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Paramount-Warner-Deal

Anleger setzen plötzlich auf die Einigung 14.08.2026, 15:52 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Warner Bros
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© spangle84 auf Pixabay
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Paramount Skydance Corporations Registered (B) 8,704 EUR +0,83 % Baader Bank
Warner Bros. Discovery (A) 24,08 EUR -0,27 % TTMzero RT

Börse bewertet Deal-Chancen neu

Die Warner-Bros.-Aktie hat innerhalb von sieben Handelstagen 7,6 % gewonnen und stieg am Donnerstag zeitweise über 28 Dollar, umgerechnet rund 24 Euro. Damit lag der Abstand zum Paramount-Angebot von 31 Dollar je Aktie, umgerechnet ungefähr 27 Euro, nur noch bei rund 3 Dollar. Anfang Juli hatte sich dieser sogenannte Deal Spread nach der Klage von zwölf US-Bundesstaaten noch auf mehr als 5 Dollar ausgeweitet. Der engere Abstand signalisiert nun, dass Marktteilnehmer die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Abschlusses höher einschätzen.

Vergleich könnte entscheidende Hürde beseitigen

Im Mittelpunkt steht weiterhin das kartellrechtliche Verfahren der US-Bundesstaaten. Kalifornien und elf weitere Generalstaatsanwälte wollen den Zusammenschluss stoppen und warnen vor einem „Medienkoloss“, der Preise erhöhen und den Wettbewerb in Film und Fernsehen schwächen könnte. Gleichzeitig sprechen sich Gavin Newsom und Xavier Becerra für eine Einigung vor dem Prozess aus. Auch mögliche strukturelle Zugeständnisse rund um CNN sowie Paramounts Zusage, jährlich 30 Filme ins Kino zu bringen, könnten bei Verhandlungen eine Rolle spielen.

Verzögerungen werden für Paramount teuer

Der finanzielle Druck auf Paramount nimmt mit jedem Monat zu. Wird die Transaktion nach dem 1. Oktober nicht abgeschlossen, sollen Warner-Bros.-Aktionäre laut Vereinbarung für jeden weiteren Tag rund 7 Millionen Dollar erhalten, umgerechnet ungefähr 6 Millionen Euro. Bis Juni könnte sich dieser Betrag auf mehr als 1,6 Milliarden Dollar summieren, ungefähr 1,4 Milliarden Euro. Scheitert die Übernahme vollständig, müsste Paramount Warner Bros. 7 Milliarden Dollar zahlen, umgerechnet rund 6 Milliarden Euro.

Markt sieht rund 75 Prozent Erfolgswahrscheinlichkeit

Spezialisten für Merger Arbitrage beobachten deshalb besonders genau, ob eine außergerichtliche Lösung gelingt. Der aktuelle Aktienkurs deutet auf eine vom Markt eingepreiste Abschlusswahrscheinlichkeit von ungefähr 75 % hin, sofern Warner Bros. bei einem Scheitern des Deals auf 16 Dollar fallen würde. Auch Kalshi und Polymarket bezifferten die Wahrscheinlichkeit am Donnerstag auf 73 %. Roy Behren von Westchester Capital Management hält diese Werte für „significantly lower“ als seine eigene Einschätzung der tatsächlichen Erfolgschancen.

Prozess bleibt größtes Risiko

Die Übernahme hat bereits wichtige regulatorische Genehmigungen in den USA, Europa, Großbritannien, China und weiteren Jurisdiktionen erhalten. Damit bleibt das von Kalifornien geführte Verfahren das entscheidende Hindernis. Ein Gerichtsprozess ist für kommenden März vorgesehen. Behren rechnet jedoch mit einer „decent chance“, dass noch vor Jahresende eine Einigung erreicht wird. Bis dahin dürfte die Warner-Bros.-Aktie empfindlich auf neue Signale aus den Verhandlungen reagieren, während Anleger zwischen attraktivem Deal Spread und einem weiterhin beträchtlichen Scheiternrisiko abwägen.

Bn-Redaktion/tb
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