Polestar Automotive Forum: Community User: Heffernan
Berlin/Brüssel - Verborgen vor der Öffentlichkeit bereitet die EU-Kommission einen drastischen Eingriff in den Automarkt vor. Ab dem Jahr 2030 sollen Mietwagenanbieter wie Sixt oder Europcar und große Firmen nur noch Elektroautos kaufen dürfen, wie BILD aus EU-Kreisen erfahren hat.„Davon wären 60 Prozent des Neuwagengeschäfts betroffen“, warnt ein Politiker in Brüssel. Der Rest des Absatzes entfällt auf Privatkunden. EU-weit wurden im vergangenen Jahr 10,6 Millionen Fahrzeuge verkauft. Die Planungen wären letztlich ein schnelleres Verbrenner-Verbot durch die Hintertür. Bisher ist ein Verbrenner-Aus für Neuwagen ab dem Jahr 2035 in der EU geplant, allerdings könnte diese Zielmarke nach hinten verschoben werden.Bereits im Spätsommer will die EU-Kommission die Neuregelung vorstellen und dann auf den parlamentarischen Weg bringen. EU-Rat und EU-Parlament müssen dann zustimmen. Die EU bestätigte, dass an einer Neuregelung gearbeitet werde. Zu Details äußerte sich eine Sprecherin nicht. Der EU-Abgeordnete Markus Ferber (60, CSU) appellierte daher an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (66, CDU), das Vorhaben zu kassieren. Kommt die Regelung, dann würden nur E-Autos angeschafft, um Quoten zu erfüllen, wie Ferber in einem Brief (liegt BILD vor) an von der Leyen schreibt.In der Tat haben die Autoverleiher ihre Bestände an Stromern reduziert, weil die Kunden die Autos nicht laden können. „Ein staatlich verordneter Hochlauf auf 100 Prozent Elektroautos in Unternehmensflotten bis 2030 ist daher nicht realistisch“, erklärt Ferber. Sixt-Vorstand Nico Gabriel (47) bezeichnete das geplante Verbrenner-Verbot als praxisfremd. „Urlauber werden kaum noch Mietwagen nutzen, Verbraucher werden praktisch keine Fahrzeuge mehr leasen können.“ In der ganzen EU fehle es schlicht an Ladesäulen. Die Folge: Letztlich dürften Mietautos teurer werden, berichten auch andere Anbieter.
Berlin/Brüssel - Verborgen vor der Öffentlichkeit bereitet die EU-Kommission einen drastischen Eingriff in den Automarkt vor. Ab dem Jahr 2030 sollen Mietwagenanbieter wie Sixt oder Europcar und große Firmen nur noch Elektroautos kaufen dürfen, wie BILD aus EU-Kreisen erfahren hat.„Davon wären 60 Prozent des Neuwagengeschäfts betroffen“, warnt ein Politiker in Brüssel. Der Rest des Absatzes entfällt auf Privatkunden. EU-weit wurden im vergangenen Jahr 10,6 Millionen Fahrzeuge verkauft. Die Planungen wären letztlich ein schnelleres Verbrenner-Verbot durch die Hintertür. Bisher ist ein Verbrenner-Aus für Neuwagen ab dem Jahr 2035 in der EU geplant, allerdings könnte diese Zielmarke nach hinten verschoben werden.Bereits im Spätsommer will die EU-Kommission die Neuregelung vorstellen und dann auf den parlamentarischen Weg bringen. EU-Rat und EU-Parlament müssen dann zustimmen. Die EU bestätigte, dass an einer Neuregelung gearbeitet werde. Zu Details äußerte sich eine Sprecherin nicht. Der EU-Abgeordnete Markus Ferber (60, CSU) appellierte daher an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (66, CDU), das Vorhaben zu kassieren. Kommt die Regelung, dann würden nur E-Autos angeschafft, um Quoten zu erfüllen, wie Ferber in einem Brief (liegt BILD vor) an von der Leyen schreibt.In der Tat haben die Autoverleiher ihre Bestände an Stromern reduziert, weil die Kunden die Autos nicht laden können. „Ein staatlich verordneter Hochlauf auf 100 Prozent Elektroautos in Unternehmensflotten bis 2030 ist daher nicht realistisch“, erklärt Ferber. Sixt-Vorstand Nico Gabriel (47) bezeichnete das geplante Verbrenner-Verbot als praxisfremd. „Urlauber werden kaum noch Mietwagen nutzen, Verbraucher werden praktisch keine Fahrzeuge mehr leasen können.“ In der ganzen EU fehle es schlicht an Ladesäulen. Die Folge: Letztlich dürften Mietautos teurer werden, berichten auch andere Anbieter.
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