Droneshield für Anleger WKN: A2DMAA ISIN: AU000000DRO2 Kürzel: DRO Forum: Aktien User: BullMars
Vorweg ich bin nicht in EOS investiert und der Beitrag richtet sich an Nutzer, die sich mit DS und EOS beschäftigen. Wer investiert, sollte auch über den Tellerrand schauen. EOS und DroneShield werden international gemeinsam eingeordnet, unter anderem im Monocle Magazine, arbeiten im LAND-156-Programm komplementär unter Leidos und nutzen beide Echodyne-Radar. Der Grizzly-Shortreport gegen EOS ist daher sehr wohl auch für DS-Investoren relevant. Ein möglicher Flight to Quality von EOS zu DS ist keineswegs abwegig. Und ganz grundsätzlich bewegen sich Kurse wegen Zinsen, Politik, Algorithmen, Kriegen und vielem mehr, oft völlig unabhängig vom Unternehmen selbst. Niemand muss alles lesen.
Ich weiß, dass viele Nutzer in diesem Forum in EOS investiert sind, daher meine Einschätzung zur EOS-Stellungnahme. Überzeugend ist der Auftragsbestand von A$459 Mio. (ohne den Korea-Vertrag): Er ist real und durch namhafte Kunden wie das niederländische Verteidigungsministerium und Hanwha gestützt. Die Bilanz mit A$107 Mio. Cash und null Schulden ist solide. Die MARSS-Umsatzdiskrepanz wird durch den Hinweis auf Entitäten in Monaco und Saudi-Arabien erklärt, die Grizzly ignoriert hat (€243 Mio. gesamt vs. €66 Mio. nur UK). EOS hat also ein echtes, funktionierendes Geschäft jenseits des Korea-Vertrags. Problematisch bleibt jedoch, dass EOS faktisch selbst zugibt, dass Goldrone finanziell schwach ist („modest financial capacity“, „not a large stand-alone business“) und die US$18 Mio. Anzahlung bis heute nicht geleistet wurde. Die Erklärung, Goldrone habe eine „strong capability to secure market access“, bleibt eine bloße Behauptung ohne Beleg. Auffällig ist zudem, dass der zentrale Widerspruch aus dem Investor Call — der Vertragspartner habe um Vertraulichkeit gebeten, während Goldrone selbst am selben Tag öffentlich Vertragsdetails veröffentlichte — in der gesamten 15-seitigen Stellungnahme mit keinem Wort adressiert wird. Die Glaubwürdigkeitsfrage beim Management bleibt daher berechtigt. Wer investieren oder halten möchte, sollte meiner Meinung nach abwarten, ob die Goldrone-Anzahlung tatsächlich eingeht und ob die MARSS-Umsatzzahlen durch den nächsten Audit bestätigt werden. https://hotcopper.com.au/threads/ann-response-to-grizzly-research-report.9012550/
MEINE MEINUNG zu EOS: Wer die Aktie bereits im Depot hält, sollte einen Ausstieg erwägen, da erhebliche Zweifel an der Realisierbarkeit des Goldrone-Vertrags bestehen, der als zentraler Kurstreiber galt. Der anschließende Kursanstieg von rund 100 Prozent könnte daher auf unvollständigen oder irreführenden Informationen beruhen. Die Handelsaussetzung durch EOS, um Zeit für eine Stellungnahme zu gewinnen, deutet auf mögliche schwerwiegende Unternehmensprobleme hin. Grizzly Research stellt fest, dass Goldrone ein sehr kleines Agrardrohnenunternehmen mit minimalem Umsatz (Peak von US$476.000 im Jahr 2018), hohen Verlusten (US$400.000 Nettoverlust 2018) und nur drei Mitarbeitern ist, das in einem zweistöckigen Gebäude über einem Restaurant operiert. Die Finanzierung eines 80 Millionen US-Dollar schweren Vertrags erscheint daher äußerst fraglich, zumal Goldrone aktuell versucht, lediglich US$343.000 für die weitere Geschäftstätigkeit aufzubringen. Die vereinbarte Anzahlung von 18 Millionen US-Dollar wurde nicht fristgerecht bis zum 31. Januar 2026 geleistet und soll laut EOS nun erst im Februar oder März 2026 erfolgen. EOS' finanzielle Lage ist angespannt. Im Januar 2025 verkaufte das Unternehmen seine einzige profitable Sparte EM Solutions für 160 Millionen australische Dollar, vermutlich um hohen Schuldendruck aus einem Kredit über 52,1 Millionen australische Dollar mit 26 Prozent Zinsen bei Washington H. Soul Pattinson zu bewältigen, der rund 10 Monate nach Q3 2024 fällig wurde. Nach dem Verkauf verschlechterte sich die Lage weiter: Nettoverlust von 44,2 Millionen australische Dollar im ersten Halbjahr 2025, Umsatzrückgang von 58 Prozent bei fortgeführten Geschäftsbereichen und negativer operativer Cashflow von 20 Millionen australische Dollar in den ersten neun Monaten von Januar bis September 2024. Zusätzlich gab es weitere Probleme: Eine Geldstrafe der ASIC im November 2025 wegen mangelhafter Offenlegungspflichten sowie fragwürdige Angaben zur MARSS-Akquisition, bei der das Management behauptete, MARSS habe 240 Millionen Euro Umsatz in fünf Jahren generiert, während die öffentlichen UK-Unterlagen für die Jahre 2021 bis 2023 nur 66 Millionen Euro ausweisen. Dies würde bedeuten, dass MARSS allein in 2024 und 2025 zusammen 174 Millionen Euro hätte erwirtschaften müssen – eine unrealistische Wachstumsrate für ein Unternehmen, das zwischen 2021 und 2022 einen Umsatzrückgang von 75 Prozent verzeichnete. Zudem erklärte EOS in einem Investor Call am 16. Dezember 2025, dass der Vertragspartner Goldrone anonym bleiben wolle und um Vertraulichkeit gebeten habe, obwohl Goldrone selbst am selben Tag öffentlich Vertragsdetails auf seiner Website veröffentlichte und die Vertragsunterzeichnung in lokalen koreanischen Medien mit Fotos der Zeremonie berichtet wurde, was die Glaubwürdigkeit des Managements weiter infrage stellt.
MEINE MEINUNG zu EOS: Wer die Aktie bereits im Depot hält, sollte einen Ausstieg erwägen, da erhebliche Zweifel an der Realisierbarkeit des Goldrone-Vertrags bestehen, der als zentraler Kurstreiber galt. Der anschließende Kursanstieg von rund 100 Prozent könnte daher auf unvollständigen oder irreführenden Informationen beruhen. Die Handelsaussetzung durch EOS, um Zeit für eine Stellungnahme zu gewinnen, deutet auf mögliche schwerwiegende Unternehmensprobleme hin. Grizzly Research stellt fest, dass Goldrone ein sehr kleines Agrardrohnenunternehmen mit minimalem Umsatz (Peak von US$476.000 im Jahr 2018), hohen Verlusten (US$400.000 Nettoverlust 2018) und nur drei Mitarbeitern ist, das in einem zweistöckigen Gebäude über einem Restaurant operiert. Die Finanzierung eines 80 Millionen US-Dollar schweren Vertrags erscheint daher äußerst fraglich, zumal Goldrone aktuell versucht, lediglich US$343.000 für die weitere Geschäftstätigkeit aufzubringen. Die vereinbarte Anzahlung von 18 Millionen US-Dollar wurde nicht fristgerecht bis zum 31. Januar 2026 geleistet und soll laut EOS nun erst im Februar oder März 2026 erfolgen. EOS' finanzielle Lage ist angespannt. Im Januar 2025 verkaufte das Unternehmen seine einzige profitable Sparte EM Solutions für 160 Millionen australische Dollar, vermutlich um hohen Schuldendruck aus einem Kredit über 52,1 Millionen australische Dollar mit 26 Prozent Zinsen bei Washington H. Soul Pattinson zu bewältigen, der rund 10 Monate nach Q3 2024 fällig wurde. Nach dem Verkauf verschlechterte sich die Lage weiter: Nettoverlust von 44,2 Millionen australische Dollar im ersten Halbjahr 2025, Umsatzrückgang von 58 Prozent bei fortgeführten Geschäftsbereichen und negativer operativer Cashflow von 20 Millionen australische Dollar in den ersten neun Monaten von Januar bis September 2024. Zusätzlich gab es weitere Probleme: Eine Geldstrafe der ASIC im November 2025 wegen mangelhafter Offenlegungspflichten sowie fragwürdige Angaben zur MARSS-Akquisition, bei der das Management behauptete, MARSS habe 240 Millionen Euro Umsatz in fünf Jahren generiert, während die öffentlichen UK-Unterlagen für die Jahre 2021 bis 2023 nur 66 Millionen Euro ausweisen. Dies würde bedeuten, dass MARSS allein in 2024 und 2025 zusammen 174 Millionen Euro hätte erwirtschaften müssen – eine unrealistische Wachstumsrate für ein Unternehmen, das zwischen 2021 und 2022 einen Umsatzrückgang von 75 Prozent verzeichnete. Zudem erklärte EOS in einem Investor Call am 16. Dezember 2025, dass der Vertragspartner Goldrone anonym bleiben wolle und um Vertraulichkeit gebeten habe, obwohl Goldrone selbst am selben Tag öffentlich Vertragsdetails auf seiner Website veröffentlichte und die Vertragsunterzeichnung in lokalen koreanischen Medien mit Fotos der Zeremonie berichtet wurde, was die Glaubwürdigkeit des Managements weiter infrage stellt.
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