VW WKN: 766403 ISIN: DE0007664039 Kürzel: VW6 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Nein. Ich habe mir 200 T€ Kapitalstock durch Arbeit aufgebaut; den Arbeitslohn habe ich voll versteuert. Jetzt soll ich die Erträge aus dem erarbeiteten Kapitalstock (der mir zur Altersvorsorge dient) nochmal mit Sozialabgaben (neben den ohnehin zu entrichtenden KESt) belegen lassen. Geerbte Millionen (die übrigens mit dem Höchstsatz von 30% bei der Erbschaftssteuer belegt werden) sind bei mir absolute Fehlanzeige - ich habe nix von den 200 T€ geerbt. Was soll daran sozial gerecht sein, wenn man mit meinen Alters-Dauerlutscher nochmal mit Abgaben belegt? Der Staat will die private Vorsorge und daran hatte ich mich gehalten. Herr Habeck darf das gerne auf einen Kaffee mit mir besprechen.
Das mit der Erbschaftssteuer wäre schön, wenn das Recht so durchkommen würde. Aber tatsächlich zahlt in D kein Hochvermögender 30 Prozent Erbschaftssteuer, weil es so viele Lücken gibt. Der Durchschnitt liegt eher bei etwa 1 Prozent Erbschaftssteuer im Hochvermögen. Klingt verrückt? Ist aber leider Realität. Eines der letzten prominenten Beispiele: Matthias Döpfmer (Springer Erbe). Reiche fangen an sich arm zu rechnen vor dem Finanzamt und dann können sie natürlich angeblich keine Steuern mehr zahlen. Das nennt sich in Amtsdeutsch Verschonungsbedarfsprüfung. Natürlich interessiert das Finanzamt alle Transaktionen nach der Prüfung nicht mehr. Ist im Fall von Döpfmer hochgradig asozial, was Hochvermögenden hier für Tricks und Privilegien zu kommen. Das genannte ist nur ein Beispiel von vielen Mrd, die dem Staat da verloren gehen auf Kosten von Armutsbetroffenen. Für Menschen wie uns, ja dich und mich, gibts entsprechende Freibeträge. Also entspann dich. Du bist nicht gemeint wenn es um Vermögenssteuern geht 🤣
Um das noch mal genauer einzuordnen, warum das ein sozial gerechter Vorschlag ist: Wer von z.B. (steuerfrei) geerbten Millionen lebt, zahlt 25% Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge – unabhängig von der Höhe. Wer hart arbeitet, zahlt hingegen bis zu 49% Einkommensteuer. Fair? Nicht wirklich. Dass Habeck hier ansetzt, ist absolut richtig. Mit entsprechend hohen Freibeträgen bleibt für „normale“ Sparer*innen alles beim Alten – kleine Beträge sind geschützt. Aber Vermögende, die erhebliche Kapitalerträge erzielen, tragen dann stärker bei. Das macht das System gerechter.
Auch du hast den Link nicht gelesen. Es geht nicht um Einkommensteuer. Ich habe gesagt, dass D ein Niedrigssteuerland ist, wenn es um Hochvermögende geht: Zitat aus der verlinkten Studie vom DIW: „Fakt ist: Kaum ein Land in der Welt besteuert Arbeit stärker und Vermögen geringer als Deutschland. Die Behauptung des Bundesfinanzministers, Deutschland sei ein Hochsteuerland, ist zwar teilweise zutreffend: Vor allem Menschen mit mittleren und geringen Einkommen zahlen im internationalen Vergleich mit die höchsten Steuern und Abgaben auf ihr Arbeitseinkommen. Für Spitzenverdiener*innen gilt das aber weniger. Viele andere Länder, zum Beispiel auch Frankreich, besteuern Spitzenverdiener stärker. Betrachtet man die steuerliche Belastung von Hochvermögenden, ist Deutschland geradezu ein Niedrigsteuerland. So nimmt der deutsche Staat jedes Jahr nur knapp ein Prozent der Wirtschaftsleistung, oder knapp 40 Milliarden Euro, an vermögensbezogenen Steuern ein. Im Vergleich: Die USA, Frankreich oder Großbritannien haben drei- bis viermal so hohe Steuereinnahmen auf Vermögen. Wenn Deutschland private Vermögen genauso stark besteuern würde wie diese drei Länder, dann hätte der Staat jedes Jahr 100 Milliarden Euro an zusätzlichen Einnahmen. Die fehlenden 17 Milliarden Euro Bundeshaushalt sind also ein Klacks im Vergleich dazu…“ Es ist ja auch immer zum Schreien komisch, wenn man in D schreibt man will Hochvermögende mehr besteuern, sich dann Hans Wurst hier im Forum mit seinem 100K Portfolio angesprochen und ungerecht behandelt fühlt und androht, alle Hans Wurste würden sofort das Land verlassen wegen zu hoher Vermögenssteuern 🤣
Bei Audi läuft nicht so toll - INGOLSTADT (dpa-AFX) - Die Volkswagen -Tochter Audi hat im vergangenen Jahr einen Absatzeinbruch hinnehmen müssen. Der Ingolstädter Autohersteller lieferte gut 200.000 Autos seiner Kernmarke weniger aus, wie er mitteilte. Die Nachfrageschwäche trifft dabei alle wichtigen Märkte. Auch bei der Elektromobilität ging es nach unten. Audi begründet den Rückgang mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, intensivem Wettbewerb und einer eingeschränkten Teileverfügbarkeit. Konkret meldet Audi 1,67 Millionen Auslieferungen weltweit. Das waren fast 12 Prozent weniger als 2023. Im Heimatmarkt Deutschland fiel das Minus mit 21 Prozent besonders stark aus, aber auch Nordamerika mit einem Rückgang um 13 Prozent und der wichtigste Markt China schwächelten. In Letzterem brachen die Auslieferungen um 11 Prozent auf 649.000 Autos ein. Noch am besten lief es in Europa außerhalb Deutschlands, hier sanken die Auslieferungen nur um 6 Prozent auf 466.000 Autos. Auch bei der Elektromobilität bekam Audi Gegenwind zu spüren: 164.000 vollelektrische Autos sind ein Minus von 8 Prozent zum Vorjahr.
Diese Beleidigung bildet den Maßstab für die sonstigen Beiträge des Verfassers. Sie sind demnach wertneutral und können somit getrost ignoriert werden. Grundsätzlich kann man alles mal ernsthaft betrachten, aber wer so auf Kritik reagiert, verdient keine differenzierte Analyse, es ist vertane Zeit.
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