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Neuer Dänemark-Deal

Rheinmetall legt zu 14.08.2026, 15:08 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Soldat mit Gewehr
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Name Aktuell Diff. Börse
Rheinmetall 1.202,20 EUR +2,37 % Lang & Schwarz

Rheinmetall steigt über 1.200 Euro

Die Rheinmetall-Aktie setzte ihre Erholung am Freitag fort und stieg zeitweise auf 1.228,10 Euro. Am frühen Nachmittag notierte das Papier bei rund 1.202,80 Euro und damit etwa 2,3 Prozent über dem Vortagesschluss von 1.174,40 Euro. Damit entwickelte sich Rheinmetall deutlich stärker als der DAX. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1.964,50 Euro ist die Aktie allerdings weiterhin weit entfernt.

Dänemark bestellt MASS-System

Für neue Kursfantasie sorgt ein Auftrag der dänischen Streitkräfte. Rheinmetall soll das Täuschkörpersystem Multi Ammunition Softkill System, MASS, für Fregatten der ABSALON-Klasse und IVER-HUITFELDT-Klasse sowie für die Waffenschule der Königlich Dänischen Marine liefern. Zusätzlich wurden Omnitrap-ER-Täuschkörper bestellt. Der Auftragswert liegt im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Auslieferungen sollen ab dem vierten Quartal 2027 beginnen.

Langfristiger Vertrag erhöht Bedeutung

Über die eigentliche Lieferung hinaus vereinbarten beide Seiten einen Versorgungsvertrag mit einer Laufzeit von bis zu 21 Jahren. Damit könnte Rheinmetall langfristig von der Nachversorgung der dänischen Marine profitieren. MASS wird nach dem neuen Auftrag von 18 Nationen genutzt. Weltweit befinden sich bereits mehr als 400 Täuschkörperwerfer im Einsatz. Mit Dänemark setzen damit nun alle skandinavischen Marinen auf das System.

Geschäft wächst mit hohem Tempo

Der Auftrag trifft auf eine ohnehin starke operative Entwicklung. Rheinmetall steigerte den Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2026 um 39 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 74 Prozent auf 786 Millionen Euro. Gleichzeitig erreichte der Auftragsbestand Ende Juni rund 80,5 Milliarden Euro. Die operative Ergebnismarge verbesserte sich von 12,1 auf 15,0 Prozent.

Aktie bleibt weit unter dem Hoch

Für die Rheinmetall-Aktie liefert der dänische Auftrag damit einen weiteren positiven Impuls, ist gemessen am gesamten Auftragsbestand allerdings vergleichsweise klein. Entscheidend bleibt vielmehr, ob der Konzern sein starkes Wachstum und die höhere Profitabilität fortsetzen kann. Gleichzeitig zeigt der Abstand von rund 40 Prozent zum 52-Wochen-Hoch, wie stark die Aktie zuvor korrigiert hatte. Die jüngsten Kursgewinne könnten deshalb die Frage neu aufwerfen, ob sich die Erholung nach dem Rückschlag weiter fortsetzt.

Bn-Redaktion/tb
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