Droneshield für Anleger WKN: A2DMAA ISIN: AU000000DRO2 Kürzel: DRH Forum: Aktien User: BullMarsi
Die zentrale Behauptung des Posts, CEO Bean habe im Q&A auf eine „730 bis 750 Millionen Dollar" Frage konkret geantwortet, stimmt so nicht. Im Transkript, das ich vorliegen habe, exakt an der von dir genannten Stelle rund um Minute 15, sagt Bean lediglich, es handle sich um einen bedeutenden Regierungsvertrag, man befinde sich jetzt im Zeitplan der Regierung des Endkunden und werde die Aktionäre erst informieren, sobald bestätigte Informationen vorliegen. Er nennt an dieser Stelle keine einzige Zahl, weder 730 noch 750 Millionen. Die Zahl 730 Millionen stammt laut eigener Aussage des Forumnutzers aus seiner eigenen, nicht vorgelesenen Frage, nicht aus Beans Antwort. Der Post vermischt hier die eigene Vermutung des Fragestellers mit einer angeblichen Bestätigung durch den CEO, das ist ein wichtiger Unterschied und sollte klar als nicht bestätigt gekennzeichnet werden.
If you go to Mr Bean's Q&A in his recent interview, he says "we are on that government's timeline". With the NATO commitment last month, this is definitely happening. It's just whether they choose to give some, or all of it to DRO. Or will it be like Land 156 and spread out amongst many vendors. We should be happy with any big deal over 100M. All we need to do now is wait : ) Angus Bean, Chief Executive Officer and Managing Director, DroneShield Videos & Movies on Vimeo vimeo.com/1214193617 LINK TO Q&A: Go to 14:45 min mark to hear his answer to the 730-750M contract. I also asked a question about this and the lady interviewing him said she had 2 similar questions. She answered the other person's question. I said 730M in my question and also asked if a decision would be made JULY like they said to the ASX. She should have read out my question haha At the 21min mark of the Q&A Mr Bean says: "We are one of... a small number of companies that do have NATO framework agreements for counter drone..". With NATO about to spend 58B AUD just on CUAS gear, 730M is *** in comparison to arm most of your law enforcement / military with necessary CUAS gear.
In diesem Video hält CEO Angus Bean eine Investorenpräsentation für die Australian Shareholders' Association ab, bei der er zunächst die bekannten Zahlen aus der Meldung vom 28. Juli erklärt und danach Fragen von Mitgliedern der Vereinigung beantwortet. Das Gespräch fand vermutlich am 29. Juli statt und wurde am 30. Juli veröffentlicht. Neu gegenüber der reinen schriftlichen ASX-Meldung sind vor allem die Erklärungen und Zusatzinformationen, die er mündlich liefert. Der wichtigste neue Punkt betrifft einen möglichen großen Vertrag. Auf eine Frage antwortet Bean, dass es sich um einen bedeutenden Regierungsvertrag handle, an dem man gerade mit dem Endkunden arbeite. Er sagt wörtlich, man habe von DroneShield Seite aus fast alles getan, was möglich sei, befinde sich aber jetzt im Zeitplan der Regierung des Kunden und werde die Aktionäre erst informieren, sobald verlässliche, vom Endkunden bestätigte Informationen vorliegen. Eine Summe oder ein Land wird dabei nicht genannt. Das bedeutet, es gibt zwar einen Hinweis auf etwas Größeres in der Pipeline, aber keine Bestätigung, dass es sich dabei um den seit Monaten diskutierten möglichen 800 Millionen Deal handelt, und erst recht keine Bestätigung von Zeitpunkt oder Höhe. Weitere neue Informationen aus dem Gespräch, die über die schriftliche Meldung hinausgehen. Bean erklärt, dass die neue Umsatzprognose von 250 bis 270 Millionen Dollar bewusst keine möglichen großen Aufträge zum Jahresende enthält, solche würden eher erst im nächsten Geschäftsjahr wirksam. Er begründet die gesunkene Gewinnspanne und zeigt sich zuversichtlich, sie im zweiten Halbjahr wieder auf 65 Prozent zu heben. Zur oft kritisierten hohen Kursschwankung der Aktie erklärt er dies mit der Kombination aus Verteidigungssektor, künstlicher Intelligenz und dem extrem schnellen Wachstum des noch jungen Unternehmens, und kündigt eine überarbeitete Kommunikationsstrategie mit regelmäßigeren Updates an. Zu Aktienrückkäufen macht er keine konkreten Zusagen, verweist aber auf eine neue Fünfjahresstrategie, die demnächst dem Vorstand vorgelegt wird. Zum Schutz des geistigen Eigentums nennt er einen eigenen Sicherheitschef, eine hohe Verteidigungssicherheitszertifizierung sowie drei getrennte Schutzebenen bei Hardware, Software und Daten. Zur NATO bestätigt er, DroneShield gehöre zu den wenigen Unternehmen mit NATO-Rahmenverträgen für Drohnenabwehr, wobei er sich bei der genauen Höhe der von der NATO angekündigten Gesamtausgaben selbst nicht ganz sicher ist. Fazit: Das Video bestätigt die bekannten Zahlen, liefert aber keine Bestätigung für den vielfach erwarteten großen Europa Deal. Der einzige Hinweis ist die vage Erwähnung eines laufenden, noch nicht abgeschlossenen Regierungsvertrags ohne Zahlen, Land oder Zeitpunkt, dies bleibt also weiterhin als nicht bestätigt zu kennzeichnen.
Ich weiß, dass einige von euch in EOS investiert sind oder früher investiert waren. Genau deshalb möchte ich beide Unternehmen anhand der verfügbaren Fakten vergleichen. Mir geht es nicht darum, das eine Unternehmen schlecht oder das andere gutzureden, sondern die Kennzahlen so einzuordnen, wie sie auch Analysten und institutionelle Investoren bewerten würden. Ein Punkt, der bei DroneShield aus meiner Sicht häufig untergeht, ist die Bilanzqualität. Zum 31. März 2026 verfügte das Unternehmen laut Appendix 4C über 222,8 Millionen Dollar an liquiden Mitteln, ein Plus von 21,7 Millionen Dollar gegenüber Ende Dezember 2025. Gleichzeitig war DroneShield vollständig schuldenfrei, ohne gezogene Kreditlinien, erzielte den vierten positiven operativen Cashflow in Folge mit 24,1 Millionen Dollar und verzeichnete mit 77,4 Millionen Dollar den höchsten Kundenzahlungseingang der Unternehmensgeschichte. Das zeigt, dass das Unternehmen sein Wachstum bis zum letzten bekannten Stichtag vollständig aus dem operativen Geschäft finanzieren konnte. EOS verfügt zwar inzwischen über einen Kassenbestand von rund 280 Millionen Dollar, dieser wurde jedoch unter anderem durch eine Kapitalerhöhung über 200 Millionen Dollar sowie eine teilweise genutzte Kreditlinie von 70 Millionen Dollar aufgebaut. Dieser Vergleich ist allerdings zeitlich nicht vollständig deckungsgleich, da die aktuellen Halbjahreszahlen von DroneShield erst am 26. August veröffentlicht werden. Bei den operativen Kennzahlen spricht das Bild derzeit jedoch klar für EOS. Der Auftragsbestand liegt bei 846 Millionen Dollar und besteht überwiegend aus verbindlichen Aufträgen, während bedingte Projekte transparent ausgewiesen werden. DroneShield weist für 2026 ein Committed Revenue von 206 Millionen Dollar aus. Damit muss das Unternehmen laut Bell Potter noch 44 bis 64 Millionen Dollar an zusätzlichem Geschäft gewinnen und ausliefern, um die eigene Jahresprognose zu erreichen. Das bedeutet aus Sicht eines Analysten eine deutlich geringere Umsatzvisibilität als bei EOS. Auch bei der Umsetzung von Aufträgen in Umsatz liefert EOS derzeit die stärkeren Signale. Das Unternehmen hat seine Umsatzprognose auf 280 bis 300 Millionen Dollar angehoben und erwartet erstmals ein positives EBITDA im ersten Halbjahr. DroneShield musste dagegen seine Erwartungen deutlich unter dem bisherigen Marktkonsens platzieren. Die Guidance von 250 bis 270 Millionen Dollar liegt rund 17 bis 23 Prozent unter den zuvor erwarteten 323 Millionen Dollar und signalisiert, dass sich das Umsatzwachstum langsamer entwickelt als der Markt angenommen hatte. Ein weiterer Unterschied zeigt sich bei der Profitabilität. EOS steigerte die Bruttomarge innerhalb eines Jahres von 48 auf 63 Prozent. DroneShield erwartet dagegen einen Rückgang von 65 auf 60 Prozent. Als Gründe nennt das Unternehmen einen höheren Anteil an Drittanbieter Hardware sowie Währungseffekte und Materialabschreibungen. Unabhängig von den Ursachen sind sinkende Margen für Analysten in der Regel ein kritischer Punkt, weil sie die Ertragskraft unmittelbar beeinflussen. Auch die Wettbewerbsposition hat sich zuletzt unterschiedlich entwickelt. Besonders im wichtigen US Markt blieb DroneShield hinter den Erwartungen zurück. Von elf Bundesstaaten mit einem Gesamtvolumen von rund 325 Millionen Dollar für Drohnenabwehr im Umfeld der Fußball Weltmeisterschaft konnte lediglich ein nennenswerter Auftrag in Kansas City im Volumen von etwa fünf bis zehn Millionen Dollar gewonnen werden. Bell Potter wertet dies als Hinweis auf einen geringeren Marktanteil gegenüber etablierten Anbietern wie Axon. EOS zeigt dagegen bislang eine breite geografische Aufstellung über Australien, den Nahen Osten, Europa und Nordamerika, ohne vergleichbare öffentlich bekannte Rückschläge.
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