- Veröffentlichung Arbeitsmarktdaten USA am Karfreitag
- Renditen der Staatsanleihen sinken weiterhin, Fed Funds Futures prognostizieren Zinssenkungen
- Rohstoffnotierungen sinken aufgrund der risikoaversen Stimmung und Rezessionssorgen
- Deutschland mit positiven Wirtschaftsdaten
Das Osterwochenende steht vor der Tür und auch in den USA wird der Feiertag gefeiert. Doch bevor es soweit ist, haben die US-Amerikaner mit den morgen zur Veröffentlichung anstehenden Arbeitsmarktdaten noch einmal ein dickes vorösterliches Ei ins Nest gelegt. Die Veröffentlichung dieser Daten an einem Karfreitag mag in unseren Kulturkreisen etwas ungewöhnlich erscheinen, doch wir werden sehen, ob sie ins Narrativ einer wirtschaftlichen Schwächephase in den USA passen.
Eine interessante Prognose der Fed Funds Futures: Die Terminal Rate, die für die USA eingepreist wird, beträgt nun 4,94 Prozent (-0 b.p.) im Mai (Wahrscheinlichkeit von knapp 50 Prozent für einen weiteren Zinsschritt aufwärts) – anschließend werden bis zum Jahresende Zinssenkungen von in Summe rund 86 b.p. eingepreist (gestern Nachmittag waren es zeitweise 93 b.p.).
[„Fed Funds Futures“ sind Terminkontrakte, die an der Chicago Mercantile Exchange (CME) gehandelt werden und sich auf den Zinssatz beziehen, zu dem Banken untereinander über Nacht Gelder austauschen (Federal Funds Rate). Diese Futures-Kontrakte ermöglichen es Investoren, Wetten auf die zukünftigen Änderungen der Zinssätze der Federal Reserve, der Zentralbank der Vereinigten Staaten, abzuschließen. Anhand der Preise dieser Futures-Kontrakte können Marktteilnehmer auch ihre Erwartungen hinsichtlich der künftigen Geldpolitik der Federal Reserve ableiten. Fed Funds Futures gelten als wichtige Indikatoren für die Erwartungen des Marktes an die Geldpolitik der Federal Reserve.]
Rohstoffe und Währungen
Die Rohstoffnotierungen litten unter der risikoaversen Stimmung und den Rezessionssorgen. Die Ölpreise verbilligten sich um mehr als ein Prozent, die Industriemetalle gaben mit Ausnahme des Kupfers moderat bis deutlich nach.
Schlusskurse ROHÖL:
Brent 84,52 -0,46 USD
WTI 80,11 -0,50 USD
Der Goldpreis konnte zunächst auf ein 12-Monats-Hoch bei 2.032 USD/Unze steigen, gab dann aber von seinen Gewinnen rund ein Prozent wieder ab.
Aktueller Kurs:
Gold 2.014,13 USD
Auf den Währungsmärkten wertete der Euro zum US-Dollar rund 0,6 Prozent auf ein Niveau von knapp unter 1,09 ab. Je länger der Tag fortschritt, desto stärker wurde der Greenback als „sicherer Währungshafen“ gesucht. Die weiteren „sicheren Häfen“ und niedrig rentierenden Währungen Yen und Schweizer Franken konnten erneut zulegen. Die Schwedische Krone war – wie so oft, wenn die Märkte risikoscheu agieren – der Verlierer des Tages an den Devisenmärkten.
Tagesaktuelle Kurse:
Euro/USD 1,090 +0,02%
USD/JPY 131,30 +0,04%
Euro/JPY 143,05 -0,09%
Euro/SEK 11,36 +0,08
BTC/USD 28.084,30 -1,76%
Aktienbörsen weltweit uneinheitlich
Die Aktienmärkte in Europa verzeichnen bereits den dritten Tag in Folge ein ungleichmäßiges Handelsmuster, das sich jedoch eher im roten Bereich bewegt. Der Deutsche Aktienindex (DAX) verlor 0,5 Prozent auf 15.520 Punkte. In den USA war die Situation ähnlich, wobei der Dow-Jones-Index mit einem 0,2-prozentigen Gewinn in den Feierabend ging, während der S&P500 leicht zurückging und der Nasdaq-Composite mehr als ein Prozent verlor. Die asiatischen Handelsplätze zeigen ebenfalls ein rotes Bild, wobei nur sehr wenige leichte Gewinne verzeichnen.
Deutschland zeigt positive Wirtschaftsdaten, während USA enttäuscht
Im Hinblick auf die Wirtschaftsdaten können wir heute recht erfreuliche Nachrichten aus Deutschland vermelden, während die Zahlen aus den USA eher schwach ausfallen. Trotz des ungleichmäßigen Handelsmusters und des Verlusts des DAX hat Deutschland insgesamt gute Zahlen vorgelegt, die einen optimistischen Blick in die Zukunft werfen lassen. Die USA hingegen zeigen sich in einem gemischten Bild, mit einigen positiven und einigen negativen Daten.
Börsennews-Redaktion / RB
Quelle: Deutsche Bank Newsletter vom 06.04.2023 – MÄRKTE am Morgen: Warten auf die US-Arbeitsmarktdaten
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Quelle: BörsenNEWS.de