TUI Hauptforum WKN: TUAG50 ISIN: DE000TUAG505 Forum: Aktien User: BörseTrader
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Eduard Altmann Eduard Altmann Norwegens Staatsfonds reduziert TUI-Beteiligung: Was steckt dahinter? Der norwegische Staatsfonds sorgt für Aufsehen am Tourismusmarkt. Während TUI-Aktionäre noch auf die Erholung nach der Pandemie hoffen, reduziert einer der größten Staatsfonds der Welt seine Position beim Hannoveraner Reisekonzern deutlich. Die am Freitagnachmittag veröffentlichte Stimmrechtsmitteilung zeigt: Norwegens Finanzministerium hat seinen Anteil von über 3 Prozent auf nur noch 2,21 Prozent gesenkt. Norwegens stiller Rückzug Was auf den ersten Blick wie eine technische Mitteilung wirkt, offenbart bei genaurem Hinsehen eine bemerkenswerte Entwicklung. Der norwegische Staatsfonds – mit einem Volumen von über 1,7 Billionen Euro einer der mächtigsten Investoren weltweit – trennt sich von fast einem Drittel seiner TUI-Aktien. Die Norges Bank, die den Fonds verwaltet, hält nun nur noch 11,2 Millionen Aktien direkt. Zusätzlich kommen 2,4 Millionen geliehene Aktien hinzu, die theoretisch jederzeit zurückgefordert werden können. Was die Norweger zum Verkauf bewegt hat, bleibt zunächst im Dunkeln. Der Fonds äußert sich traditionell nicht zu einzelnen Transaktionen. Pikant dabei: Der Zeitpunkt könnte kaum sensibler sein. TUI kämpft sich gerade aus der schwersten Krise der Unternehmensgeschichte. Die Schulden aus der Corona-Zeit lasten noch immer schwer, gleichzeitig boomt das Reisegeschäft wieder. Ein klassisches Momentum für langfristig orientierte Investoren – eigentlich. Deutsche Märkte im Wartemodus Während sich die Anleger noch über die norwegische Entscheidung den Kopf zerbrechen, präsentiert sich der deutsche Aktienmarkt in einer Art Schwebezustand. Der DAX pendelt träge um die psychologisch wichtige 24.000-Punkte-Marke. Mit einem Minus von 0,1 Prozent am Nachmittag deutet sich ein Wochenverlust von etwa anderthalb Prozent an. Die Zurückhaltung hat ihre Gründe: Frische Inflationsdaten aus Deutschland zeigen einen Anstieg auf 2,2 Prozent – etwas mehr als erwartet. „Es bleibt zäh“, kommentiert Michael Heise von HQ Trust trocken. Die Verbraucher müssten sich darauf einstellen, dass der Preisauftrieb in den kommenden Monaten über der Zwei-Prozent-Marke verharrt. Besonders bitter: Die Kernteuerung, also ohne die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise, klebt seit drei Monaten bei 2,7 Prozent fest. Das erschwert der EZB weitere Zinssenkungen – und dämpft die Kauflaune der Konsumenten.
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