GAZPROM Forum: Community User: Caiw5c5f62645bb07

Kommentare 99.617
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Gruno, 18.09.2022 13:07 Uhr
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Einfach mal eine sehr einfache Rechnung: Gasimporte 2021 etwa 39 Mrd Euro https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1265531/umfrage/monatlicher-importwert-von-erdgas-in-deutschland/ Ein windrad kostet etwa 6-7 Millionen € Für das Geld könnte man grob 6.000 windräder errichten. Geht man davon aus, dass etwa nochmal so viele kosten für energiespeicher und stromleitungen hinzukommen verbleiben immer noch 3.000 Stück. Der größte windpark der Welt soll 7.000 Räder umfassen und 200 GW liefern. https://de.constructionreviewonline.com/gr%C3%B6%C3%9Fte-Projekte/Top-10-der-gr%C3%B6%C3%9Ften-Windparks-der-Welt/ Runter gerechnet hätten wir dann 85 GW. Stromproduktion in Deutschland pro Jahr ca. 222 GW https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/strommarkt-der-zukunft.html Würde man allein die gaskosten (vor dem Krieg!) einsparen und die komplette Einsparung in windanlagen, Leitungen und Speicher investieren könnten wir selbst bei einer verdreifachung des strombedarf den umstieg nur durch die Einsparung der gasimporte innerhalb von zehn Jahren Ausgleichen. Natürlich graue Theorie, da nicht ausgleichend Platz, nur Wind ohne solar unfug und auch aus anderen Gründen derart massiver und zeitnaher Ausbau nicht möglich, aber ich denke, dass es trotzdem zeigt, dass ein Ausbau der windkraft auch Wirtschaftlich sinnvoll ist. Man muss bedenken, dass wir und ja nicht nur Gas, sondern auch Öl, Kohle etc. einsparen würden.
Bagocell007pfs
Bagocell007pfs, 18.09.2022 12:15 Uhr
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Schön, dass es noch Menschen gibt, mit denen man sachlich diskutieren kann. Ich persönlich habe nichts dagegen, wenn man die drei Atomkraftwerke etwas länger laufen lässt. Fraglich ist es meines Erachtens, ob es sich lohnt a) neue Brennstäbe zu erwerben und b) größere Wartungen zu tätigen, die bei 2-3 Jahren vermutlich anfallen würden. Meine Vorschlag wäre, man lässt die drei Anlagen laufen bis die Brennstäbe alle sind und lässt es dann gut sein. Sollte grob Februar / März sein, wobei ich dies nachlesen müsste. Würde uns zumindest fast über den Winter bringen und danach sollte es sich eh wieder etwas entspannen.

Genau so ist es Gruno, einfach zu Ende fahren wenn technisch möglich. Frage ist auch ob und wie weit Wartungsarbeiten noch gemacht wurden da ja abgeschalten werden sollte.
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Gruno, 18.09.2022 12:15 Uhr
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war das eine antwort auf meine fragen? eine studie die das ganze mal durchgerechnet hat würde ich auch nehmen

Die Frage ist halt sehr komplex und hängt halt auch von sehr vielen Unsicherheitsfaktoren und von der konkreten Umsetzung an. Falls es mehrere Studien dazu gibt, kannst du dir sicher sein, dass die Ergebnisse enorm abweichen. Letztendlich muss man ja auch die Einsparungen gegen rechnen und vermutlich kann dir niemand halbwegs seriös sagen, wie viel Gas, Öl, Kohle oder Uran in Zukunft kosten werden, das selbe gilt für Lithium und andere Rohstoffe die du für den Umbau brauchen wirst. Die Studie zu den stromgestehungskosten habe ich schon mehrmals gepostet. Demnach kannst du aktuell mit solar und Wind gegenüber dem Rest kaum draufzahlen.
G
Gruno, 18.09.2022 12:07 Uhr
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gibt es eine quelle wie viel speicher wir brauchen? wie viel strom brauchen wir überhaupt wenn das meiste oder alles über strom läuft? woher kommen die ressourcen dafür? wie teuer wäre es deutschland damit über den Winter zu versorgen? wie viel mehr strom brauchen wir im sommer um sie zu füllen? hat einer antworten darauf?

Wenn du Mobilität und Wärme auf Strom umstellen möchtest, brauchst du 2-3 mal so viel Strom wie jetzt. Kannst natürlich auch den indirekten weg gehen und zumindest teilweise auf importierten Wasserstoff setzen. Beim Thema Mobilität und Wärme gibt es generell auch Alternativen wie Biogas, Erdwärme, Holz etc. Vollständige Unabhängigkeit wird lange dauern und kosten, aber jeder Schritt dahin ist ein Fortschritt. Meines Erachtens wird die Vernetzung mit anderen Staaten eine große Rolle spielen. Portugal wird demnächst Überschüsse produzieren und kann Strom aus erneuerbaren exportieren. Dürfte für uns zumindest günstiger als öl- und gasimporte werden. Letztendlich muss man sich durchrechnen was teurer kommt: weiterhin jedes Jahr Milliarden für öl- und gasimporte investieren oder das Geld für den Ausbau erneuerbarer verwenden. Sollen Experten machen, aber ich bin mir relativ sicher, dass sich mittelfristig der umstieg lohnen wird.
G
Gruno, 18.09.2022 11:57 Uhr
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https://app.handelsblatt.com/unternehmen/energie/gazprom-wie-russland-versucht-gas-nach-china-zu-bringen/28683348.html
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Dallas1983, 18.09.2022 11:57 Uhr
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war das eine antwort auf meine fragen? eine studie die das ganze mal durchgerechnet hat würde ich auch nehmen
McPie
McPie, 18.09.2022 11:54 Uhr
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Kurz- bis mittelfristig wird es nicht ohne Kohle gehen, und die erneuerbaren müssen natürlich rasch weiter ausgebaut werden. Langfristig wird man wohl grünen Wasserstoff aus Power-to-Gas importieren müssen, prinzipiell sollte dies auch zu günstigen Kosten möglich sein. Dumm wäre es allerdings, hier wieder auf eine Karte zu setzen, wo möglicherweise auch noch hohe politische Risiken eine Rolle spielen (zB Wasserstoff aus westafrikanischen Solaranlagen). Daher sollte man unbedingt schauen, dass man hier mehrgleisig fährt.
D
Dallas1983, 18.09.2022 11:20 Uhr
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gibt es eine quelle wie viel speicher wir brauchen? wie viel strom brauchen wir überhaupt wenn das meiste oder alles über strom läuft? woher kommen die ressourcen dafür? wie teuer wäre es deutschland damit über den Winter zu versorgen? wie viel mehr strom brauchen wir im sommer um sie zu füllen? hat einer antworten darauf?
G
Gruno, 18.09.2022 11:08 Uhr
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Wie die Patrioten von der AfD freut sich Nino über jede Verschlechterung der Lage und gibt alles um die Leute aufzuwiegeln. Das hatten wir schon mal in Deutschland.

Wenn man bei demokratischen Wahlen keine Chance hat, muss man es über gewaltsame Aufstände versuchen. Auch nach dem Winter wird die AFD nicht viel mehr als 10-15% der Stimmen bekommen, weil die Mehrheit der Bevölkerung trotz allem weiß. dass die AFD nichts konstruktives auf die Reihe bringt und Destruktion haben wir so schon genügend. Auch innerhalb der übrigen Parteien wird sich nicht viel nach rechts bewegen. Die Union wird vielleicht noch ein paar Prozent hinzugewinnen, aber weshalb die FDP zulegen sollte ist mir völlig schleierhaft. Scholz muss endlich einsehen, dass der krieg nur endet, wenn man der Ukraine auch Panzer liefert und die FDP muss ihre Blockadepolitik (Tempolimit, Besteuerung von Krisengewinner, Umverteilung der Energiekosten) aufgeben, andernfalls werden beide Parteien aus Ihrem tief nicht rauskommen.
McPie
McPie, 18.09.2022 11:01 Uhr
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Schön, dass es noch Menschen gibt, mit denen man sachlich diskutieren kann. Ich persönlich habe nichts dagegen, wenn man die drei Atomkraftwerke etwas länger laufen lässt. Fraglich ist es meines Erachtens, ob es sich lohnt a) neue Brennstäbe zu erwerben und b) größere Wartungen zu tätigen, die bei 2-3 Jahren vermutlich anfallen würden. Meine Vorschlag wäre, man lässt die drei Anlagen laufen bis die Brennstäbe alle sind und lässt es dann gut sein. Sollte grob Februar / März sein, wobei ich dies nachlesen müsste. Würde uns zumindest fast über den Winter bringen und danach sollte es sich eh wieder etwas entspannen.

Gerne
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Gruno, 18.09.2022 10:59 Uhr
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Grundsätzlich hast Du recht, und die Debatte wird einseitig und populistisch auf die drei Atomkraftwerke fokussiert, die nur noch einen verhältnismäßig kleinen Anteil zur Stromerzeugung beitragen und nichts zur Wärmeerzeugung. Es ist auch nicht so, dass die Atomkraftwerke Gasstrom ersetzen könnten, und die "freigewordenen" Gasstromanlagen wiederum einen Beitrag zur Wärmeerzeugung liefern könnten. Populistisch ist es auch, wenn Habeck komplizierte technische Sachverhalte manchmal missverständlich oder teilweise falsch widergibt, daraus zu folgern, dass er sich nicht von technischen Experten beraten lässt. Was soll man dann zu Friedrich Merz sagen, der das ganze komplexe Gebiet der Physik und Ingenieurstechnik gerne mal populistisch auf einen Bierdeckel vereinfacht ("Solarkraft taugt nichts, weil die Sonne nachts nicht scheint"), ganz zu schweigen von den AfD-Schwurblern. Allerdings gibt es wohl auch in der Tat legitime Argumente für die Verlängerung der Laufzeit der benannten drei Atomkraftwerke, unter anderen weil dies ggf. einer Eskalation der Strompreise entgegenwirken könnte in der aktuellen Situation, was den erheblichen finanziellen, logistischen und bürokratischen Aufwand sowie ein eher geringes Sicherheitsrisiko für eine Verlängerung der Kraftwerke rechtfertigen könnte.

Schön, dass es noch Menschen gibt, mit denen man sachlich diskutieren kann. Ich persönlich habe nichts dagegen, wenn man die drei Atomkraftwerke etwas länger laufen lässt. Fraglich ist es meines Erachtens, ob es sich lohnt a) neue Brennstäbe zu erwerben und b) größere Wartungen zu tätigen, die bei 2-3 Jahren vermutlich anfallen würden. Meine Vorschlag wäre, man lässt die drei Anlagen laufen bis die Brennstäbe alle sind und lässt es dann gut sein. Sollte grob Februar / März sein, wobei ich dies nachlesen müsste. Würde uns zumindest fast über den Winter bringen und danach sollte es sich eh wieder etwas entspannen.
McPie
McPie, 18.09.2022 10:47 Uhr
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Hier nochmal eine sachliche Beleuchtung der Fragen https://www.ndr.de/nachrichten/info/Atomkraft-statt-Gas-Debatte-um-Zukunft-der-AKW-,faqatomkraft100.html#:~:text=Das%20Einsparpotenzial%20f%C3%BCr%20Gas%20sei,des%20j%C3%A4hrlichen%20Gasverbrauchs%20einsparen%20w%C3%BCrde.
McPie
McPie, 18.09.2022 10:36 Uhr
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Wenn es zu einem blackout kommt, liegt es sicher nicht an den fehlenden Atomkraftwerken. Das Problem ist ja der lastenausgleich und den können auch Atomkraftwerke nicht Ausgleichen, da grundlast und wenn mal 5 minuten der Strom weg ist geht für mich die welt nicht unter. Kein Experte erwartet einen Tage oder wochenlangen Stromausfall. Wir haben 13 vom 16 Kraftwerke ohne Probleme abgeschaltet, warum sollten die übrigen drei so ein Problem sein? Das einzige was sich jetzt geändert hat, ist das Gas fehlt, aber Gas hat eine völlig andere Funkion als atom, weshalb die Atomkraftwerke das Problem nicht lösen. Die atomdebatte ist für mich eine scheindebatte derer, die die energiewende jahrelang gegen die wandgefahren haben.

Grundsätzlich hast Du recht, und die Debatte wird einseitig und populistisch auf die drei Atomkraftwerke fokussiert, die nur noch einen verhältnismäßig kleinen Anteil zur Stromerzeugung beitragen und nichts zur Wärmeerzeugung. Es ist auch nicht so, dass die Atomkraftwerke Gasstrom ersetzen könnten, und die "freigewordenen" Gasstromanlagen wiederum einen Beitrag zur Wärmeerzeugung liefern könnten. Populistisch ist es auch, wenn Habeck komplizierte technische Sachverhalte manchmal missverständlich oder teilweise falsch widergibt, daraus zu folgern, dass er sich nicht von technischen Experten beraten lässt. Was soll man dann zu Friedrich Merz sagen, der das ganze komplexe Gebiet der Physik und Ingenieurstechnik gerne mal populistisch auf einen Bierdeckel vereinfacht ("Solarkraft taugt nichts, weil die Sonne nachts nicht scheint"), ganz zu schweigen von den AfD-Schwurblern. Allerdings gibt es wohl auch in der Tat legitime Argumente für die Verlängerung der Laufzeit der benannten drei Atomkraftwerke, unter anderen weil dies ggf. einer Eskalation der Strompreise entgegenwirken könnte in der aktuellen Situation, was den erheblichen finanziellen, logistischen und bürokratischen Aufwand sowie ein eher geringes Sicherheitsrisiko für eine Verlängerung der Kraftwerke rechtfertigen könnte.
W
WalterSparbier, 18.09.2022 9:41 Uhr
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In Wien sind heute Zehntausende auf die Straße gegangen. Der Winter hat noch nicht einmal begonnen. Bin mal gespannt wie es die nächsten Wochen wird. In Deutschland finden aktuell auch in vielen Städten Demos mit tausenden statt.

Wie die Patrioten von der AfD freut sich Nino über jede Verschlechterung der Lage und gibt alles um die Leute aufzuwiegeln. Das hatten wir schon mal in Deutschland.
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Gruno, 18.09.2022 7:54 Uhr
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Da nino zuletzt die schlaue These geäußert hat, Batterien funktionieren nicht. https://www.heise.de/hintergrund/Batterien-in-Elektroautos-Kosten-sinken-Nutzen-steigt-rasant-7256444.html Der Standardfehler deutscher konservativer besteht darin, technischen Fortschritt zu ignorieren. Es wird immer der Status quo auf die Zukunft projiziert, obwohl jeder halbwegs vernünftige Mensch weiß, dass mit Massenanwendung der technische Fortschritt rapide zu nimmt. Wenn mehr Menschen an der Weiterentwicklung eines Produkts arbeiten, geht es schneller. Eigentlich eine Binsenweisheit, aber für nino offensichtlich doch zu hoch.
G
Gruno, 18.09.2022 7:40 Uhr
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Also hast du dich endlich als Grünenwähler geoutet ja? Du Backpfeifengesich.t

Im Gegensatz zu den meisten AFD-wählern steh ich dazu du vollpfosten.
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