Strategy B WKN: 722713 ISIN: US5949724083 Forum: Aktien User: WhiteRussian
Das ist noch gar nicht klar. Wieder nur lautes Getöse. Was ist denn die Definition von „Krypto“ oder wie soll das mit der Haltefrist laufen. Welche Steuerart wird verwendet oder erfinden wir ne neue das könne wir ja sehr gut …… Daher abwarten bis Juli vorher gibt es hierzu eh keine klaren Nachrichten.
Es kann steuerlich sinnvoll sein – das nennt sich oft „Verlustrealisierung“ oder im Englischen Tax Loss Harvesting. In Deutschland ist das grundsätzlich erlaubt, aber es gibt einige wichtige Punkte und Unterschiede zwischen Aktien und Derivaten. Grundidee Wenn du ein Wertpapier mit Verlust verkaufst: * wird der Verlust steuerlich erfasst, * landet im sogenannten Verlustverrechnungstopf, * und kann mit Gewinnen verrechnet werden. Wenn du die Position danach sofort wieder kaufst, bist du wirtschaftlich fast wieder gleich investiert, hast aber den Verlust steuerlich „realisiert“. ⸻ Beispiel Du hast: * 5.000 € Gewinn mit Aktie A erzielt → darauf wurden ca. 26,375 % Kapitalertragsteuer einbehalten. * Aktie B steht aktuell 3.000 € im Minus. Wenn du Aktie B verkaufst: * werden die 3.000 € Verlust verrechnet, * du bekommst ggf. bereits gezahlte Steuer teilweise zurück bzw. weniger Steuer wird künftig fällig. Wenn du Aktie B direkt wieder kaufst: * bist du wieder investiert, * aber der steuerliche Verlust bleibt realisiert. ⸻ Wichtige Unterschiede: Aktien vs. Derivate 1. Aktien Für Aktien gilt in Deutschland ein separater Aktienverlusttopf. Das bedeutet: * Verluste aus Aktien dürfen nur mit Gewinnen aus Aktien verrechnet werden. * Nicht mit Zinsen, ETFs (teilweise), Optionen, Futures usw. Sofortiger Rückkauf erlaubt? Ja. Deutschland hat aktuell keine allgemeine „Wash Sale Rule“ wie die USA. Das heißt: * Verkauf mit Verlust * sofortiger Rückkauf derselben Aktie ist grundsätzlich zulässig. Aber: Wenn das extrem künstlich oder missbräuchlich wirkt, könnte theoretisch §42 AO („Gestaltungsmissbrauch“) diskutiert werden. In der Praxis ist ein normaler Verkauf/Rückkauf bei Privatanlegern aber meist unproblematisch. ⸻ 2. Derivate / Optionen / Zertifikate / Futures Hier gelten andere Regeln: * Verluste landen normalerweise im allgemeinen Verlusttopf. * Sie können breiter verrechnet werden. ABER: Für bestimmte Termingeschäfte gab/gibt es Verlustverrechnungsbeschränkungen. Die Rechtslage wurde mehrfach geändert und teilweise vom Bundesfinanzhof kritisiert. Für aktuelle Details müsste man je nach Produktart und Jahr genau schauen. ⸻ Wann macht das besonders Sinn? Sinnvoll wenn: * du dieses Jahr hohe Gewinne hattest, * du Steuer zurückholen möchtest, * du langfristig ohnehin investiert bleiben willst, * die Position aktuell deutlich im Minus ist. ⸻ Nachteile / Risiken 1. Kursrisiko beim Rückkauf Zwischen Verkauf und Rückkauf kann der Kurs steigen. 2. Gebühren & Spread Mehr Trades = Kosten. 3. Neuer Einstandskurs Nach dem Rückkauf gilt der neue Kaufpreis steuerlich als neuer Einstieg. Das kann spätere Steuerwirkungen verändern. 4. FIFO-Regel Bei mehreren Käufen derselben Aktie gilt oft das FIFO-Prinzip („First In, First Out“). Das kann steuerlich unerwartete Folgen haben. ⸻ Praktischer Hinweis Wenn dein Broker die Steuer automatisch abführt (deutsche Broker meist): * wird die Verrechnung oft automatisch durchgeführt, * und du bekommst eine Steuergutschrift direkt aufs Verrechnungskonto. Bei ausländischen Brokern musst du es häufig selbst in der Steuererklärung angeben. ⸻ Kurzfazit Das kann absolut sinnvoll und legal sein: * Verlust verkaufen, * steuerlich nutzen, * direkt wieder einsteigen. Besonders bei größeren Gewinnen kann das die Steuerlast deutlich reduzieren. Aber: * Aktien und Derivate werden steuerlich unterschiedlich behandelt, * FIFO und Verlusttöpfe beachten, * und bei größeren Summen lohnt sich ggf. ein Steuerberater oder spezialisierter Broker-Report.
Eigentlich wollte ich hier mal fragen wie ihr die steuerliche Behandlung (so wie Klingbeil es will) bei Bitcoin seht bzw. Welche Strategie man dann am besten fährt. Aber dann habe ich die Posts gesehen Erklärung poste ich sehr gerne dauerte etwas ist länger damit man das auch richtig deutet! Kommt gleich…..
Macht das echt Sinn? Ich meine wenn ich bei 10 gekauft habe und es sinkt auf 5. Verlust realisiert in Höhe von 5 bei Verkauf. Kaufe zurück bei 5. Depot mit 5 gebucht und 5 Verlust. Jetzt steigt es auf über 10 und du verkaufst, z.b bei 12. Dann hast du +7 und -5 Verlustvorttrag= 2 Gewinn ( Steuerpfl.). Hattest du gehalten: 12-10= 2 Gewinn ( Steuerpfl.). Wo ist da der Vorteil oder anders mein Denkfehler? Oder lohnt sich das nur weil man flexibler ist mit anderen Gewinnen?
Ich könnte ja morgen meine Strategy Aktien im Verlust verkaufen und sofort wieder kaufen, meine ich. Dann habe ich ja im Verlusttopf eine gute Summe. Und ich könnte, wenn ich im Gewinn bin, die Steuern umgehen. Würde das Sinn machen? Weil White ja vor ein paar Tagen das als Beispiel gegeben hat mit dem Bitcoin, wenn es versteuert wird.
Kurz gesagt: Ja, das kann Sinn machen – und ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt. Das nennt man umgangssprachlich „Verlust realisieren“ (ähnlich wie Tax-Loss-Harvesting). Was du vorhast: Du bist im Minus Verkaufst morgen → Verlust wird realisiert Kaufst direkt wieder → Position bleibt bestehen Späterer Gewinn kann mit dem Verlust verrechnet werden → weniger Steuern 👉 Das funktioniert in Deutschland, weil es hier (anders als z. B. in den USA) keine „Wash Sale Rule“ gibt.
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