Gerresheimer Private Forum WKN: A0LD6E ISIN: DE000A0LD6E6 Kürzel: GXI Forum: Aktien User: Useyourillusion
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Ich vermute der enge Fahrplan musste so gewählt werden. Zum einen wegen der Vorgaben des AktG, zum anderen wegen der Banken. Natürlich könnte auch die Frist mit den Banken noch einmal verlängert werden. GXI ist abhängig von Dritten und hier zentral KPMG. KPMG ist aber selbst unter Beschuss. Sowohl von Seiten der BAFin als auch der eigenen Berufsaufsicht, deshalb wohl ja auch die Beauftragung von GT und der forensischen Untersuchung, um hier abschließend „reinen Tisch“ zu machen, aber auch um die Verantwortlichkeiten für den JA 2024 mittelbar zu klären. Ggfs gibt es Differenzen zwischen GT und KPMG, die sich eben auch auf die Verfahren für den JA2024 auswirken könnten. Da kann sich KPMG keine Angriffsfläche leisten. Ggfs kommt hier aber auch intern Lehmann unter Feuer, da er ja die Aufstellung des JA 2024 in 2025 zu verantworten hatte. Die Beauftragung von GT hat deshalb den zeitlichen Fahrplan gestreckt und möglicherweise auch die Basis für eine zeitliche Überschreitung gesetzt. Der Vorteil wird aber sein, dass nach Vorlage des testierten JA „reiner Tisch“ gemacht worden ist. Deswegen wäre für mich eine kurzfristige Überschreitung der Terminierung nicht wirklich überraschend oder schlimm. Das Management hatte seinerzeit in der Pressemitteilung auch angekündigt, dass man sich „bemüht“ den Termin für den Jahresabschluss 2025 im Juni 2026 weiterhin einzuhalten. Die Formulierung war jedoch bereits eine bedingte, da man eben auf Externe nur einen eingeschränkten Einfluss hat. Allerdings muss man auch sehen, dass KPMG sich gegebenenfalls sich selbst weiteren Haftungansprüchen aussetzt, wenn man nicht so kooperieren sollte, dass die gesetzlichen und rechtlichen Anforderungen des Aktiengesetzes eingehalten werden können. Auch KPMG ist hier unter einem erheblichen zeitlichen Druck zu liefern. Der Kurs ist alles in allem eben nicht ohne Grund dort, wo er ist. Aber das ist ja auch gerade die Chance, wenn man vom relevanten Markt und dem Unternehmen operativ überzeugt ist. Mein Tipp an die GXI-Veteranen: Blendet eure eigene Erfahrung mit GXI aus, es ist mit Röhrhoff ein neuer Sheriff in GXI-Town und fragt euch nur, ob ihr JETZT neu in das Unternehmen einsteigen würdet, wenn ihr keinerlei GXI-Erfahrung und etwaige Buchverluste hättet.
Wir müssen einfach demütig abwarten, richtig. Sollte es zu einer erneuten Verzögerung kommen, sehe ich das aber nicht als triviale Banalität an. Man wollte den Jahresabschluss am 26.2.vorstellen, dann hieß es, man arbeitet mit Hochdruck daran, Ende März einzuhalten, um nicht aus dem SDax zu fliegen und bei den SSD-Gläubigern einen technicial Default zu vermeiden. Dann hat man auch das nicht eingehalten und eine Fristverlängerung bei Banken und Gläubigern von Ende September ausgehandelt. Dennoch hat man weiterhin kommuniziert, dass man Juni anstrebt. Sollte dies nun erneut nicht eingehalten werden können, geht erneut sehr viel Vertrauen zu Bruch und es würde Röhrhoff und Lehmann persönlich beschädigen. Das wäre dann nicht mehr Siemssen und Metzner zuzurechnen. Und mir würden sich 2 Fragen aufdrängen. Warum ist man bei der erzielten Fristverlängerung nicht gleich (mit Puffer) auch bei der geplantern Vorlage für den Jahresabschluss auf September gegangen und wieso dauert das mit der Forensik und dem Testat überhaupt derart lange, so dass man sich ständig verschätzt, wenn es doch keine neuen gravierenden Findings gibt? Aber wie gesagt, vielleicht packen sie es ja diesmal und Juni kann gehalten werden. Die Hoffnung bleibt...
Ich verstehe die Ungeduld in einer Phase großer Unsicherheit. Man muss sich aber mal selbst fragen, ob dies klug ist bei €27,XX nervös zu werden, wenn AOC mit AR-Insight vor 2 Wochen seine Position signifikant zu über €28 erhöht hat und ankündigt, dass man weiter aufstocken wird. AOC fährt ferner eine Call/Put-Konstruktion einerseits zur Absicherung der eigenen Aktienposition andererseits zur Aufstockung der Aktienposition über kalkulierte überproportionale Call-Gewinne. Das zeugt von „conviction“. Selbst eine terminliche Verschiebung des Testats ggfs. wegen Kleinigkeiten ändert nichts an den grundsätzlichen Überlegungen. Die HV wird nach Vorlage des testierten JA mit Einberufungsfrist von 30 Tagen bis Ende August zwingend abgehalten werden müssen. Bis dahin wird sich alles weisen.
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