EVOTEC WKN: 566480 ISIN: DE0005664809 Kürzel: EVT Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Ja, wahrscheinlich sichert man sich ab, falls dieses Jahr wieder viel Liquidität benötigt wird; beim Planen war man in der Vergangenheit ohnehin nicht immer optimal und solche Restrukturierungen sind halt auch sehr unsicher. Oder man finanziert sich jetzt noch, bevor eventuell die Zinsen wieder ansteigen. Ich hätte es jedenfalls vor dem Earnings Call bekanntgegeben, damit man auch dazu Stellung beziehen kann. Außerdem wäre der Referenzpreis etwas höher gewesen und die potenzielle Verwässerung etwas kleiner. Aber seis drum: die potentielle Verwässerung von 10% hätte man mit den -10% im Kurs zumindest eingepreist.
.... mangelnde Käufe bei niedrigen Kursen seitens Involvierten, stimmt einen schon komisch... Was die Wandelanleihe anbetrifft, ja, sie werden wohl jedes Geld brauchen und einsetzen .... mein Kommentar sollte nur ein Gedanke auf ein ForumsBeitrag sein: "Der Netto-Carry der Transaktion liegt bei nahezu null - die Erlöse von €116 Mio. werden zu Geldmarktsätzen angelegt, die dem gezahlten Kupon nahezu entsprechen. Die jährlichen Zinskosten von €3,05 Mio. werden durch Zinserträge auf die gehaltenen Barmittel weitgehend kompensiert." ... aber bitte jetzt nicht erneut daraufeinsteigen... vielleicht habe ich es nur nicht verstanden, welche Bedeutung der Kommentar im Sachzusammenhang haben sollte...
Meiner Meinung nach hat die GF auch aufgrund der aktuellen Auftragslage einfach keine Option mehr gehabt die kommenden Monate/Jahre durchfinanziert zu sein da diese Kreditlinie ja wie bekannt gestrichen wurde. Projekt Horizon hätten sie anscheinend nicht stemmen können… Mir stellt sich nur eine Frage: Es ist eine Erholung zu beobachten bereits in 2025 was Biotech-Aufträge betrifft aber bei Evo sehen wir nichts bis jetzt… Sind ihre Plattformen nicht mehr gefragt bzw. Ruf geschädigt? Wo bleiben die Aufträge/Erholung Nachfrage?
Wenn ich es richtig verstanden habe, liegen wir bei einer vereinbarten Rückzahlung zu 110% bei einem Zins von rd. 4%. Damit würde die Rechnung nicht aufgehen. Ich glaube eher, wie schon von Mitforisten angeführt, daß das Geld aufgrund der Streichung der Kreditlinie benötigt wird und zudem der Aufwand der Restrukturierung vom operativen Geschäft optisch getrennt werden soll. Was mich immer noch irritiert, ist die Zurückhaltung des Vorstandes bei den Insiderkäufen. Auf diesem Niveau von zeitweise 4,50€ absolut nichts, von keinem Vorstandsmitglied. Da kommt man schon ins Grübeln, oder?
@teyef: Lieben Dank für Deine Überlegungen: habe dazu ein paar Gedanken: die 116Mio werden doch genutzt, denke nicht, dass diese jahrelang herumliegen und am Geldmarkt partizipieren... so einfach wird das nicht gedacht sein: ChatGPt meint dazu Folgendes, würde das ähnlich sehen,: " Evotec nimmt 116 Mio. € auf. Evotec zahlt auf die Wandelanleihe 2,625 % Zinsen. Wenn kurzfristige Geldmarktanlagen ähnlich verzinst werden, könnte Evotec das Geld vorübergehend parken und Zinserträge erhalten. Wenn Zinserträge ≈ Zinsaufwand, dann wäre der Netto-Cashaufwand für die Finanzierung klein. Beispiel mit einfachen Zahlen: Anleihe: 116 Mio. × 2,625 % → ca. 3,0 Mio. € Zinskosten/Jahr Wenn Evotec gleichzeitig: 116 Mio. auf Geldmarkt zu z. B. 2,5 % bekäme: ca. 2,9 Mio. € Zinserträge/Jahr Dann sagen manche: „Fast kostenlos finanziert.“ Aber hier kommt der Haken: Der Gedanke funktioniert nur solange das Geld tatsächlich herumliegt. Wenn Evotec davon bezahlt: Restrukturierungskosten, Umbauten, Abfindungen, Investitionen, operative Cash-Abflüsse, dann passiert Folgendes: Jahr 1: 116 Mio. Cash → Zinserträge fast vollständig Jahr 2: vielleicht nur noch 80 Mio. Jahr 3: vielleicht 50 Mio. Jahr 4: vielleicht 20 Mio. Die Zinserträge schrumpfen mit. Dann bricht die „nahezu kostenlos“-Logik auseinander. Dazu kommen weitere Punkte: Transaktionskosten mögliche Verwässerung Kursdruck durch Wandelanleihe-Hedging •Opportunitätskostenereitstellen " Zur Frage Übernahme: Kursbesserung wünscht sich hier jeder, aber ob Triton Evo derzeit übernehmen will, fraglich, keiner weiß etwas und man durch die Wandelanleihe wirklich den Preis so hochsetzt, wie jetzt in den Raum gefragt, für mich fraglich... Die Wandelanleihe erzeugt m.E. nicht automatisch: einen gesetzlichen Mindestpreis, eine neue Preisuntergrenze, oder einen Übernahmeschutzschild. Ein Käufer müsste bei einer Übernahme möglicherweise berücksichtigen: zusätzliche Verwässerung durch spätere Wandlung, Rechte der Anleihegläubiger, mögliche Sonderkündigungsrechte, Finanzierungseffekte. Das kann einen Deal wirtschaftlich komplexer oder teurer machen. Eine Wandelanleihe kann die Übernahmestruktur komplizierter machen. Aber ein Übernahmepreis bzw. ein freies Angebot ist halt immer noch Grundlagenbasiert nach den Regeln des WpÜG. Von daher alles eher m.E. spekulativ, was eine Übernahme anbetrifft... würde daher eher skeptischer herangehen und das vielleicht eher jetzt erst. Aber klar, vielleicht war es eher das Ziel eine Übernahme zu verkomplizieren als den Preis hochzusetzen. Wir Außenstehende haben hier wenig Wissen und Chancen hinter die Kulissen zu blicken, was gerade abgeht.... denke, nach wie vor die HV wird hoffentlich mehr Aussagekraft haben
Es hängt auch stark von den Prompts ab, was die LLMs als Output liefern. Wenn man einfach den letzten Earnings-Bericht hochladen würde, zusammen mit der genauen Meldung zur Wandelanleihe, dann würde irgendeine taktische Emission wegen einer Übernahme eher nicht weit oben in der Liste stehen. Denn im Grunde gibt es für ein unprofitables Unternehmen wenige Möglichkeiten, über eine klassische Anleihe gute Konditionen zu bekommen (man sollte auch nicht vergessen, dass letztes Jahr eine 250 Mio Kreditlinie gestrichen wurde, weil man die Vertragsbedingungen verletzt hatte)... Aber dass das jetzt irgendeine geniale Finanzierungs-Magie sein soll, dass man Geld aus der Emission einer Wandelanleihe bekommt, es anlegt und damit die gesamten Zinsen einfach bezahlt, ohne Opportunitätskosten und die potenzielle Verwässerung ist auch egal…da fragt man sich, warum dann nicht alle Unternehmen nur noch Wandelanleihen emittieren.
@teyef: Lieben Dank für Deine Überlegungen: habe dazu ein paar Gedanken: die 116Mio werden doch genutzt, denke nicht, dass diese jahrelang herumliegen und am Geldmarkt partizipieren... so einfach wird das nicht gedacht sein: ChatGPt meint dazu Folgendes, würde das ähnlich sehen,: " Evotec nimmt 116 Mio. € auf. Evotec zahlt auf die Wandelanleihe 2,625 % Zinsen. Wenn kurzfristige Geldmarktanlagen ähnlich verzinst werden, könnte Evotec das Geld vorübergehend parken und Zinserträge erhalten. Wenn Zinserträge ≈ Zinsaufwand, dann wäre der Netto-Cashaufwand für die Finanzierung klein. Beispiel mit einfachen Zahlen: Anleihe: 116 Mio. × 2,625 % → ca. 3,0 Mio. € Zinskosten/Jahr Wenn Evotec gleichzeitig: 116 Mio. auf Geldmarkt zu z. B. 2,5 % bekäme: ca. 2,9 Mio. € Zinserträge/Jahr Dann sagen manche: „Fast kostenlos finanziert.“ Aber hier kommt der Haken: Der Gedanke funktioniert nur solange das Geld tatsächlich herumliegt. Wenn Evotec davon bezahlt: Restrukturierungskosten, Umbauten, Abfindungen, Investitionen, operative Cash-Abflüsse, dann passiert Folgendes: Jahr 1: 116 Mio. Cash → Zinserträge fast vollständig Jahr 2: vielleicht nur noch 80 Mio. Jahr 3: vielleicht 50 Mio. Jahr 4: vielleicht 20 Mio. Die Zinserträge schrumpfen mit. Dann bricht die „nahezu kostenlos“-Logik auseinander. Dazu kommen weitere Punkte: Transaktionskosten mögliche Verwässerung Kursdruck durch Wandelanleihe-Hedging •Opportunitätskostenereitstellen " Zur Frage Übernahme: Kursbesserung wünscht sich hier jeder, aber ob Triton Evo derzeit übernehmen will, fraglich, keiner weiß etwas und man durch die Wandelanleihe wirklich den Preis so hochsetzt, wie jetzt in den Raum gefragt, für mich fraglich... Die Wandelanleihe erzeugt m.E. nicht automatisch: einen gesetzlichen Mindestpreis, eine neue Preisuntergrenze, oder einen Übernahmeschutzschild. Ein Käufer müsste bei einer Übernahme möglicherweise berücksichtigen: zusätzliche Verwässerung durch spätere Wandlung, Rechte der Anleihegläubiger, mögliche Sonderkündigungsrechte, Finanzierungseffekte. Das kann einen Deal wirtschaftlich komplexer oder teurer machen. Eine Wandelanleihe kann die Übernahmestruktur komplizierter machen. Aber ein Übernahmepreis bzw. ein freies Angebot ist halt immer noch Grundlagenbasiert nach den Regeln des WpÜG. Von daher alles eher m.E. spekulativ, was eine Übernahme anbetrifft... würde daher eher skeptischer herangehen und das vielleicht eher jetzt erst. Aber klar, vielleicht war es eher das Ziel eine Übernahme zu verkomplizieren als den Preis hochzusetzen. Wir Außenstehende haben hier wenig Wissen und Chancen hinter die Kulissen zu blicken, was gerade abgeht.... denke, nach wie vor die HV wird hoffentlich mehr Aussagekraft haben
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