Canopy Hauptforum WKN: A3E2FV ISIN: CA1380357048 Forum: Aktien User: Marindigo

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TG716, 25.01.2026 23:02 Uhr
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Danke, gern geschehen. Ich denke das sind für viele hier interessante Informationen. Einiges habe ich sogar weggelassen, wie spezifische Infos zu Cannabis-Aktien, die nicht CGC betreffen.

👍🏼 hast du von denen eine Chart Analyse zu Canopy ?
marlehne
marlehne, 25.01.2026 22:13 Uhr
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Danke, gern geschehen. Ich denke das sind für viele hier interessante Informationen. Einiges habe ich sogar weggelassen, wie spezifische Infos zu Cannabis-Aktien, die nicht CGC betreffen.

Wer's jetzt immer noch nicht verstanden hat, dem ist nicht mehr zu helfen... bin es inzwischen leid, ständig wieder positive Infos zu posten und als "psychologische Betreuung" zu fungieren...
B
Bauernopfer, 25.01.2026 22:06 Uhr
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@Bauernopfer ... du bist verrückt... aber gründlich... gefällt mir 😁

Danke, gern geschehen. Ich denke das sind für viele hier interessante Informationen. Einiges habe ich sogar weggelassen, wie spezifische Infos zu Cannabis-Aktien, die nicht CGC betreffen.
marlehne
marlehne, 25.01.2026 19:39 Uhr
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@Bauernopfer ... du bist verrückt... aber gründlich... gefällt mir 😁
B
Bauernopfer, 25.01.2026 18:29 Uhr
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HKCM: Fazit: Vom Hype zur Reife – und was das bedeutet Die Cannabis-Industrie des Jahres 2025 ist kaum wiederzuerkennen im Vergleich zu jener von 2012, als Colorado und Washington als erste Bundesstaaten den Mut hatten, Cannabis für den Freizeitkonsum zu legalisieren. Aus dem wilden Westen ist ein komplexes Ökosystem geworden, in dem Politik, wissenschaftliche Validierung, Generationen-Marketing und Produktinnovation über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Die Branche hat ihre Unschuld verloren – und damit auch ihre Eindimensionalität. Die fünf Entwicklungen, die wir in diesem Bericht beleuchtet haben, sind Symptome einer tiefgreifenden Transformation. Der Trump-Effekt zeigt, dass die politische Unsicherheit weiterhin ein dominierender Faktor ist, aber auch, dass Diversifizierung und internationale Expansion Wege sind, um diese Unsicherheit zu managen. Deutschland zeigt, dass selbst gut gemeinte Regulierung scheitern kann, wenn sie nicht mit der Realität des Marktes Schritt hält. Die Gen Z-Revolution wiederum verdeutlicht, dass die Zukunft der Branche nicht bei den alten Klischees liegt, sondern bei Wellness, Transparenz und Authentizität. Cannabis-Getränke zeigen hingegen, dass die Branche in der Lage ist, etablierte Industrien zu ändern und neue Märkte zu schaffen. Und medizinischer Cannabis offenbart, dass die ultimative Legitimation nicht durch Politik, sondern durch Wissenschaft kommt. Was bedeutet das für die Zukunft? Die zweite Welle der grünen Revolution wird differenzierter, professioneller und – paradoxerweise – spannender sein als die erste. Denn nun geht es nicht mehr um die grundsätzliche Legitimität von Cannabis, sondern um die Frage, wie eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit ihren Platz in der modernen Welt findet. Die Antworten, die nun gegeben werden, werden die Branche für Jahrzehnte prägen. Für Unternehmen bedeutet dies: Wer überleben will, muss strategisch denken, operativ exzellent sein und die Fähigkeit haben, sich schnell anzupassen. Wer erfolgreich sein will, muss mehr tun: Er muss die Werte seiner Kunden teilen, die Wissenschaft ernst nehmen und den Mut haben, neue Wege zu gehen. Die Cannabis-Industrie ist erwachsen geworden. Und wie bei jedem Erwachsenwerden gibt es Schmerzen, Rückschläge und Momente des Zweifels. Doch es gibt auch Momente des Triumphs, der Erkenntnis und der Hoffnung. Die zweite Welle der grünen Revolution hat gerade erst begonnen. Und sie verspricht, aufregender zu werden als alles, was bisher kam. Aus Cannabis wird Hype-Aktien Kapital bleibt nicht stehen. Es rotiert. Und es rotiert dorthin, wo Momentum und Katalysatoren zusammenfallen. Genau deshalb wird aus dem Cannabis-Paket im nächsten Monat das Hype-Aktien-Paket. Cannabis bleibt dabei – selektiv. Gleichzeitig erweitern wir den Blick auf mehrere unabhängige Themenfelder, in denen dieselbe Mechanik wirkt: Biotech, Defense, Space, Robotics und Quantum. Unser Fokus bleibt unverändert: Klare Handelsmöglichkeiten, klare Risikologik. Nur die Spielfläche wird größer. Mehr dazu in Kürze.
B
Bauernopfer, 25.01.2026 18:28 Uhr
1
HKCM: Cronos Group: Die Biotech-Revolution Cronos Group verfolgt einen anderen, ebenso faszinierenden Ansatz. Statt Cannabis anzubauen, setzt Cronos auf die Fermentation von Cannabinoiden. Durch biotechnologische Prozesse können spezifische Cannabinoide in großen Mengen und hoher Reinheit produziert werden, ohne auf Anbauflächen angewiesen zu sein. Diese Technologie könnte die Produktion von medizinischem Cannabis revolutionieren und die Kosten drastisch senken. Die Fermentation funktioniert ähnlich wie die Produktion von Insulin oder anderen Biopharmazeutika. Mikroorganismen (meist Hefe oder Bakterien) werden genetisch so verändert, dass sie Cannabinoide produzieren. Diese Methode ist skalierbar, konsistent und unabhängig von Wetter, Schädlingen oder regulatorischen Beschränkungen für den Anbau. Cronos ist damit kein Cannabis-Unternehmen im traditionellen Sinne, sondern ein Biotech-Unternehmen mit Fokus auf Cannabis – eine Positionierung, die langfristig sehr wertvoll sein könnte. Cronos hat Partnerschaften mit Ginkgo Bioworks, einem führenden Biotech-Unternehmen, geschlossen, um diese Technologie weiterzuentwickeln. Wenn es gelingt, seltene oder schwer zu produzierende Cannabinoide wie CBG, CBN oder THCV in großen Mengen herzustellen, könnte Cronos zu einem wichtigen Lieferanten für die Pharmaindustrie werden. Die Herausforderungen sind dennoch groß. Die Entwicklung eines zugelassenen Medikaments ist langwierig, teuer und riskant. Es kann zehn Jahre und Hunderte Millionen Dollar kosten, ein Medikament von der präklinischen Forschung bis zur Marktreife zu bringen. Viele Kandidaten scheitern auf dem Weg. Doch die Belohnungen sind entsprechend hoch: Patentschutz, Exklusivität, hohe Margen und ein stabiler, wachsender Markt. Die Cannabisbranche steht vor einer strategischen Weichenstellung. Auf der einen Seite der schnell wachsende, aber volatile Freizeitmarkt mit niedrigen Margen und intensivem Wettbewerb. Auf der anderen Seite der langsam wachsende, aber hochprofitable medizinische Markt mit wissenschaftlicher Validierung und regulatorischer Akzeptanz. Einige Unternehmen werden versuchen, in beiden Welten zu spielen. Andere werden sich spezialisieren. Die Gewinner werden jene sein, die ihre Stärken kennen und konsequent verfolgen. Medizinisches Cannabis ist nicht neu – es gibt bereits zugelassene Medikamente. 2025 zeigt jedoch einen Wendepunkt: Die Branche wächst und die klinische Akzeptanz nimmt zu. Die Evidenz ist da, die Patienten sind da, und die Nachfrage ist da. Jetzt müssen die Unternehmen liefern. Und für jene, die es schaffen, wartet nicht nur finanzieller Erfolg, sondern auch die Genugtuung, Millionen von Menschen geholfen zu haben.
B
Bauernopfer, 25.01.2026 18:26 Uhr
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HKCM: Medizinisches Cannabis: Die Erlösung durch Evidenz Jede Branche erreicht einen Punkt, an dem sie vom Glauben zur Wissenschaft übergeht. Für medizinisches Cannabis ist dieser Moment im Jahr 2025 gekommen. Nach Jahrzehnten der Stigmatisierung, der rechtlichen Grauzone und der wissenschaftlichen Vernachlässigung hat Cannabis den Sprung in die evidenzbasierte Medizin geschafft. Und dieser Sprung könnte die gesamte Branche verändern. Der Wendepunkt kam im September 2025 mit der Veröffentlichung von Phase-III-Studienergebnissen im renommierten Fachjournal Nature Medicine. Die Studien untersuchten die Wirksamkeit von VER-01, einem Vollspektrum-Cannabisextrakt des Unternehmens Vertanical, bei chronischen Rückenschmerzen (CLBP). Die Ergebnisse waren bemerkenswert: Cannabis war nicht nur wirksam, sondern übertraf Opioide in Bezug auf Schmerzlinderung und Schlafqualität – bei deutlich weniger Nebenwirkungen. Für die Millionen von Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden und für die Opioide entweder nicht wirken oder zu gefährlich sind, ist dies eine lebensverändernde Nachricht. Diese Studien sind ein wichtiger Schritt für die wissenschaftliche Anerkennung von Cannabis. Die USA befinden sich seit Jahren in einer Opioid-Krise, die jährlich Zehntausende Menschenleben fordert. Über 100 000 Amerikaner sterben jedes Jahr an Opioid-Überdosierungen. Chronische Schmerzen sind einer der Hauptgründe für Opioid-Verschreibungen, und viele Patienten werden abhängig. Cannabis bietet eine Alternative, die nicht nur wirksam, sondern auch sicherer ist. Es gibt keine dokumentierten Todesfälle durch Cannabis-Überdosierung. Zum ersten Mal wurde in methodisch sauberen, großangelegten, placebokontrollierten Studien nachgewiesen, dass Cannabis nicht nur eine Alternative, sondern in bestimmten Indikationen eine überlegene Option ist. Dies ist der Schlüssel zur Integration von Cannabis in die Schulmedizin. Ärzte, die bisher zögerten, Cannabis zu verschreiben, haben nun durch diese neuen Studien und klinische Nachweise eine stärkere Grundlage. Krankenkassen, die die Erstattung verweigerten, müssen ihre Position überdenken. Regulierungsbehörden, die Cannabis als Medikament zweiter Klasse behandelten, müssen anerkennen, dass die Evidenz da ist. Die Forschungsschwerpunkte sind breit gefächert. Neben chronischen Schmerzen, insbesondere neuropathischen Schmerzen, wird die Anwendung von Cannabis bei Angststörungen, Schlafstörungen, Epilepsie und Multipler Sklerose untersucht. Die University of California San Diego (UCSD) hatte 2025 sieben laufende klinische Studien zu Cannabis, sechs davon sind offen für Teilnehmer. Der Fokus liegt auf den Gehirnmechanismen der Cannabis-induzierten Schmerzlinderung, ein Bereich, der bisher kaum verstanden wurde. Der globale medizinische Cannabis-Markt wächst mit einer beeindruckenden Rate von 22.9 Prozent jährlich und wird bis 2033 ein Volumen von über 100 Milliarden Dollar erreichen. Die wissenschaftliche Validierung treibt das Wachstum. (Quelle: Market Data Forecast 2025) Die University of Michigan erhielt 7.4 Millionen Dollar für eine Studie zu CBD und medizinischem Cannabis bei chronischen Schmerzen bei Veteranen. Diese Studie ist besonders wichtig, da Veteranen überproportional von chronischen Schmerzen und PTSD betroffen sind und oft auf Opioide angewiesen sind. Wenn Cannabis hier eine wirksame Alternative bietet, könnte dies Tausenden von Veteranen helfen und gleichzeitig die Opioid-Abhängigkeit reduzieren. Es gibt auch innovative Entwicklungen jenseits von Cannabis selbst. Forscher haben CBD-ähnliche Verbindungen aus Kümmel entwickelt, die bei Epilepsie effektiver sind als CBD und ohne die negativen Gehirneffekte auskommen. Anebulo Pharmaceuticals hat mit Selonabant ein intravenöses Antidot entwickelt, das akute Cannabis-induzierte Toxizität behandeln kann – ein wichtiger Schritt für die Sicherheit, insbesondere bei unbeabsichtigten Überdosierungen bei Kindern oder unerfahrenen Konsumenten.
B
Bauernopfer, 25.01.2026 18:24 Uhr
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Canopy Growth 1W-Chart: Laut Analyse erwarten wir Rekordhochs. HKCM: Canopy Growth hat mit seiner Marke "Tweed" und anderen Produkten bereits einen Fuß in der Tür des Getränkemarktes. Die Frage ist, ob sich diese frühe Investition auszahlt. Die Kursentwicklung von Canopy war volatil, und das Unternehmen kämpft mit Profitabilität. Doch die strategische Wette auf Getränke könnte sich langfristig als klug erweisen. Auch Tilray Brands hat ein diversifiziertes Portfolio, das Getränke umfasst, und profitiert von seiner Erfahrung im Bier- und Spirituosengeschäft. Tilray hat in den letzten Jahren mehrere Craft-Bier-Marken übernommen, darunter SweetWater Brewing Company und Montauk Brewing Company. Diese Akquisitionen geben Tilray nicht nur Zugang zu Vertriebskanälen, sondern auch zu Know-how in der Getränkeproduktion. Tilray ist damit einzigartig positioniert, um Cannabis-Getränke zu entwickeln und zu vermarkten. Die Technologie hinter dem Buzz: Nanoemulsion Die Produktinnovation in diesem Segment ist rasant. Es gibt mittlerweile THC-Seltzers, Cannabis-Limonaden, infundierte Tees, Kaffees und sogar Weine. Die Geschmacksprofile reichen von fruchtig bis herb, von süß bis würzig. Die Verpackungen sind elegant und könnten problemlos neben Premium-Limonaden oder Craft-Bieren stehen. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelange Arbeit an den Formeln, die stabil, schmackhaft und wirkungsvoll sind. Die technologische Herausforderung bei Cannabis-Getränken liegt in der Emulsifikation. THC ist nämlich fettlöslich, nicht wasserlöslich. Durch Nanoemulsions-Technologie wird THC in winzige Partikel zerlegt (oft kleiner als 100 Nanometer), die sich gleichmäßig in der Flüssigkeit verteilen und vom Körper schneller aufgenommen werden. Diese Technologie ist der Schlüssel zum Erfolg von Cannabis-Getränken, und Unternehmen, die sie beherrschen, haben einen klaren Wettbewerbsvorteil. Die Nanoemulsion hat noch einen weiteren Vorteil: Sie ermöglicht einen schnelleren Wirkungseintritt. Traditionelle Edibles können 60 bis 90 Minuten brauchen, bis die Wirkung einsetzt, weil das THC erst im Verdauungstrakt aufgenommen werden muss. Bei nanoemulgierten Getränken beginnt die Aufnahme bereits im Mund und im Magen, was zu einem Wirkungseintritt von 15 bis 30 Minuten führt. Das macht Cannabis-Getränke weitaus zugänglicher und vergleichbarer mit Alkohol. Die regulatorische Landschaft ist jedoch komplex. In den USA sind hemp-derived THC-Getränke (also Getränke, die THC aus Hanf und nicht aus Cannabis gewinnen) in vielen Bundesstaaten legal, auch in solchen, die Cannabis noch nicht vollständig legalisiert haben. Diese Grauzone basiert auf dem Farm Bill von 2018, der Hanf (definiert als Cannabis mit weniger als 0.3 Prozent THC) legalisierte. Durch chemische Prozesse kann aus CBD, das in Hanf reichlich vorhanden ist, Delta-9-THC synthetisiert werden – das gleiche THC, das in Cannabis vorkommt. Diese Grauzone hat das Wachstum des Marktes beschleunigt, birgt aber auch Risiken. Eine bundesweite Klarstellung der Rechtslage ist notwendig, um Planungssicherheit zu schaffen – ob sie den Markt wachsen lässt oder einschränkt, hängt von der konkreten Ausgestaltung ab. Die DEA und die FDA haben bisher keine klare Position bezogen, was zu Unsicherheit führt. Einige Bundesstaaten haben begonnen, aus Hanf gewonnene THC-Produkte zu regulieren oder zu verbieten, was die Komplexität weiter erhöht. Die Lektion für 2025 ist auch hier klar: Cannabis-Getränke sind keine Modeerscheinung, sondern ein potenziell struktureller Wandel im Getränkemarkt. Sie sprechen eine neue Generation von Konsumenten an, die bewusster, gesundheitsorientierter und offener für Alternativen ist. Für Unternehmen ist dies eine riesige Chance, aber auch ein Wettlauf gegen die Zeit. Wer jetzt die richtigen Produkte, die richtige Technologie und die richtigen Partnerschaften hat, kann zu den Gewinnern dieser stillen Revolution gehören.
B
Bauernopfer, 25.01.2026 18:23 Uhr
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HKCM: Die "Sober Curious"-Bewegung: Ein kultureller Wandel Doch es geht nicht nur um Zahlen, sondern um einen fundamentalen Wandel im Konsumverhalten. Die "Sober Curious"-Bewegung, also Menschen, die bewusst ihren Alkoholkonsum reduzieren oder ganz darauf verzichten, wächst rasant. Besonders die Gen Z und Frauen führen diesen Trend an. Die Gründe sind vielfältig: Gesundheitsbewusstsein, der Wunsch nach Kontrolle, die Vermeidung von Katern und die Suche nach Alternativen, die Entspannung bieten, ohne die negativen Folgen von Alkohol. Cannabis-Getränke bieten genau das. Sie enthalten typischerweise 5 bis 10 Milligramm THC, eine Dosis, die eine sanfte Entspannung und soziale Lockerheit bietet, ohne zu intensiv zu sein. Die Wirkung setzt schneller ein als bei traditionellen Edibles (oft innerhalb von 15 bis 30 Minuten), ist aber kontrollierter als beim Rauchen oder Vapen. Für viele ist es die perfekte Alternative zum Feierabendbier. Die Konsumentendaten sind beeindruckend. Fast 80 Prozent der Menschen, die Cannabis-Getränke konsumieren, geben an, ihren Alkoholkonsum reduziert zu haben. Ein Fünftel hat Alkohol komplett aufgegeben. Über 33 Prozent trinken mindestens ein THC-Getränk pro Woche, 45 Prozent sogar mindestens drei. Der bevorzugte Konsumort ist zu Hause (67 Prozent), was zeigt, dass Cannabis-Getränke nicht nur ein Party-Produkt sind, sondern Teil des Alltags werden. Die Generationenverschiebung ist real: 69 Prozent der 18- bis 24-Jährigen bevorzugen Cannabis gegenüber Alkohol, während dieser Anteil mit dem Alter kontinuierlich sinkt. Gen Z treibt den Paradigmenwechsel im Substanzkonsum. (Quelle: Bloomberg, New Frontier Data 2022) Der Target-Moment: Cannabis im Mainstream Der Durchbruch in den Mainstream kam im Oktober 2025, als die US-Einzelhandelskette Target ankündigte, THC-Getränke in zehn ausgewählten Filialen zu testen. Target ist kein Headshop (ein auf Cannabisprodukte spezialisierter Shop), sondern ein Symbol des amerikanischen Mittelstands. Wenn Target Cannabis-Getränke verkauft, ist das ein Zeichen, dass die Stigmatisierung endgültig überwunden ist. Andere große Einzelhändler werden folgen, und damit wird die Verfügbarkeit und Sichtbarkeit von Cannabis-Getränken exponentiell steigen. Dieser Schritt ist nicht zu unterschätzen. Target hat über 1900 Filialen in den USA und bedient Millionen von Kunden täglich. Wenn nur ein Bruchteil dieser Kunden Cannabis-Getränke ausprobiert, sprechen wir von einem massiven Marktpotenzial. Und Target ist nicht allein: Berichten zufolge testen auch andere große Ketten wie Whole Foods und Trader Joe's den Verkauf von Hanf-basierten THC-Produkten. Die Alkoholindustrie schlägt zurück – oder nicht? Für die Alkoholindustrie ist dies ein strategisches Dilemma. Ignorieren sie den Trend, riskieren sie, eine ganze Generation von Konsumenten zu verlieren. Steigen sie ein, müssen sie sich in einem regulatorisch komplexen und noch unreifen Markt bewegen. Einige haben bereits den Sprung gewagt. Constellation Brands, der Konzern hinter Corona Bier, investierte bereits 2018 Milliarden in Canopy Growth und ist seitdem einer der größten Aktionäre. Diese Partnerschaft war ein klares Signal: Die Getränkegiganten nehmen Cannabis ernst. Doch die Partnerschaft war nicht ohne Probleme. Canopy Growth kämpfte jahrelang mit Profitabilität, und Constellation musste Milliarden an Abschreibungen hinnehmen. Trotzdem hält Constellation an der Investition fest, ein Zeichen dafür, dass sie langfristig an das Potenzial von Cannabis-Getränken glauben. Nicht nur Constellation, sondern auch wir erwarten laut unserer Analyse noch einiges an Wachstum für die Aktie von Canopy Growth. Derzeit sollte sich der Titel in der grünen Welle [3] befinden, welche sich noch bis in unsere rote Short-Zielzone zwischen $1318 und $1819 ausrollen dürfte. Zur Einordnung der möglichen Dimension dieses Wachstums sollte die besagte Welle [3] Anstiege von über 35 000 Prozent auslösen.
B
Bauernopfer, 25.01.2026 18:22 Uhr
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HKCM: Cannabis als soziale Gerechtigkeitsfrage Die politische Dimension der Gen Z-Revolution sollte nicht unterschätzt werden. Cannabis war eines der Top-Themen bei Gen Z-Wählern der US-Wahl 2024. Diese Generation setzt sich aktiv für Expungement (die Löschung von Cannabis-Vorstrafen), fairen Marktzugang für benachteiligte Gruppen und den Abbau ethnischer Ungleichbehandlungen in der Strafverfolgung ein. Sie sehen Cannabis nicht nur als Konsumgut, sondern die Legalisierung als soziale Gerechtigkeitsfrage. Die Zahlen sind erschreckend: Afroamerikaner werden in den USA fast viermal häufiger wegen Cannabis-Besitzes verhaftet als Weiße, obwohl die Konsumraten ähnlich sind. Über 40 000 Menschen sitzen in den USA wegen Cannabis-Delikten im Gefängnis. Gen Z sieht dies als moralisches Versagen und fordert Veränderung. Unternehmen, die diese Werte teilen und aktiv unterstützen – etwa durch Social Equity-Programme, die Minderheiten den Einstieg in die Branche erleichtern – gewinnen nicht nur Kunden, sondern Botschafter. Cannabis-Tourismus ist ein weiterer wachsender Markt, der stark von Gen Z getrieben wird. Dispensaries in Kalifornien, Nevada und New York sind zu Erlebnis-Hubs geworden, die Cannabis-Touren, Infused-Dining-Events und Workshops anbieten. Dabei geht es nicht nur darum, Cannabis zu konsumieren, sondern um die Kultur, die Produktion und die Vielfalt der Branche zu erleben. Es ist Bildung, Unterhaltung und Konsum in einem. In Kalifornien bieten Unternehmen wie Cultivated Tours mehrtägige Cannabis-Erlebnisse an, die Besuche in Anbauanlagen, Verkostungen und Workshops zu Themen wie Terpenen und Cannabinoiden umfassen. Diese Touren sind regelmäßig ausgebucht, und die Teilnehmer zahlen Hunderte von Dollar für das Erlebnis. Das zeigt, dass Cannabis für die Gen Z mehr ist als nur ein Produkt – es ist ein Lifestyle-Element, das mit ihren Werten verbunden ist. Die Lektion für 2025 ist klar: Gen Z ist nicht nur eine Zielgruppe, sie wird ebenso ein wichtiger Treiber für die Branche sein. Unternehmen, die ihre Werte verstehen, ihre Sprache sprechen und ihre Erwartungen erfüllen, werden den Markt dominieren. Unternehmen, die glauben, dass Cannabis-Marketing bedeutet, Reggae-Musik zu spielen und Rasta-Farben zu verwenden, werden verschwinden. Die Gen Z-Revolution ist real und hat bereits Auswirkungen auf die Branche. Cannabis-Getränke: Die stille Disruption der Alkohol-Industrie Revolutionen kündigen sich nicht immer mit Pauken und Trompeten an. Manchmal beginnen sie leise, fast unbemerkt, in den Regalen von Supermärkten und den Kühlschränken von Bars. THC-infundierte Getränke sind so eine stille Revolution. Sie sind dabei, der Alkoholindustrie Marktanteile abzujagen – und das Tempo dieser Verschiebung ist signifikant. Was vor wenigen Jahren noch eine Nische für Experimentierfreudige war, ist 2025 zu einem ernstzunehmenden Marktsegment mit Milliardenpotenzial geworden. Die Zahlen sprechen für sich. Der Markt für Cannabis-Getränke hatte 2024 ein Volumen von 1 bis 1.3 Milliarden Dollar. Für 2025 wurde ein Wachstum von 25 Prozent prognostiziert. Bis 2030 könnte der Markt konservativ geschätzt auf 3.1 Milliarden Dollar anwachsen, optimistische Prognosen sehen sogar ein Potenzial von bis zu 15 Milliarden Dollar. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 16 bis 22 Prozent, je nach Szenario. Zum Vergleich: Der globale Alkoholmarkt hat ein Volumen von über 1.5 Billionen Dollar. Selbst wenn Cannabis-Getränke nur einen Bruchteil dieses Marktes erobern, sprechen wir von einem gewaltigen Geschäft.
B
Bauernopfer, 25.01.2026 18:19 Uhr
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HKCM: Tilray Brands und Aurora Cannabis, beide mit Produktionsstätten in Europa, sind hier klar im Vorteil. Tilray betreibt eine hochmoderne Produktionsanlage in Neumünster, die jährlich Tonnen von medizinischem Cannabis liefern kann. Aurora hat Produktionsstätten in Dänemark und Deutschland und beliefert bereits Apotheken in mehreren europäischen Ländern. Diese Unternehmen können nicht nur den deutschen Markt bedienen, sondern auch andere europäische Länder, die langsam auf den Cannabis-Zug aufspringen. Polen, Tschechien, Italien und Frankreich haben alle ihre medizinischen Cannabis-Programme ausgeweitet. Die Strategie der Diversifizierung zahlt sich aus. Wer nur auf Deutschland setzt, riskiert, in den Mühlen der Bürokratie zerrieben zu werden. Wer Europa als Ganzes im Blick hat, kann die Schwächen einzelner Märkte ausgleichen. Die Lektion aus Deutschland ist klar: Gute Absichten allein reichen nicht. Man kann Cannabis nicht wie ein Ingenieursprodukt regulieren, bei dem man alle Variablen kontrollieren kann. Cannabis ist ein Markt, der von Angebot und Nachfrage getrieben wird, von kulturellen Faktoren und von der Fähigkeit der Unternehmen, schnell zu reagieren. Bis dahin bleibt der deutsche Markt ein Versprechen, das noch nicht eingelöst wurde – aber ein Versprechen, das es wert ist, darauf zu warten. Die Gen Z-Revolution Bei der Generation Z, grob Jahrgänge 1997 bis 2012, zeichnet sich im Cannabis-Markt ein Konsumwandel ab. Cannabis wird weniger als Abgrenzungs- oder Rebellionssymbol wahrgenommen und häufiger als normales Konsumgut, das in bestehende Routinen integriert wird. Damit verschiebt sich die Nachfrage weg von klassischer Blüte hin zu Formaten, die dosierbarer, diskreter und alltagstauglicher sind. Vapes, niedrig dosierte Edibles und zunehmend auch Getränke sind dafür die naheliegendsten Beispiele. Der Punkt ist nicht Romantisierung, sondern Marktmechanik. Wenn Konsum stärker in den Alltag rückt, steigen die Anforderungen an Standardisierung, Dosierung und Produktkonsistenz. Das begünstigt Anbieter, die solche Formate zuverlässig produzieren und distribuieren können. Gleichzeitig ist Vorsicht geboten bei pauschalen Zahlen und Zuschreibungen: Umfragewerte zur Legalisierungspräferenz und Wachstumsraten variieren je nach Land, Methodik und Abgrenzung. Als Trend ist jedoch erkennbar, dass jüngere Zielgruppen offener für legale Angebote sind und Produktkategorien bevorzugen, die weniger nach klassischem Cannabiskonsum aussehen. Auch die Motive verschieben sich in Teilen. Statt reinem Rausch stehen häufiger funktionale Anwendungsfälle im Vordergrund, etwa Stressreduktion, Schlaf oder Entspannung; in Einzelfällen auch Fokus. Das ist weniger eine neue Philosophie als ein Nachfrageprofil, das Produktentwicklung und Vertrieb direkt beeinflusst: Mikrodosierte Edibles im Bereich von etwa 2.5 bis 5 Milligramm THC, ausgewogenere CBD:THC-Verhältnisse sowie Vapes mit schneller Wirkung und besserer Steuerung der Dosis. Parallel steigen die Anforderungen an Transparenz und Standardisierung. Laborberichte und nachvollziehbare Qualitätsnachweise sind im legalen Markt kein Marketing-Add-on, sondern ein Vertrauensanker, gerade bei verarbeiteten Produkten. Nachhaltigkeit und Lieferkettentransparenz spielen in der Markenführung zunehmend eine Rolle, sind aber je nach Markt und Preissensitivität nicht für alle Konsumentengruppen gleich gewichtet. Entscheidend ist: Je stärker Cannabis in Richtung Konsumgüter-Logik rückt, desto mehr verschiebt sich der Wettbewerb von reiner Potenz hin zu Format, Qualitätssicherung und Distribution.
B
Bauernopfer, 25.01.2026 18:17 Uhr
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HKCM: Die Online-Verschreibungs-Kontroverse Die Gründe für den Boom sind vielfältig. Ein wesentlicher Faktor sind Online-Verschreibungen, die den Zugang zu medizinischem Cannabis erheblich erleichtert haben. Plattformen wie Algea Care, Bloomwell und CanPal haben es Patienten ermöglicht, innerhalb von Minuten ein Rezept zu erhalten, ohne jemals einen Arzt persönlich zu treffen. Für viele Patienten, insbesondere solche mit chronischen Schmerzen oder Angststörungen, war dies ein Segen. Endlich gab es einen niederschwelligen Zugang zu einer Behandlung, die ihnen helfen konnte. Doch Kritiker werfen einigen Anbietern vor, die Verschreibungen zu liberal zu handhaben und de facto als Einfallstor für den Freizeitkonsum zu dienen. Es gibt Berichte von "Rezepten in 5 Minuten" und minimalen medizinischen Prüfungen. Die deutsche Regierung sucht nun nach strengeren Regeln, um diesem Wildwuchs Einhalt zu gebieten. Doch das ist nur ein Symptom eines größeren Problems: Deutschland hat die Tür zu einem Milliardenmarkt geöffnet, aber vergessen, die Infrastruktur dafür zu schaffen. Die Preise und die Qualität des legalen Cannabis sind ein weiterer interessanter Aspekt. Eigenanbau ist die günstigste Option, gefolgt von medizinischem Cannabis, das im Durchschnitt günstiger ist als Cannabis aus Anbauvereinigungen, sozialer Versorgung oder dem Schwarzmarkt. Überraschenderweise sind die THC-Konzentrationen von Cannabis aus legalen Quellen, insbesondere bei medizinischem Cannabis, höher als auf dem Schwarzmarkt. Das widerlegt das Klischee, dass illegal gehandeltes Cannabis stärker sei. Es zeigt auch, dass der legale Markt in Sachen Qualität und Potenz durchaus konkurrenzfähig ist – wenn er denn liefern kann. Kriminalität und Gesundheit: Gemischte Signale Die Kriminalitätsstatistik liefert ebenfalls gemischte Signale. Cannabis-Delikte sind insgesamt gesunken, insbesondere konsumbezogene Straftaten. Die Polizei meldet weniger Besitzfälle – ein Effekt der neuen Regelung, die Erwachsenen bis zu 25 Gramm außerhalb ihrer Wohnung und bis zu 50 Gramm zu Hause erlaubt. Allerdings sind die Daten zu Ordnungswidrigkeiten (Bußgelder, kleinere Verstöße) noch unvollständig, und die Auswirkungen auf die organisierte Kriminalität können noch nicht bewertet werden. Es ist zu früh für ein abschließendes Urteil, aber die Tendenz ist positiv. In dem EKOCAN-Bericht unter dem Abschnitt „Gesundheitsschutz“ gibt es ebenfalls ermutigende Signale: Der Erwachsenenkonsum ist stabil geblieben, es gab keinen großen Anstieg bei riskantem Konsum. Gesundheitliche Notfälle im Zusammenhang mit Cannabis sind selten. Und bemerkenswert: 88 Prozent der Erwachsenen, die Cannabis konsumieren, kaufen legal produziertes Cannabis, lassen es sich verschreiben oder bauen es selber an. Das zeigt, dass die Bereitschaft da ist, den legalen Weg zu gehen. Die Unternehmensperspektive: Geduld als Tugend Für Unternehmen ist Deutschland ein zweischneidiges Schwert. Das Potenzial ist enorm: Mit über 80 Millionen Einwohnern, einem robusten Gesundheitssystem und einer zunehmend aufgeschlossenen Bevölkerung ist Deutschland der wichtigste europäische Markt. Analysten schätzen das Marktpotenzial für medizinisches Cannabis in Deutschland bis 2030 auf bis zu 3 Milliarden Euro. Der gesamteuropäische Markt könnte dabei ein Vielfaches davon erreichen, wobei Prognosen stark variieren – von konservativen 10 Milliarden Euro bis zu optimistischen 45 Milliarden Euro, je nach Geschwindigkeit der Legalisierung in anderen EU-Ländern. Doch die regulatorischen Hürden sind hoch, die Bürokratie ist langsam – und die politische Unsicherheit bleibt.
B
Bauernopfer, 25.01.2026 18:15 Uhr
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HKCM: Das Paradox des Erfolgs: Wenn Nachfrage zum Problem wird Doch dann kommen die schlechten Nachrichten, und die haben es in sich: Die Gesamtnachfrage nach Cannabis in Deutschland wird für 2024 auf 670 bis 823 Tonnen geschätzt. Für normale Konsumenten gibt es keinen legalen Markt wie in Kanada – nur Vereinsmitgliedschaften oder medizinisches Cannabis mit Rezept. Wer nicht in einem Verein Mitglied ist oder kein Rezept hat, bleibt auf den Schwarzmarkt angewiesen. Von dieser Menge werden nur neun bis 13 Prozent durch medizinisches Cannabis gedeckt, während Anbauvereinigungen – das Herzstück des deutschen Legalisierungsmodells – weniger als 0.1 Prozent beitragen. Der Rest? Eigenanbau zu Hause und der Schwarzmarkt. Sie haben richtig gelesen: Der Schwarzmarkt bleibt der dominierende Akteur. Die Hoffnung, dass die Legalisierung den illegalen Handel austrocknen würde, hat sich als Illusion erwiesen. Der Schwarzmarkt schrumpft zwar langsam, aber er ist widerstandsfähig. Zum Vergleich: In Kanada dauerte es vier Jahre, bis der legale Marktanteil auf 78 Prozent stieg. Deutschland steht erst am Anfang dieses Marathons. Die Gründe für die Resilienz des Schwarzmarktes sind vielfältig: günstigere Preise, größere Auswahl, keine bürokratischen Hürden und eine etablierte Infrastruktur. Hinzu kommt: Für normale Konsumenten gibt es keinen legalen Markt wie in Kanada – nur Vereinsmitgliedschaften oder medizinisches Cannabis mit Rezept. Wer nicht in einem Verein Mitglied ist oder kein Rezept hat, bleibt auf den Schwarzmarkt angewiesen. Schauen wir rüber in die Medizin: Die Nachfrage nach medizinischem Cannabis ist explodiert. Im zweiten Quartal 2025 wurden über 43 000 Kilogramm importiert, im gesamten Jahr 2024 waren es fast 73 000 Kilogramm. Die Zahl der Verschreibungen ist um satte 1000 Prozent gestiegen. Dieser Boom hat das System überfordert. Die für das gesamte Jahr 2025 vorgesehene Importquote von 122 Tonnen war bereits im September erschöpft. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zog die Notbremse: Statt neue Importlizenzen zu vergeben, verhängte es einen sofortigen Stopp – ein paradoxer Schritt, der die Versorgungslücke eher verschärfte als zu lösen. Deutschland importierte im zweiten Quartal 2025 über 43 Tonnen medizinisches Cannabis – ein Rekordwert, der die Jahresquote bereits im September erschöpfte. Die Grafik zeigt die Steigerung der Importe. (Quelle: International CBC, BfArM) Stellen Sie sich vor, Sie sind Schmerzpatient und haben endlich ein Rezept für medizinisches Cannabis bekommen. Sie gehen zur Apotheke – und die kann nicht liefern, weil die Importquote erschöpft ist. Oder Sie sind ein Unternehmen wie Tilray, das mit einer Produktionsanlage in Neumünster Millionen investiert hat, um den deutschen Markt zu bedienen. Sie sitzen auf einer Goldgrube, dürfen aber nur mit dem Teelöffel schürfen, weil die Bürokratie nicht hinterherkommt.
B
Bauernopfer, 25.01.2026 18:14 Uhr
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HKCM: Die Rescheduling-Frage: Wann, nicht ob Die Frage ist nicht, ob das Rescheduling kommt, sondern wann – und wer bis dahin noch im Geschäft ist. Die Neueinstufung von Cannabis von Schedule I (keine medizinische Verwendung, hohes Missbrauchspotenzial) auf Schedule III (anerkannte medizinische Verwendung, moderates Missbrauchspotenzial) würde die Branche transformieren. Unternehmen könnten normale Steuerabzüge geltend machen, was ihre Profitabilität verbessern würde. Banken könnten ohne Angst vor Bundesverfolgung mit Cannabis-Unternehmen arbeiten. Und die Stigmatisierung würde weiter abnehmen. Doch das Rescheduling allein wird nicht ausreichen, um alle Herausforderungen zu lösen. Cannabis würde immer noch eine kontrollierte Substanz bleiben, ähnlich wie verschreibungspflichtige Opioide. Die FDA-Regulierung würde sich verschärfen, was für kleinere Unternehmen eine zusätzliche Belastung darstellen könnte. Und die Frage der bundesstaatlichen Legalisierung für den Freizeitkonsum bliebe unbeantwortet. Rescheduling ist ein wichtiger Schritt, aber es ist nur ein Schritt auf einem langen Weg. Die Lektion für 2025 ist klar: Die Abhängigkeit von politischen Ankündigungen ist ein zweischneidiges Schwert. Sie können Kurse treiben, aber auch genauso schnell wieder abstürzen lassen. Für Anleger bedeutet dies, dass eine genaue Analyse wichtiger ist, denn je. Zugang zu unseren Analysen mitsamt allen Zielzonen und potenziellen Szenarien erhalten Sie hier. Unternehmen mit starken Bilanzen, diversifizierten Einnahmequellen und internationaler Präsenz sind besser gerüstet, um die politischen Stürme zu überstehen. Deutschland: Wenn der Musterschüler an der eigenen Gründlichkeit scheitert Wenn die USA der wilde Westen des Cannabis-Marktes sind, dann ist Deutschland der Musterschüler, dessen akribische Planung an der Realität scheitert – doch paradoxerweise werden immerhin die Schutzziele erreicht. Die Teillegalisierung, die am 1. April 2024 in Kraft trat, sollte ein Modellprojekt werden: kontrolliert, sicher, mit Jugendschutz und Schwarzmarktbekämpfung im Fokus. Die erste offizielle Evaluierung, der Ekocan-Bericht, welcher im September 2025 veröffentlicht wurde, offenbart ein akribisch geplantes, bürokratisch perfektes System – das an der Realität gescheitert ist. Beginnen wir mit den guten Nachrichten: Die größte Sorge der Legalisierungsgegner, eine Welle jugendlicher Kiffer, ist ausgeblieben. Im Gegenteil: Der Cannabiskonsum bei Minderjährigen ist seit 2019 rückläufig und dieser Trend hat sich nach der Legalisierung fortgesetzt. Etwa 40 bis 43 Prozent der Jugendlichen geben an, Cannabis sei "leicht erhältlich" – ein Wert, der sich seit der Legalisierung nicht verändert hat. Das Alter des Erstkonsums liegt stabil bei 15 bis 16 Jahren, und nur etwa zehn Prozent der jugendlichen Konsumenten zeigen riskantes Verhalten mit täglichem oder fast täglichem Konsum. Unbeabsichtigte Vergiftungen bei Kindern sind extrem selten, und die Zahl der Kindeswohlmeldungen im Zusammenhang mit Cannabis ist sogar gesunken. Für die Befürworter der Legalisierung ist dies ein klarer Sieg: Die Apokalypse ist ausgeblieben.
T
TG716, 25.01.2026 18:06 Uhr
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Hat jemand das HKCM Paket und kann speziell was zum Chart sagen von Canopy .. was die Prognose bei denen aktuell ist?
B
Bauernopfer, 25.01.2026 18:03 Uhr
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HKCM: Der Trump-Effekt: Wenn ein Post mehr wiegt als ein Quartalsbericht Im letzten Jahr zeigt der Cannabis-Sektor ein altes Prinzip in Reinform: Politik bewegt Kurse schneller als Bilanzen. Im Wahlkampf 2024 klang Trumps Linie zunächst wie ein Rückenwindpaket für die Branche: Er unterstützte öffentlich die Neueinstufung von Cannabis von Schedule I auf Schedule III (eine Neuklassifizierung, die Cannabis als weniger gefährlich einstuft), befürwortete das Florida-Amendment für den Freizeitkonsum und sprach sich für das "Safe Banking" für Cannabis-Unternehmen aus. Der Markt hat daraus ein Basisszenario abgeleitet: Entlastung auf Bundesebene, weniger regulatorischer Gegenwind, bessere Finanzierungsbedingungen. Die Umsetzung blieb deutlich hinter dieser Erwartung zurück. Der DEA-Rescheduling-Prozess, der bereits unter der Biden-Administration im August 2023 angestoßen wurde, hängt weiterhin in der Schwebe. Im August 2025 verkündete Donald Trump vollmundig, eine Entscheidung stehe "in wenigen Wochen" bevor. Monate später, im Oktober, hatte sich die Situation nicht wesentlich verändert. Stattdessen wird der Prozess politisch und institutionell ausgebremst: Republikanische Kongressabgeordnete blockieren Fortschritte, das Justizministerium hält sich bedeckt, die Drogenbehörde verliert sich in Verfahren und Zuständigkeiten und das Gesundheitsministerium verweist bei Nachfragen formal an das Justizministerium. Das Ergebnis ist ein politisches Fegefeuer, in dem die gesamte Branche schmort. Dann kam der 29. September 2025. An diesem Tag teilte Donald Trump auf seiner Social-Media-Plattform ein Video, das die Vorzüge von CBD für ältere Menschen anpries. Was folgte, war eine Erleichterungsrallye: Trumps Ankündigung führte zu einer kurzfristigen Aufwärtsbewegung. Tilray schoss um 50 Prozent in die Höhe, Curaleaf um 30 Prozent, Green Thumb Industries um 20 Prozent. Der gesamte Sektor, gemessen am AdvisorShares Pure US Cannabis ETF (MSOS), stieg um 25 Prozent – der stärkste Anstieg seit 2022. Für einen kurzen Moment schien die Erlösung greifbar nah. Doch wie ein Rausch, der zu schnell kommt, verflüchtigte sich auch diese Euphorie rasch. Ohne konkrete politische Schritte, ohne echte regulatorische Veränderungen, gaben viele Aktien ihre Gewinne in den darauffolgenden Wochen wieder ab. Cronos und Canopy Growth fielen besonders stark zurück. Und dann, am 18. Dezember 2025, kam endlich ein konkretes Signal. Trump unterzeichnete eine Executive Order, die das Justizministerium anweist, den Rescheduling-Prozess von Schedule I auf Schedule III beschleunigt abzuschließen. Das bedeutet nicht, dass Cannabis ab morgen legal ist – der reguläre Regelungsprozess muss durchlaufen werden. Doch zum ersten Mal seit Monaten gibt es mehr als nur Posts und Andeutungen. Es gibt eine offizielle Anweisung.
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