HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN WKN: 731400 ISIN: DE0007314007 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion

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17. Juli 2026, 23:00 Uhr, Lang & Schwarz
Knock-Outs auf Heidelberger Druckmaschinen
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Kommentare 14.370
Fusion
Fusion, 16.10.2020 10:57 Uhr
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Der letzte Satz suggeriert fast, HD stand vor der Krise gut da...
Fusion
Fusion, 16.10.2020 10:56 Uhr
0
Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung Von Barbara Klauß Heidelberg/Wiesloch. Bei Heidelberger Druckmaschinen ist ein Ende der Kurzarbeit vorerst nicht in Sicht. "Ich fürchte, wir werden das in unterschiedlichem Grad sicher bis zum Ende beantragen", erklärte Heideldruck-Chef Rainer Hundsdörfer am Mittwochabend vor Journalisten. Das Bundeskabinett hatte die Regelungen zur Kurzarbeit zuletzt bis Ende 2021 verlängert. Das Instrument soll dazu beitragen, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu mildern. Derzeit sind im Stammwerk in Wiesloch einem Unternehmenssprecher zufolge noch 50 Prozent der derzeit rund 4600 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Im Moment hole der Druckmaschinenbauer nur die Leute aus der Kurzarbeit, die dringend benötigt würden für Aufträge, die Umsatz und Marge bringen, erklärte der Vorstandsvorsitzende Hundsdörfer. "Was nicht dringend ist, machen wir nicht." Wenn sich die Märkte jedoch erholten wie erhofft, solle die Kurzarbeit zum Jahresende hin reduziert werden. Die Corona-Pandemie hat beim ohnehin kriselnden Druckmaschinenbauer zu einem starken Umsatzrückgang geführt: Allein im vierten Quartal des zurückliegenden Geschäftsjahres (bis 31. März), das zum Teil in der Phase des Lockdowns lag, sank er deutlich von 797 Millionen auf 659 Millionen Euro. Im Frühjahr schickte Heideldruck einen Großteil seiner Mitarbeiter in Kurzarbeit. So waren im Stammwerk in Wiesloch zeitweise nur noch 300 bis 500 der damals noch rund 4700 Menschen bei der Arbeit. Die weltweite Pandemie erwischte das Unternehmen mitten im Umbruch: Kurz zuvor erst hatte das Management einen harten Sparkurs verkündet. Randbereiche sollten verkauft, unprofitable Produkte wie die Digitaldruckmaschine Primefire eingestellt und Führungsstrukturen gestrafft werden, zudem Tausende Stellen abgebaut. Von harten Einschnitten sprach Hundsdörfer. Um die Zukunft zu sichern, will man sich künftig auf das profitable Kerngeschäft mit Bogenoffsetdruckmaschinen – in dem Heideldruck nach wie vor Weltmarktführer ist – konzentrieren. Das Traditionsunternehmen schrumpfe sich gesund, hieß es. Zudem wurde ein Pensionsfonds aufgelöst. Dadurch flossen 380 Millionen Euro in die Unternehmenskassen. Bei der Umstrukturierung sieht Hundsdörfer das Unternehmen im Plan, wie er am Mittwoch sagte. Auch beim Stellenabbau: 1600 der insgesamt 11.500 Arbeitsplätze sollten wegfallen, rund 1000 davon im Stammwerk. Bis auf 150 (fast alle davon in Wiesloch) habe man dieses Ziel inzwischen erreicht, so der Heideldruck-Chef. Und, fügte er hinzu: "Wir waren in der Lage, fast alle Stellen weitgehend sozialverträglich abzubauen." Viele Mitarbeiter verlassen das Unternehmen demnach über Altersteilzeit-Regelungen. Das bringe den Vorteil, dass man die recht alte Belegschaft deutlich verjüngen könnte, so Hundsdörfer. Andere Mitarbeiter wechseln in Transfergesellschaften, in denen sie weitergebildet und nach Möglichkeit in andere Jobs vermittelt werden sollen. Zwei Transfergesellschaften sind bereits im Juli und Oktober gestartet, eine weitere beginnt am 1. Januar. Von den Wieslocher Kollegen werden dann einem Sprecher zufolge insgesamt rund 220 in einer der Transfergesellschaften gewechselt haben. Zudem hat Heideldruck laut Hundsdörfer im September eine Hochzinsanleihe zurückgezahlt. "Wir sind faktisch fast schuldenfrei", sagte er am Mittwoch. Das Unternehmen sei finanziell so stabil wie lange nicht und könne sich aus eigener Kraft – also auch ohne beispielsweise KfW-Kredite in Anspruch nehmen zu müssen – gegen die Krise stemmen. "Die Neuausrichtung ist unabdingbar", so der Heideldruck-Chef. "Angesichts der Dynamik, die Covid-19 in die Welt und unsere Industrie gebracht hat, ist sie zwingender denn je." Und auch in einer weiteren Entscheidung sieht er sich durch die Pandemie bestätigt: die Präsenz in China. Mit der eigenen Mannschaft vor Ort sei man dort auch während des Lockdowns handlungsfähig geblieben, erklärte Hundsdörfer. Im Werk im chinesischen Shanghai fertige das Unternehmen inzwischen alle Formatklassen – "in absolut vergleichbarer Qualität", wie der Heideldruck-Chef betonte. Zudem werde die Entwicklung für die Produkte, die dort produziert werden, in China ausgebaut. 70 bis 80 Prozent der Maschinen aus dem chinesischen Werk werden Hundsdörfer zufolge nach Asien verkauft. Der Rest weltweit – Tendenz steigend. Künftig sollen die Standard-Maschinen vermehrt aus China kommen, die Hightech-Maschinen aus Wiesloch. Mit Blick auf die Zukunft zeigte sich Hundsdörfer "relativ optimistisch": "Nach der Krise wird Heidelberg besser dastehen als vorher, davon bin ich fest überzeugt." Insgesamt helle sich die Lage in der Branche auf. So seien auch für Heideldruck die Monate August und September schon wieder ganz ordentlich gewesen. Bis 2023 oder ’24, meinte er, werde das Unternehmen das Vorkrisenniveau wieder erreichen.
Fusion
Fusion, 16.10.2020 10:53 Uhr
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Man muß aber fairerweise dazusagen, daß diese üppigen Löhne damals (und bei gesunden Firmen heute noch) durchaus üblich waren. Heute gibt's in jeder vergleichbaren Industriefirma Leute mit alten und neuen Verträgen. Bei Heidelberg dürfte der Unterschied umso größer ausfallen. Ich z. B. arbeite seit meinem Weggang von Heidelberg wieder bei einer Firma, die Erfolgsbeteiligung, Ostergeld, Sonderprämie etc. zahlt. Unnötig zu erwähnen, daß diese FA wirtschaftlich nicht mit HD zu vergleichen ist. Schaut man sich mal John Deere, Daimler etc. an - die zahlen teilweise heute noch mehr als HD zu besten Zeiten.
I
Insid3r, 16.10.2020 0:29 Uhr
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@Aburger die Antrittsgelder, Zulagen usw. stammen alle noch aus „besseren Zeiten“. Damals als die Kunden noch mit Geldkoffern auf die Drupa kamen um ihre Maschine bar zu bezahlen und garantiert geliefert zu bekommen. Als man sich vor Arbeit kaum retten konnte. Und diese Altverträge belasten das Unternehmen schwer. Sie haben sich diese Privilegien in guten Zeiten aufgebaut und jetzt kann man sie ihnen nicht mehr weh nehmen. Deshalb ist ATZ und der Abgang vieler älterer Mitarbeiter ein Segen für das Unternehmen. Die Leute die in den letzten 10-15 Jahren eingestellt wurden haben die ganzen Sonderleistungen nicht und sind deutlich günstiger.
Fusion
Fusion, 12.10.2020 14:16 Uhr
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Waren am Schluß bei uns glaube nur noch um die 20 Euro
Fusion
Fusion, 12.10.2020 14:15 Uhr
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Dieses sog. "Antrittsgeld" gab's zu meiner Zeit überwiegend Samstags. Und samstags wurde eigentlich nur gearbeitet wenn viele Aufträge und/oder Rückstand da war. Das Antrittsgeld wurde in den letzten Jahren aber immer weiter reduziert. Dürfte derzeit kaum noch nennenswert in der Höhe sein.
Aburger
Aburger, 12.10.2020 13:25 Uhr
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Wenn das so ist wie Insider beschreibt, so deutet das auf eine inkompetente Personalleitung und Geschäftsführung hin. Die IG. Metalltarif sind verglichen mit anderen, sehr üppig. Dann noch darüber "Antrittsprämien" zu zahlen ist kompletter Blödsinn. Da haben sich inkompetente Führungskräfte das Wohlwollen der Gewerkschaft und des BR "erkauft". Ausbaden müssen es jetzt AN und Kleinaktionäre. Und Betriebsrentner. Bei einer Insolvenz zahlt die Rente der Pensionssicherungsverein. Der Nachteil, eine Anpassung (Erhöhung) gibt's dann nicht mehr. D. h., die Rente wird Jahr für Jahr immer weniger wert.
Fusion
Fusion, 11.10.2020 15:48 Uhr
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Ich muß dazu erwähnen, daß mein Vater, damals mein Opa und heute noch diverse Onkels dort arbeiten. Ich selbst war 20 Jahre in dieser Firma, im Grunde kann man sagen unsere Familie besteht/bestand zum großen Teil aus "Heidelbergern", die das auch im Herzen waren. Da waren die Zeiten aber ganz andere. Heute ist vom ehemaligen Heidelberger Geist im Grunde nichts mehr übrig.
Fusion
Fusion, 11.10.2020 15:18 Uhr
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@Insider; das war ein sehr guter Beitrag von Dir und ich kann Dir - jetzt mit der nötigen emotionalen Distanz zum Unternehmen - nur vollumfänglich zustimmen.
I
Insid3r, 11.10.2020 6:01 Uhr
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Der Betriebsrat muss auch in ungemütliche Lösungen einwilligen. Zuletzt die Entlassung von 2XXX Mitarbeitern. Wenn sich der Betriebsrat quer gestellt hätte und die Entscheidung blockiert hätte hätten mittel bis langfristig alle ihren Job verloren weil das Unternehmen in die Insolvenz geht. Das ist im Einzelfall immer tragisch... aber irgendwie muss man eben die 2000 Leute zusammen bekommen. Ich finde es nur mehr als fair, dass man dieses Mal nicht die Jungen mit wenig Sozialpunkten rausgeworfen hat, sondern über ATZ-Modelle bei den Alten anfängt. Ich muss zugeben, dass ich die Modelle nicht im Detail kenne. Aber ich bin mir sicher der Verlust ggü. der Regelrente ist verkraftbar. Zumal viele der alten Leute noch Verträge haben die in der heutigen wirtschaftlichen Lage unverantwortlich sind. Ich kenne Werker am Band die mehr verdienen als studierte Bereichsleiter. Die bekommen teilweise noch Antrittsgeld. Heißt alleine dafür dass sie erfolgreich die Schuhe gebunden haben und pünktlich zum Dienst kommen bekommen sie schon mal 20-30€ beim Einstechen. Dazu sämtliche Zulagen und EG-Stufen die jenseits von gut und böse sind. Verglichen mit anderen Unternehmen der IG-Metall wird so gut wie jedem Mitarbeiter 1-2 EG Stufen mehr bezahlt als die Jobbeschreibung eigentlich her gibt. Dazu noch die Altersabsicherung. Die Leute sind faktisch unkündbar. Natürlich sieht man es gerne, wenn so jemand das Unternehmen über ATZ-Modelle „freiwillig“ verlässt. Aber nicht weil man gehässig oder böswillig ist, sondern weil man sich solche Leute in der aktuellen Situation einfach nicht leisten kann. Und einvernehmliche Gehaltskürzungen wurden von der Belegschaft immer abgelehnt. Wer in einer Situation in der das Unternehmen über Jahre hinweg Milliarden Verluste macht immer noch auf seine Antrittspauschale besteht ist letztendlich selbst schuld wenn am Ende tausende Leute ihre Stelle verlieren.
Tycoon5585
Tycoon5585, 10.10.2020 19:52 Uhr
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Nun ja, Betriebsräte vertreten in der Regel die vermeintlich(!!!!) Schwachen! Dabei geht es nie fair zu!! Meine wirkliche Meinung dazu kann ich hier nicht äußern, ... Für die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens kann das sehr gefährlich sein.
Fusion
Fusion, 10.10.2020 17:44 Uhr
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Ja, JETZT sind vielleicht breit gestreut Plätze abgebaut worden. Das war all die Jahre davor nicht so. Ich persönlich hatte nicht ständig den Segmemtleiter da. Ich mußte aufgrund meines Alters (in meinem Bereich mit Ende 30 damals der Jüngste) und meiner recht häufigen EG unfreiwillig gehen. Die Kollegen, bei denen ständig der SL stand, waren allesamt gute, erfahrene Mitarbeiter. Aber eben im "entsprechenden Alter". Tja, das mit dem "Lowperformern" mag so sein, heute oder früher, keine Ahnung. Das ist jedoch nicht das, was Geschäftsleitung und BR kommunizieren. Was einmal mehr zeigt wie wenig man dort als Mensch Wert ist und was der dortige Betriebsrat größtenteils für ein Musterbeispiel an Inkompetenz ist. Die meisten von denen sind froh ihre Schäfchen im Trockenen zu haben und erzählen Mitarbeitern nur, was sie hören wollen um die Klappe zu halten. Das Wort "belügen" ist hier keinesfalls übertrieben. Die sogenannten "Arbeitnehmervertreter" dort können gottfroh sein, daß die meisten MA bei jeder BR-Wahl Ihr Kreuz aus Gewohnheit immer an derselben Stelle machen. Ich bin mittlerweile froh, daß ich für diese Firma nicht mehr arbeiten muß. Früher war ich stolz darauf. Heute kann ich jedem nur abraten von dieser Firma. Wenn die Aktie steigt, zieh ich mein Kapital ab und dann können sich gerne die Heuschrecken, die Chinesen oder der Insolvenzverwalter um dieses Unternehmen kümmern. Und wenns soweit ist, verlange ich meine verdiente Betriebsrente und habe dann darüberhinaus nichts mehr mit diesem Laden am Hut. Nicht im Herzen oder sonstwie emotional.
I
Insid3r, 10.10.2020 16:03 Uhr
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Fusion das ist Quatsch. Es wird gezielt auf Lowperformer eingegangen. Wenn bei dir alle zwei Tage der Segmentleiter am Band steht solltest du dir eher mal über deine Arbeitsleistung Gedanken machen. Und bei dem aktuellen Abbau sind verhältnismäßig genau so viele NP Mitarbeiter entlassen worden wie DP Mitarbeiter. Es sind zahlreiche Leute aus dem mittleren Management gegangen (worden).
M
Mario69, 08.10.2020 23:08 Uhr
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Abfindungen sind doch aus den Rückstellungen geflossen!!
Fusion
Fusion, 08.10.2020 0:22 Uhr
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Leider kommt es reichlich spät und zu inkonsequent. Es werden Arbeitsplätze an den falschen Stellen abgebaut, außerdem ist kein Geld mehr für Abfindungen da. Was es noch schwieriger macht Überkapazitäten abzubauen
M
Mario69, 07.10.2020 19:34 Uhr
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Na dann ist das Vorgehen doch sehr gut und zu begrüßen!!
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