Derivate auf Silber!!! WKN: CG3AB1 ISIN: XD0002746952 Forum: Rohstoffe User: Rentnergang
KO, Reset, Spread, achte ich drauf; was kannst du diesbezüglich noch für wichtige Hinweis geben? Charttechnik (im vereinfachten Stil/absolute Grundkenntnisse) lerne ich gerade etwas von einem Freund/Banker. Hast du bzgl. Charttechnik eine gute Empfehlung, wo es evtl. im Netz gutes Material gibt?
Das hat einen sehr einfachen Grund: Ein Faktor-Optionsschein (Faktor-Zertifikat) funktioniert anders als normale Optionsscheine. Der Grund, warum viele Trader sagen „nicht nachkaufen, sondern einen neuen wählen“, liegt an der täglichen Neuberechnung (Daily Reset). Dadurch entstehen Effekte, die Nachkäufe oft unattraktiv machen. Ich erkläre dir die wichtigsten Punkte verständlich. ⸻ 1. Daily Reset – der wichtigste Grund Faktor-Optionsscheine bilden den Basiswert jeden Tag neu mit einem festen Hebel ab (z. B. Faktor 5). Beispiel: • Basiswert: 100 € • Faktor 5 Long Tag 1: +10 % → Zertifikat +50 % Tag 2: −10 % → Zertifikat −50 % Ergebnis: • Basiswert: 100 → 110 → 99 (−1 %) • Faktor-Zertifikat: 100 → 150 → 75 (−25 %) 👉 Das nennt man Pfadabhängigkeit oder Volatilitätsverlust. Wenn du nachkaufst, kaufst du ein Produkt, das bereits diesen Verlustpfad „eingebaut“ hat. ⸻ 2. Dein Durchschnittspreis hilft dir weniger Beim Nachkaufen einer Aktie senkst du sinnvoll den Durchschnittspreis. Bei Faktor-Zertifikaten passiert aber: • der Hebel wirkt ab jetzt neu • die alte Wertentwicklung bleibt beschädigt Das bedeutet: Selbst wenn der Basiswert später wieder steigt, kann dein ursprünglicher Schein viel langsamer oder gar nicht aufholen. ⸻ 3. Ein neuer Faktor-Schein startet „sauber“ Wenn du stattdessen: • den alten verkaufst • einen neuen Faktor-Schein auf denselben Basiswert kaufst dann: • startest du ohne den alten Volatilitätsverlust • bekommst wieder die volle Hebelwirkung vom aktuellen Kurs aus Das ist der Hauptgrund für die Empfehlung. ⸻ 4. Beispiel Angenommen: • DAX fällt stark • dein Faktor-5-Long verliert −70 % Jetzt steigt der DAX wieder +10 %. Dann passiert: • alter Faktor-Schein: +50 % auf einen sehr kleinen Restwert • neuer Faktor-Schein: +50 % auf den vollen Einsatz Der neue profitiert also deutlich stärker. ⸻ 5. Wann Nachkaufen trotzdem vorkommt Manche Trader kaufen nach, wenn: • sie sehr kurzfristig traden (Intraday) • der Verlust noch klein ist • sie nur den Hebel erhöhen wollen Langfristig (mehrere Tage/Wochen) wird es aber meist ineffizient. ⸻ ✅ Kurz gesagt: Nachkaufen bei Faktor-Optionsscheinen ist unattraktiv, weil: • täglicher Reset • Volatilitätsverlust • Pfadabhängigkeit Deshalb ist es oft sinnvoller, den alten zu schließen und einen neuen Faktor-Schein auf denselben Basiswert zu kaufen.
Das hat einen sehr einfachen Grund: Ein Faktor-Optionsschein (Faktor-Zertifikat) funktioniert anders als normale Optionsscheine. Der Grund, warum viele Trader sagen „nicht nachkaufen, sondern einen neuen wählen“, liegt an der täglichen Neuberechnung (Daily Reset). Dadurch entstehen Effekte, die Nachkäufe oft unattraktiv machen. Ich erkläre dir die wichtigsten Punkte verständlich. ⸻ 1. Daily Reset – der wichtigste Grund Faktor-Optionsscheine bilden den Basiswert jeden Tag neu mit einem festen Hebel ab (z. B. Faktor 5). Beispiel: • Basiswert: 100 € • Faktor 5 Long Tag 1: +10 % → Zertifikat +50 % Tag 2: −10 % → Zertifikat −50 % Ergebnis: • Basiswert: 100 → 110 → 99 (−1 %) • Faktor-Zertifikat: 100 → 150 → 75 (−25 %) 👉 Das nennt man Pfadabhängigkeit oder Volatilitätsverlust. Wenn du nachkaufst, kaufst du ein Produkt, das bereits diesen Verlustpfad „eingebaut“ hat. ⸻ 2. Dein Durchschnittspreis hilft dir weniger Beim Nachkaufen einer Aktie senkst du sinnvoll den Durchschnittspreis. Bei Faktor-Zertifikaten passiert aber: • der Hebel wirkt ab jetzt neu • die alte Wertentwicklung bleibt beschädigt Das bedeutet: Selbst wenn der Basiswert später wieder steigt, kann dein ursprünglicher Schein viel langsamer oder gar nicht aufholen. ⸻ 3. Ein neuer Faktor-Schein startet „sauber“ Wenn du stattdessen: • den alten verkaufst • einen neuen Faktor-Schein auf denselben Basiswert kaufst dann: • startest du ohne den alten Volatilitätsverlust • bekommst wieder die volle Hebelwirkung vom aktuellen Kurs aus Das ist der Hauptgrund für die Empfehlung. ⸻ 4. Beispiel Angenommen: • DAX fällt stark • dein Faktor-5-Long verliert −70 % Jetzt steigt der DAX wieder +10 %. Dann passiert: • alter Faktor-Schein: +50 % auf einen sehr kleinen Restwert • neuer Faktor-Schein: +50 % auf den vollen Einsatz Der neue profitiert also deutlich stärker. ⸻ 5. Wann Nachkaufen trotzdem vorkommt Manche Trader kaufen nach, wenn: • sie sehr kurzfristig traden (Intraday) • der Verlust noch klein ist • sie nur den Hebel erhöhen wollen Langfristig (mehrere Tage/Wochen) wird es aber meist ineffizient. ⸻ ✅ Kurz gesagt: Nachkaufen bei Faktor-Optionsscheinen ist unattraktiv, weil: • täglicher Reset • Volatilitätsverlust • Pfadabhängigkeit Deshalb ist es oft sinnvoller, den alten zu schließen und einen neuen Faktor-Schein auf denselben Basiswert zu kaufen.
Okay verstehe ich. Ist sinnvoll. Aber eine Frage noch. Wieso kaufst du den Schein dann nicht nach und suchst dir neue? Hat das irgendwelche Gründe? Weil ob der Preis 10 pro Schein ist oder 60 nach Anstieg und der selbe Schein gekauft wird macht ja unterm Strich keinen Unterschied oder?
Wenn es für Faktor-Optionsscheine (z. B. von HSBC, BNP Paribas oder Société Générale) scheinbar keine Käufer gibt, passiert in der Praxis meist Folgendes: 1️⃣ Der Emittent stellt normalerweise selbst Kurse Bei Faktor-Optionsscheinen gibt es fast immer einen Market Maker – in der Regel der Emittent selbst. Das bedeutet: • Er stellt laufend einen Geld- und Briefkurs (Bid/Ask). • Du kannst also fast immer verkaufen, auch wenn kein anderer privater Käufer da ist. 👉 Beispiel: Du willst verkaufen → der Emittent kauft dir den Schein zum Geldkurs ab. 2️⃣ Problem: Der Spread kann sehr groß sein Wenn wenig Handel stattfindet oder der Markt volatil ist: • Spread (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis) kann stark steigen. • Du kannst verkaufen, aber deutlich schlechter als der angezeigte Preis. Beispiel: • Briefkurs: 1,20 € • Geldkurs: 0,95 € → Beim Verkauf bekommst du 0,95 €. 3️⃣ In Extremfällen kann der Handel kurz ausgesetzt werden Das passiert z. B. wenn: • der Basiswert stark schwankt • die Börse geschlossen ist • technische Probleme auftreten Dann kann der Market Maker kurzzeitig keine Kurse stellen. ➡️ In dieser Zeit kannst du nicht handeln. 4️⃣ Totalverlust ist auch möglich (unabhängig von Käufern) Bei Faktor-Optionsscheinen kann der Wert durch tägliche Anpassung stark erodieren. Wenn der Basiswert extrem gegen dich läuft, kann der Schein nahe 0 gehen. Kurz gesagt • Keine Käufer? → Der Emittent kauft normalerweise selbst. • Du kannst fast immer verkaufen. • Aber: Spread und Preis können sehr schlecht sein. ✅ Deshalb gelten Faktor-Optionsscheine als teure Trading-Instrumente, nicht als langfristige Anlage.
Wenn es für Faktor-Optionsscheine (z. B. von HSBC, BNP Paribas oder Société Générale) scheinbar keine Käufer gibt, passiert in der Praxis meist Folgendes: 1️⃣ Der Emittent stellt normalerweise selbst Kurse Bei Faktor-Optionsscheinen gibt es fast immer einen Market Maker – in der Regel der Emittent selbst. Das bedeutet: • Er stellt laufend einen Geld- und Briefkurs (Bid/Ask). • Du kannst also fast immer verkaufen, auch wenn kein anderer privater Käufer da ist. 👉 Beispiel: Du willst verkaufen → der Emittent kauft dir den Schein zum Geldkurs ab. 2️⃣ Problem: Der Spread kann sehr groß sein Wenn wenig Handel stattfindet oder der Markt volatil ist: • Spread (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis) kann stark steigen. • Du kannst verkaufen, aber deutlich schlechter als der angezeigte Preis. Beispiel: • Briefkurs: 1,20 € • Geldkurs: 0,95 € → Beim Verkauf bekommst du 0,95 €. 3️⃣ In Extremfällen kann der Handel kurz ausgesetzt werden Das passiert z. B. wenn: • der Basiswert stark schwankt • die Börse geschlossen ist • technische Probleme auftreten Dann kann der Market Maker kurzzeitig keine Kurse stellen. ➡️ In dieser Zeit kannst du nicht handeln. 4️⃣ Totalverlust ist auch möglich (unabhängig von Käufern) Bei Faktor-Optionsscheinen kann der Wert durch tägliche Anpassung stark erodieren. Wenn der Basiswert extrem gegen dich läuft, kann der Schein nahe 0 gehen. Kurz gesagt • Keine Käufer? → Der Emittent kauft normalerweise selbst. • Du kannst fast immer verkaufen. • Aber: Spread und Preis können sehr schlecht sein. ✅ Deshalb gelten Faktor-Optionsscheine als teure Trading-Instrumente, nicht als langfristige Anlage.
Ne den habe ich nicht mehr. Da habe ich bereits Gewinne realisiert. Wir hatte. Das schon oft hier besprochen ich poste gleich nochmal warum ich Scheine nicht ewig halten sondern lieber Sell zum Gewinne erzielen und Rebuy nutze. Long hold eigentlich nur Aktien. Es gibt quasi immer einen Käufer.
Wichtig! Nochmal für alle wenn man in Scheine nicht reinkommt liegt oft eine QuotierungsUnterbrechung vor. Da bestimmt der Emittent den Preis falls erforderlich. Das geht lt. Wertpapier leider 😆 nur einseitig! LEIDER! da wurde ich schon ein zwei drei mal geragged. Bei anderen gerade hohe Nachfrage kann es auch einfach sein das er ausverkauft ist! Also es gibt eigentlich immer einen Grund pauschal man kommt nicht gut rein gibt’s nicht! Wichtig ist auch sich mit den Scheinen mal auseinanderzusetzen, bitte nicht einfach folgen und nachkaufen für die Frischlinge. Da kommt dann eine Situation und schon ist die Kohle weg! Bitte mit bedacht, sonst fragt mich geb gerne wissen weiter!
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