Trading- und Aktien-Chat Forum: Community User: ÄffchenNotToGo
Kommentare 1.176.082
Nik1605,
03.01.2026 19:51 Uhr
4
Was Connie sagt ist jedoch extrem empfehlenswert, warten bis ein Boden gebildet wurde und dann behutsam einsteigen.
Ich persönlich verfolge da aufgrund meines Alters manchmal eine riskantere Strategie gemäß dem Motto "ist für mich ein fairer Preis, Kauf ich, wenn's noch weiter runter geht oder paar Monate länger dauert sitze ich es aus da ich breit streue und zur Not noch über 44 Jahre bis zur Rente habe
Nik1605,
03.01.2026 19:50 Uhr
4
Kurz ein Gedanke (mit Gemini geprüft und formuliert)
1. Warum ist die Aktie abgestürzt?
Der Markt hat die Aktie "abgestraft", aber nicht wegen einer drohenden Pleite, sondern wegen enttäuschter Erwartungen:
Der "KI-Hype-Kater": Viele Investoren dachten 2024/25, dass jeder, der "Daten" hat, durch KI sofort explodierende Umsätze sieht. Wolters Kluwer wächst aber "nur" solide (organisch ca. 6 %). Dem Markt war das für die damals hohe Bewertung zu langweilig.
Angst vor KI-Disruption: Es gibt die Sorge, dass KI-Modelle (wie ChatGPT, Gemini etc.) Fachverlage überflüssig machen. Warum für Wolters Kluwer zahlen, wenn die KI die Rechtsfrage beantwortet? (Dazu gleich mehr beim Geschäftsmodell).
CEO-Wechsel: Die langjährige CEO Nancy McKinstry, die das Unternehmen extrem erfolgreich umgebaut hat, geht Anfang 2026 in den Ruhestand. Der Markt hasst Unsicherheit bei der Nachfolge.
2. Das Geschäftsmodell: Zukunftsträchtig oder Auslaufmodell?
Hier liegt der Kern deiner Entscheidung. Meine Einschätzung: Das Modell ist intakt und extrem defensiv.
Der "Burggraben" (Moat): Wolters Kluwer verkauft keine "Bücher" mehr, sondern Softwarelösungen für Ärzte, Steuerberater und Anwälte. Diese Berufsgruppen können keine Fehler machen.
Das KI-Problem: Eine allgemeine KI halluziniert manchmal. Ein Anwalt oder Arzt haftet aber für seine Beratung. Er braucht eine Quelle, die zu 100 % verlässlich ist.
Die Lösung: Wolters Kluwer füttert seine eigenen KI-Tools mit exklusiven, geprüften Fachdaten. Das ist der USP. Sie verkaufen "Sicherheit" in einer Welt von KI-Chaos.
Hohe Wechselkosten: Wenn eine Kanzlei oder Klinik die Software von Wolters Kluwer nutzt, wechseln sie diese nicht mal eben so. Die Kündigungsraten sind extrem niedrig.
Wiederkehrende Einnahmen: Über 80 % der Umsätze sind wiederkehrend (Abos). Das ist der "Heilige Gral" für Investoren, weil es planbare Cashflows bringt.
3. Der Bilanz-Check (Finanzielle Gesundheit)
Bilanziell ist das Unternehmen ein Fels.
Verschuldung:
Das Verhältnis von Netto-Schulden zu EBITDA liegt bei ca. 1,6x. Das ist sehr gesund. Sie könnten ihre Schulden theoretisch in weniger als zwei Jahren aus dem operativen Gewinn tilgen.
Cashflow:
Das Unternehmen ist eine "Cash-Maschine". Der Free Cashflow ist hoch und deckt die Dividenden und Aktienrückkäufe locker ab.
Profitabilität:
Die operative Marge steigt tendenziell (Richtung 27–28 %). Das zeigt Preissetzungsmacht.
New_Homer,
03.01.2026 18:02 Uhr
0
Der Weltpolizist regelt wieder den internationalen Verkehr. Für die Freiheit und Demokratie in der Welt 😁😜... Die Großen nehmen sich was sie wollen. Die Pressekonferenz vom Trampeltier ist ein Traum 🙈
Connie,
03.01.2026 18:00 Uhr
0
Das ist die Gretchenfrage.
Viel halten den Kursverfall für unbegründet und massiv überzogen.
Man bemüht sich von Seiten des Unternehmens, zu vermitteln, dass die KI keine Bedrohung ist, sondern eine Chance.
Für mich persönlich ist es noch eine Spur zu früh, ich will erst sehen, dass sich ein stabiler Boden bildet und die Trendwende nachhaltig eingeleitet wird.
Für mich strong watch
Atti51,
03.01.2026 18:00 Uhr
0
Danke. Nehme das als ja. Hilfe ist für mich immer toll.
Atti51,
03.01.2026 17:51 Uhr
0
Hallo an alle. Gesundes neues Jahr. Frage, habe mich zu Wolters Kluwer belesen. Kann es aber nicht richtig einschätzen. Ist der Zeitpunkt schon für einen Kauf reif? Auf jeden Fall, schönen Samstag.
Ascadian,
03.01.2026 13:03 Uhr
0
Danke @Connie
Connie,
03.01.2026 12:56 Uhr
3
Das wars 🙈😁
Connie,
03.01.2026 12:56 Uhr
1
Sodexo (-45%): Der Konzern zahlte die Zeche für das rückläufige Nordamerika-Geschäft. Dort geriet das organische Wachstum unter Druck und die Margen waren weniger verlässlich abschätzbar. Analysten zufolge dürften unter der Führung eines neuen CEO massive Investitionen erforderlich sein, um das Ruder wieder herumzureißen. Ein entsprechender Transformationsplan lässt noch auf sich warten.
Wolters Kluwer (-45%): Als defensiver Wert par excellence wurde der Verlag von der Besorgnis im Hinblick auf die KI eingeholt, die als potenzielle Bedrohung für sein Mehrwertgeschäft betrachtet wird. Das Management unternahm alles, um Wolters Kluwer dank der unternehmenseigenen KI-Lösungen und des Status als vertrauenswürdiger Dritter als unverzichtbaren Akteur darzustellen. Doch überwogen im Jahr 2025 die Befürchtungen.
Diageo (-37%): Ein schwarzes Jahr für Spirituosen, die unter nachlassender Nachfrage, einem sich verschlechternden Produktmix und den aufkommenden Abnehmmedikamenten litten, die zu einem Wandel der Präferenzen und Bedürfnisse der Verbraucher führen. Zu beachten ist auch, dass die Lebensmittelunternehmen nicht mehr unter dem Deckmantel der galoppierenden Inflation erhebliche Preiserhöhungen durchsetzen konnten, wie dies noch nach der Corona-Pandemie möglich gewesen war.
Connie,
03.01.2026 12:56 Uhr
1
Die Verlierer des Jahres 2025
Orsted (-62%): 2025 war ein annus horribilis für den dänischen Windkraft-Champion, der mit den Attacken der Trump-Regierung gegen die erneuerbaren Energien zu kämpfen hatte. Washington stellte bereits weit fortgeschrittene Offshore-Windkraftprojekte in Frage und zwang Orsted, vor Gericht zu ziehen und den Versuch zu unternehmen, die Entscheidungen rückgängig zu machen. Darüber hinaus sah sich der Konzern zu einer massiven Kapitalerhöhung gezwungen, um die Verluste begrenzen und die gestiegenen Finanzierungskosten stemmen zu können.
WPP (-59%): Der Werbekonzern leidet unter einer enttäuschenden operativen Performance, anhaltendem Druck auf die Marketingbudgets und der Besorgnis, dass die wachsende Verbreitung der KI das Geschäftsmodell nachhaltig schwächen könnte. Im Gegensatz zu Publicis hinkt WPP bei der digitalen Transformation hinterher, was zu einer überaus schwachen Kursentwicklung geführt hat.
Puma (-49%): Der Sportartikelhersteller veröffentlichte gleich reihenweise Gewinnwarnungen und litt gegenüber seinen größeren Mitbewerbern Nike und Adidas unter mangelnder Marktdynamik. Für letztere läuft es allerdings auch nicht gerade rund. Selbst das wiederholte Gerücht einer Übernahme durch das chinesische Unternehmen Anta Sports reichte nicht aus, um das Börsenimage des deutschen Konzerns aufzupolieren.
Novo Nordisk (-48%): Alle Welt war davon ausgegangen, dass der dänische Pharmakonzern dank seines Duopols mit Eli Lilly bei Abnehmmedikamenten voll durchstarten könnte. Doch dann geriet das Unternehmen plötzlich ins Straucheln. Die Zahlen fielen keineswegs so imposant aus wie erwartet, und die US-Regierung fuhr dem Unternehmen in die Parade, denn sie will die Preise drücken und nationale Champions stärken.
Strategy (-47%): Für das stark auf den Bitcoin ausgerichtete Tech-Unternehmen ging es 2025 weiter bergab, vor allem infolge der rückläufigen Entwicklung der Kryptowährungen, des starken Verkaufsdrucks und eines dauerhaft unter den wichtigsten gleitenden Durchschnittswerten liegenden Kurses, der einen anhaltenden Abwärtstrend vermuten lässt. Ungeachtet massiver Bitcoin-Zukäufe, einer Stärkung der Liquidität und Initiativen im Bereich der künstlichen Intelligenz stehen für den Markt weiterhin das mit Krypto-Assets verbundene Risiko und die hohe Volatilität des Geschäftsmodells im Fokus.
Lululemon (-45%): Die Premium-Sportbekleidungsmarke erlebte ein schwieriges Jahr, das von einer Reihe von Warnungen hinsichtlich des Umsatz- und Margenwachstums geprägt war. Der Hintergrund ist ein verändertes Verbraucherverhalten, denn die Konsumenten sind trotz steigender Frequentierung preisbewusster geworden. Der Markt bestrafte die nachlassende Dynamik des früheren Wachstumswertes, den verschärften Wettbewerb und die Unwägbarkeiten in Bezug auf Strategie und Führungsstärke.
Connie,
03.01.2026 12:55 Uhr
2
Die Stars des Jahres 2025
Abivax (1.681%): Bedeutende klinische Fortschritte bei dem Wirkstoffkandidaten Obefazimod und ein gestiegenes Anlegerinteresse - unter anderem befeuert von der heiß diskutierten möglichen Übernahme durch den amerikanischen Giganten Eli Lilly - ließen den Biotech-Titel durch die Decke gehen. Nach Jahren der Flaute erlebt die französische Biotechnologie-Branche dank Abivax, dessen Bewertung nun dicht hinter der von Ipsen liegt, einen erneuten Aufschwung.
Fresnillo (436%): Der Bergbaukonzern ist einer der Börsenstars des Jahres, denn er profitierte durch seine Ausrichtung auf Gold und Silber von zwei der renditestärksten Anlagen des Jahres 2025. Insbesondere der Preis der Feinunze Silber ist im abgelaufenen Jahr um 148% gestiegen. Das Edelmetall ist zugleich unverzichtbar als Industriemetall für Hochleistungschips.
EchoStar (+374%): Nach einer Beinahe-Insolvenz erholte sich der Satellitenbetreiber dank massiver Lizenzverkäufe an AT&T und SpaceX, mit denen das Anlegervertrauen wiederhergestellt und die Finanzlage saniert werden konnte. Zugute kamen dem Titel darüber hinaus die indirekte Beteiligung an SpaceX und die Aussicht auf dessen möglichen Börsengang.
Micron (+239%): Der Hersteller von Speicherchips und -lösungen profitierte von einem außergewöhnlichen Zyklus, der durch den Boom bei Rechenzentren und agentenbasierter KI getragen wurde. Dieser kurbelt die Nachfrage nach Speicherchips an und lässt die Margen in die Höhe schnellen. Dank dieser Dynamik könnte sich der Konzern auch auf längere Sicht von der historischen Zyklizität der Branche abkoppeln.
Renk (+192%): Wir haben die Aktie des deutschen Industriekonzerns ausgewählt, doch profitierten sämtliche Titel, die direkt oder indirekt mit dem Rüstungssektor in Verbindung stehen, von den Zusagen der europäischen Regierungen, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Der Rückzug der USA und der Krieg in der Ukraine haben den Bedarf noch einmal verstärkt. Auch Rheinmetall, Saab, Rolls-Royce, Thales, Exosens und Exail haben im Jahr 2025 stark von dieser Entwicklung profitiert.
Hochtief (+160%): Dem deutschen Baukonzern kam der Paradigmenwechsel in Berlin zugute, denn die Bundesregierung plant neben höheren Verteidigungsausgaben auch umfassendere Investitionen in die Infrastruktur. Hochtief schließt damit das dritte Jahr in Folge mit einem starken Kursanstieg ab, nachdem die Entwicklung von 2018 bis 2022 über fünf Jahre rückläufig gewesen war.
Société Générale (+153%): Nach Jahren der Underperformance erholte sich die Aktie deutlich - im Gleichklang mit dem gesamten europäischen Bankensektor, der einen glänzenden Auftritt hinlegte. Mit einem Plus von 53,2% ohne Dividenden ist der Stoxx Europe 600 Financial Services Index der renditestärkste Index des Jahres 2025. Im Falle der Société Générale trug auch der vom Markt als überzeugend bewertete Transformationsplan zum Kursplus bei.
Siemens Energy (+139%): Der deutsche Mischkonzern hat seine angeschlagene Energiesparte wieder erfolgreich auf Kurs gebracht. Die größte Dynamik entstand allerdings aus dem Engagement des Unternehmens im boomenden Bereich der künstlichen Intelligenz: Siemens Energy ist einer der letzten verbleibenden Anbieter von Großanlagen zur Energieerzeugung für Rechenzentren.
Connie,
03.01.2026 12:54 Uhr
2
Ich kopiere einen Teil hier rein, sorry, ist ziemlich lang
Connie,
03.01.2026 12:54 Uhr
0
Eigentlich wollte ich zurück zur Börse kommen und einen Newsletter von MarketScreener posten, aber der lässt sich leider nicht verlinken 🙈
Connie,
03.01.2026 12:53 Uhr
0
Ich entschuldige mich für den politischen Exkurs und bedanke mich für die Diskussionskultur.
Auch das spricht für die Qualität eines Forums
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