GAZPROM Forum: Community User: Caiw5c5f62645bb07
Na und, beschlossen hat es die Union, fertig. Seit wann ist der Druck der Opposition verantwortlich für Regierungsentscheidungen? Aber egal, der Atomausstieg ist aus meiner Sicht richtig und notwendig, da diese Technologie in ihrer aktuellen Nutzungsform nicht sicher beherrschbar ist. Das man in den Jahren seit dem Beschluss sich auf eine Abhängigkeit von einem totalitären Staat eingelassen hat ist überwiegend die Schild der Union.
Richtig, die Union hat diesen Atomausstieg 2010 aber nicht gekippt, um ihn ein Jahr später wieder einzuführen. Im März 2011 kam Fukushima und die CDU hat auf Druck der Grünen nachgegeben. "Fraktionschefin Renate Künast vermisst beim Ausstiegsplan der schwarz-gelben Regierung eine "Beschleunigung" des Ausstiegs nach der Atom-Katastrophe in Fukushima-1 - sie sieht stattdessen "ein Zurück zum Status quo"." Wenn du also schon so etwas in den Raum wirfst dann bitte auch mit allem was dazugehört. Das ist kein Rosinen picken. Das war im Mai 2011. Also 2 Monate nach Fukushima. Es spielt aber auch keine Rolle. Zu diesem Zeitpunkt wollten die Grünen den kompletten Ausstieg bereits 2017, was völlig absurd war und ist. Die Grünen haben also zusammen mit den Roten den Atomausstieg entschieden. Das war 2001. Dagegen waren CDU, CSU und FDP. Was gibt's da noch zu diskutieren? Nachdem die CDU und FDP dann 2010 entschieden haben das ganze zu kippen, kam den grünen 2011 Fukushima gerade passend, um Druck aufzubauen, um aus dem Einstieg wieder auszusteigen. Interessant vor allem, weil selbst in Japan niemand auf die absurde Idee gekommen ist wegen des GAUS aus der Atomkraft auszusteigen. Es gab bis dahin nicht einmal eine grüne Partei und die, die dann anschließend gegründet wurde hatte 0,1% Zustimmung.😂 Aber die deutschen grünen, völlig verängstigt vor Tsunamis in Deutschland, hätten sie am liebsten gleich am nächsten Tag in die Luft gesprengt. Selbst die Grünen in Finnland verstehen nicht was die deutschen grünen mit klimaneutralen Atomkraftwerken haben. "Grün und für Atomkraft: In Finnland ist das kein Widerspruch, auch nicht im Jugendverband der Partei. Dort lobt man Atomstrom als klimaneutral - und wundert sich über die deutsche Haltung zu den fossilen Brennstoffen." https://www.tagesschau.de/ausland/europa/finnland-gruene-atomenergie-101.html Das lässt sich nur mit Ideologie und der Angst vor völliger Bedeutungslosigkeit begründen.
@Nino Du hast aber schon mitbekommen, dass die Union diesen Atomausstieg 2010 gekippt hat um sich dann selbst bereits 2011 für den eigenen Atomausstieg feiern zu lassen? Und sich dann in die Abhängigkeit begeben hat? Wenn man stattdessen konsequent auf mehrere Energieträger gesetzt hätte wäre man heute nicht in dieser Position.
Nun ja, damals waren bei den Grünen Leute wie Trittin oder Roth dominierend, die sehr ideologisch unterwegs waren, um es einmal freundlich zu sagen. Die Grünen haben sich aber weiterentwickelt. Die CDU hat sich dagegen in die düsterste Fossilienzeit zurückentwickelt, siehe insbesondere den neuen Chef, hier ist ein Philipp Amthor tatsächlich ein einsamer Rufer in der Wüste. Und vor allem ist der Atomausstieg auch ein richtiger Schritt, nur hätte man die Erneuerbaren entsprechend massiv fördern müssen, dies ist das eigentliche Versäumnis der letzten 20 Jahre.
Auch mal etwas Zeitgeschichte, weil die Grünen das gerne in den Medien so breit treten, dass die CDU für unsere Gasabhängigkeit verantwortlich ist. Verantwortlich dafür ist der Atomausstieg und der damit erzwungene Umstieg auf Gas. Hier also einige Textpassagen: "Nach dem Atomausstiegsbeschluss der rot-grünen Regierung vor zehn Jahren sollten alle deutschen Meiler schrittweise bis etwa 2022 vom Netz gehen. Rot-Grün hatte sich 2001 nicht auf eine konkrete Jahreszahl festgelegt, sondern den deutschen Atomkraftwerken sogenannte Reststrommengen zugebilligt. Ab Inkrafttreten des Atomgesetzes am 1. Januar 2002 hätten die deutschen AKW insgesamt 2623 Terrawattstunden erzeugen dürfen. Man ging davon aus, dass diese Menge etwa im Jahr 2022 aufgebraucht worden sei. Die SPD pocht heute auf einen Ausstieg bis 2020, die Grünen wollen bis 2017 alle Meiler vom Netz nehmen. Als SPD und Grüne 2001 den Atomausstieg beschlossen, mussten sie sich von Umweltverbänden sagen lassen, dass von einem "Ausstieg" im eigentlichen Sinne nicht die Rede sein könne - die Zeitspanne, bis die Meiler vom Netz gingen, sei viel zu lange. Tatsächlich konnten CDU, CSU und FDP den rot-grünen Entschluss wieder rückgängig machen, als sie zwei Legislaturperioden später die Mehrheit im Bundestag hatten. Im Oktober 2010 beschlossen sie eine Laufzeitverlängerung um durchschnittlich zwölf Jahre pro AKW. Auf welcher Basis erfolgt der Ausstieg? Ende 2001 beschloss die rot-grüne Mehrheit im Bundestag den Atomausstieg - gegen den Willen von CDU, CSU und FDP. Kanzler Gerhard Schröder hatte sich im Sommer 2000 mit den führenden Strommanagern auf einen "Atomkonsens" verständigt. https://www.sueddeutsche.de/politik/atomausstieg-schwarz-gelb-vs-rot-gruen-alles-bleibt-anders-1.1103260
Bereits seit Ronald Reagans Amtszeit in den 1980er Jahren hätten US-Regierungen Deutschland davor gewarnt, sich so von einem despotischen Regime abhängig zu machen, erklärt Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman in der "New York Times". "Diese Situation hätte niemals eintreten dürfen." Der britische "Guardian" schreibt von einer "idiotischen Abhängigkeit von russischem Gas".
Auch mal etwas Zeitgeschichte, weil die Grünen das gerne in den Medien so breit treten, dass die CDU für unsere Gasabhängigkeit verantwortlich ist. Verantwortlich dafür ist der Atomausstieg und der damit erzwungene Umstieg auf Gas. Hier also einige Textpassagen: "Nach dem Atomausstiegsbeschluss der rot-grünen Regierung vor zehn Jahren sollten alle deutschen Meiler schrittweise bis etwa 2022 vom Netz gehen. Rot-Grün hatte sich 2001 nicht auf eine konkrete Jahreszahl festgelegt, sondern den deutschen Atomkraftwerken sogenannte Reststrommengen zugebilligt. Ab Inkrafttreten des Atomgesetzes am 1. Januar 2002 hätten die deutschen AKW insgesamt 2623 Terrawattstunden erzeugen dürfen. Man ging davon aus, dass diese Menge etwa im Jahr 2022 aufgebraucht worden sei. Die SPD pocht heute auf einen Ausstieg bis 2020, die Grünen wollen bis 2017 alle Meiler vom Netz nehmen. Als SPD und Grüne 2001 den Atomausstieg beschlossen, mussten sie sich von Umweltverbänden sagen lassen, dass von einem "Ausstieg" im eigentlichen Sinne nicht die Rede sein könne - die Zeitspanne, bis die Meiler vom Netz gingen, sei viel zu lange. Tatsächlich konnten CDU, CSU und FDP den rot-grünen Entschluss wieder rückgängig machen, als sie zwei Legislaturperioden später die Mehrheit im Bundestag hatten. Im Oktober 2010 beschlossen sie eine Laufzeitverlängerung um durchschnittlich zwölf Jahre pro AKW. Auf welcher Basis erfolgt der Ausstieg? Ende 2001 beschloss die rot-grüne Mehrheit im Bundestag den Atomausstieg - gegen den Willen von CDU, CSU und FDP. Kanzler Gerhard Schröder hatte sich im Sommer 2000 mit den führenden Strommanagern auf einen "Atomkonsens" verständigt. https://www.sueddeutsche.de/politik/atomausstieg-schwarz-gelb-vs-rot-gruen-alles-bleibt-anders-1.1103260
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