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52,6 Milliarden Euro Gewinn

trotzdem verschwinden 41.000 Jobs 14.08.2026, 15:38 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Aktienkurs
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DAX-Konzerne erreichen neuen Gewinnrekord

Die DAX-Unternehmen steigerten ihren kumulierten operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 7 Milliarden Euro auf 52,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von knapp 16 Prozent und liegt sogar 10 Prozent über dem bisherigen Höchstwert aus dem zweiten Quartal 2024. Auch der Gesamtumsatz erreichte mit rund 463 Milliarden Euro einen Rekord und legte um 4,6 Prozent zu.

Telekom und Allianz verdienen Milliarden

Die höchsten operativen Quartalsgewinne erzielten einige der größten deutschen Börsenkonzerne. Die Deutsche Telekomkam auf 6,9 Milliarden Euro, gefolgt von Allianz mit 4,9 Milliarden Euro, Volkswagen mit 3,5 Milliarden Euro und Siemens mit 3,4 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich zudem Rheinmetall. Der Rüstungskonzern erzielte unter den untersuchten Unternehmen mit 69 Prozent das höchste Umsatzwachstum und erhöhte gleichzeitig seine Beschäftigtenzahl kräftig.

Wachstum konzentriert sich auf wenige Branchen

Der Rekord vermittelt allerdings kein einheitliches Bild der deutschen Wirtschaft. Besonders Rüstung, KI- und Energieinfrastruktur sowie Banken und Versicherungen profitierten von hoher Nachfrage. Auch Teile der Chemieindustrie konnten ihre Ergebnisse verbessern. Bei vielen traditionellen Industriekonzernen fällt die Entwicklung dagegen wesentlich schwächer aus. Ein erheblicher Teil des Gewinn- und Umsatzwachstums wird zudem im Ausland erwirtschaftet, während die Nachfrage am deutschen Heimatmarkt vergleichsweise schwach bleibt.

Autobranche zieht Beschäftigung nach unten

Besonders deutlich zeigt sich die Schwäche in der Automobilindustrie. Die DAX-Autokonzerne verzeichneten im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang von 1,2 Prozent, während der operative Gewinn um 12 Prozent sank. Bei BMW brach das operative Ergebnis um 39 Prozent ein. Gleichzeitig reduzierte die Autobranche ihre Beschäftigtenzahl um rund 40.000 Personen beziehungsweise 5,2 Prozent. Damit entfällt nahezu der gesamte Netto-Stellenabbau der DAX-Unternehmen auf diesen Sektor.

41.000 Stellen verschwinden trotz Rekorden

Zum 30. Juni 2026 beschäftigten die DAX-Konzerne zusammen rund 3,49 Millionen Menschen. Das waren 41.000 beziehungsweise 1,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dabei bauten 21 von 37 Unternehmen mit entsprechenden Angaben Personal auf, während 16 ihre Belegschaften verkleinerten. Die Rekordgewinne stehen damit nicht für eine flächendeckende Erholung. Vielmehr zeigen die Zahlen, wie stark boomende Zukunftsbranchen und profitable Großkonzerne derzeit die Schwäche anderer Industriezweige überdecken.

Bn-Redaktion/tb
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