Canopy Hauptforum WKN: A3E2FV ISIN: CA1380357048 Forum: Aktien User: Marindigo
Obwohl Canopy Growth über die Struktur Canopy USA massiv im US-Markt investiert ist (u.a. bei Acreage, Jetty und Wana), dürfen die Umsätze und Gewinne dieser US-Einheiten nach aktuellem Stand (Frühjahr 2026) nicht direkt in die konsolidierten Konzernzahlen (Top-Line Revenue) eingerechnet werden. Hier sind die Details zu den Hintergründen: 1. Das Problem mit der Nasdaq und den US-Börsenregeln Canopy Growth ist an der Nasdaq gelistet. Da Cannabis auf US-Bundesebene nach wie vor illegal ist (Schedule I oder III), verbieten die US-Börsenregeln den dort gelisteten Unternehmen, direkte Einnahmen aus dem US-Cannabisgeschäft in ihren Bilanzen zu "konsolidieren". Würde Canopy die US-Umsätze voll einrechnen, riskierte das Unternehmen ein Delisting (Ausschluss vom Handel) an der Nasdaq. 2. Die Lösung: Canopy USA als "Non-Controlling Interest" Um dieses Problem zu umgehen, hat Canopy die Holding Canopy USA gegründet. Struktur: Canopy Growth hält zwar die wirtschaftlichen Rechte, besitzt aber offiziell keine stimmberechtigten Anteile, die eine Kontrolle im Sinne der Rechnungslegungsgrundsätze (U.S. GAAP) begründen würden. Folge: In den Quartalsberichten (Q-Zahlen) tauchen die US-Firmen nur als Beteiligung auf. Man sieht zwar die Investition in der Bilanz, aber der operative Umsatz der US-Töchter wird nicht zu Canopys Gesamtumsatz addiert. 3. Was sich ändern müsste Damit Canopy die Zahlen voll einrechnen darf, müsste eine der folgenden Bedingungen erfüllt sein: Federal Legalization: Eine Legalisierung auf US-Bundesebene. Änderung der Börsenregeln: Wenn die Nasdaq ihre Richtlinien dahingehend anpasst, dass auch Unternehmen mit US-Cannabis-Einnahmen gelistet bleiben dürfen (was oft im Zusammenhang mit dem SAFER Banking Act oder einer Neueinstufung durch die DEA diskutiert wird). Zusammenfassung für Anleger Wenn du die Q-Zahlen von Canopy Growth liest: Umsatz: Enthält primär das Geschäft in Kanada (Medical & Adult-Use), Deutschland (Storz & Bickel) und internationale Exporte. US-Geschäft: Wird meist separat in "Pro-Forma"-Zahlen oder in den Anhängen erwähnt, um Investoren zu zeigen, wie groß das Unternehmen wäre, wenn es konsolidieren dürfte. In der offiziellen Gewinn-und-Verlust-Rechnung (P&L) fehlen diese Millionenbeträge jedoch. Hinweis: Diese Trennung ist der Hauptgrund, warum Canopy im Vergleich zu reinen US-Anbietern (MSOs wie Curaleaf oder Green Thumb) oft "kleiner" wirkt, obwohl das Ökosystem dahinter deutlich größer ist.
Canopy Growth ist sehr aktiv auf dem US-Markt für medizinisches Cannabis vertreten. Man muss hier jedoch zwischen der kanadischen Muttergesellschaft und ihrer speziellen US-Struktur unterscheiden. Hier ist die aktuelle Situation (Stand April 2026): 1. Die Struktur über Canopy USA. Da Cannabis auf US-Bundesebene lange Zeit illegal war (und die rechtliche Lage sich gerade erst durch das Rescheduling entspannt), darf Canopy Growth als kanadisches Unternehmen mit Börsennotierung an der NASDAQ nicht direkt Cannabis-Lizenzen in den USA halten. Um dieses Problem zu lösen, wurde Canopy USA, LLC gegründet. Dies ist ein rechtlich getrenntes (unconsolidated) Unternehmen, über das Canopy Growth US-Cannabis-Unternehmen kontrolliert oder erwirbt. 2. Lizenzen durch Tochtergesellschaften Canopy hält über diese Struktur Lizenzen für medizinisches (und teils legales Freizeit- Cannabis) in mehreren US-Bundesstaaten. Die wichtigsten Akteure in diesem Portfolio sind: Acreage Holdings: Ein Multi-State Operator (MSO), der in zahlreichen Bundesstaaten (vor allem im Nordosten und Mittleren Westen) Lizenzen für Anbau, Verarbeitung und den Betrieb von Apotheken (Dispensaries) besitzt. Wana Brands: Der führende Hersteller von Cannabis-Edibles in Nordamerika, der über Lizenzvereinbarungen in fast allen US-Staaten mit medizinischen Programmen präsent ist. Jetty Extracts: Ein Spezialist für Vaping-Produkte mit entsprechenden Lizenzen. 3. Aktueller Status 2026 Seit der offiziellen Umstufung von Cannabis (Rescheduling) durch das US-Justizministerium (DOJ) von Schedule I auf Schedule III im Jahr 2026 hat sich die Lage für Canopy massiv verbessert. Legitimierung: Medizinische Cannabis-Programme in den Bundesstaaten werden nun auf Bundesebene stärker anerkannt. Steuervorteile: Durch die Umstufung können die US-Töchter von Canopy erstmals normale Geschäftsausgaben von der Steuer absetzen (Wegfall der 280E-Regelung), was die Profitabilität der medizinischen Lizenzen drastisch erhöht hat. Zusammenfassend: Canopy Growth selbst besitzt keine direkte US-Lizenz, kontrolliert aber über die Canopy USA-Struktur eines der größten Netzwerke an medizinischen Cannabis-Lizenzen in den Vereinigten Staaten.
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