für ältere Menschen anpries. Was folgte, war eine Erleichterungsrallye: Trumps Ankündigung führte zu einer kurzfristigen Aufwärtsbewegung. Tilray schoss um 50 Prozent in die Höhe, Curaleaf um 30 Prozent, Green Thumb Industries um 20 Prozent. Der gesamte Sektor, gemessen am AdvisorShares Pure US Cannabis ETF (MSOS), stieg um 25 Prozent – der stärkste Anstieg seit 2022. Für einen kurzen Moment schien die Erlösung greifbar nah. Doch wie ein Rausch, der zu schnell kommt, verflüchtigte sich auch diese Euphorie rasch. Ohne konkrete politische Schritte, ohne echte regulatorische Veränderungen, gaben viele Aktien ihre Gewinne in den darauffolgenden Wochen wieder ab. Cronos und Canopy Growth fielen besonders stark zurück. Und dann, am 18. Dezember 2025, kam endlich ein konkretes Signal. Trump unterzeichnete eine Executive Order, die das Justizministerium anweist, den Rescheduling-Prozess von Schedule I auf Schedule III beschleunigt abzuschließen. Das bedeutet nicht, dass Cannabis ab morgen legal ist – der reguläre Regelungsprozess muss durchlaufen werden. Doch zum ersten Mal seit Monaten gibt es mehr als nur Posts und Andeutungen. Es gibt eine offizielle Anweisung.
B
Bauernopfer, 25.01.2026 17:59 Uhr
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Von HKCM: Die zweite Welle der grünen Revolution Im Jahr 2025 wurde der Cannabis-Sektor weniger von Erwartungen als von Rahmenbedingungen geprägt. Kapital ist teurer geworden, Regulierung bleibt fragmentiert und die Preissetzung ist in vielen Segmenten härter als die meisten Geschäftspläne es je vorgesehen haben. Genau diese Kombination zwingt die Branche zu dem, wovor sie jahrelang ausweichen konnte: betriebliche Disziplin. Deshalb endet die Hype-Phase nicht in einem Knall, sondern in einer Selektion. Aus dem Goldrausch wird ein Markt, in dem Geschäftsmodelle liefern müssen: Margen, Distribution, Compliance, Skalierung. Wer noch vor fünf Jahren über Visionen finanziert wurde, muss heute über Prozesse, Bilanzqualität und belastbare Nachfragekanäle überleben. Die zentrale Trennlinie verläuft dabei nicht zwischen Befürwortern und Gegnern von Cannabis, sondern zwischen zwei Nachfrageformen. Auf der einen Seite steht wiederkehrende, regulierte Nachfrage, die über medizinische Kanäle, standardisierte Produkte und etablierte Vertriebswege läuft. Auf der anderen Seite steht Nachfrage, die stark von Schlagzeilen, Stimmungswechseln und politischen Ereignissen abhängig bleibt. 2025 war deshalb weniger ein Wachstumsjahr als ein Sortierjahr: Wer skalieren kann, gewinnt Zeit. Wer auf Katalysatoren angewiesen ist, bleibt volatil. Auch die Größenordnung unterstreicht, dass es längst nicht mehr um ein Randthema geht. Der globale Cannabis-Markt wird für 2025 auf knapp $73 Milliarden geschätzt und soll bis 2030 auf über $125 Milliarden wachsen – bei einer jährlichen Wachstumsrate von 11.5 Prozent. Entscheidend ist dabei weniger die absolute Zahl als die Richtung: Der Markt wächst zweistellig – trotz regulatorischer Reibung. Das spricht für einen strukturellen Übergang mit planbareren Umsatzströmen. Das ist kein Hype-Umfeld mehr. Das ist Industrialisierung unter Stressbedingungen. Dieser Sonderbericht verdichtet fünf Entwicklungen, die 2025 geprägt haben und 2026 weiter nachwirken: Politik als Volatilitätsmotor, Deutschland/Europa als Markt im Aufbau, der Konsumenten-Shift hin zu standardisierten Produktformen, Cannabis-Getränke als neuer Verteilkanal – und medizinische Evidenz als möglicher Legitimationshebel. Nicht jede dieser Spuren wird linear laufen. Aber zusammen zeigen sie, warum die zweite Welle weniger spektakulär wirkt und gleichzeitig strategisch relevanter ist.
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Hihojo100, 25.01.2026 13:10 Uhr
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Es bleibt spannend. Kann in beide Richtungen knallen bald.
marlehne
marlehne, 25.01.2026 12:11 Uhr
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No Risk... no Profit... Die Welt gehört den Mutigen... Ich persönlich finde, dass, wer an der Börse spekuliert, sich selbst im Klaren darüber zu sein hat, was man bereit ist zu verlieren... und das kann auch mit Aktien von renomierten Unternehmen geschehen... VW, Benz, ... Viele erholen sich wieder... braucht eben Zeit. Wenn jemand hier im Forum über solche Risiken informiert werden muss!!... dann ist es eh meist zu spät. Außerdem ist es nicht unsere Aufgabe... 🤷‍♂️😏 Informieren... Spionieren... Akkumulieren... Spekulieren... Gewinnen oder Verlieren...
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TG716, 25.01.2026 10:17 Uhr
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Irgendwo hat er aber recht, man sollte schon sehen, wie sehr man hier investiert ist. Sollte im Gleichgewicht stehen. Solche Aktien fallen auch plötzlich noch einmal 30% und wenn man nicht zu sehr investiert ist, tut es auch nicht weh.
Themis666
Themis666, 25.01.2026 10:10 Uhr
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So ist es, nur Rosa-Brille-Kommentare. Kein Risikomanagement überhaupt. Nur reine Gier

Aber wird sind dir sehr sehr dankbar das du deine kostbare Zeit opferst uns zu warnen und vor einem Totalverlust zu bewahren.... So, und jetzt scheich di ins nächste Forum...
H
Hihojo100, 25.01.2026 9:55 Uhr
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wird werden weiter verascht

Denke diesmal nicht.
S
Sabbat, 25.01.2026 9:39 Uhr
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wird werden weiter verascht
S
Sabbat, 25.01.2026 9:38 Uhr
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Es sollte auch schon vor einem Jahr kommen und im Herbst sollte Banking Act verabschiedet werden, alles sollte nicht wird
DrakoMalfoy
DrakoMalfoy, 25.01.2026 0:28 Uhr
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Wegen dem rescheduling. Sollte bis ende Januar ja eigentlich kommen

Ich hoffe einfach nur, das da nicht wieder irgendetwas schief läuft und der Mist zum 100sten mal verschoben wird
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