Airbus trotzt Jet-Flaute

Warum Anleger jetzt wieder einsteigen 01.05.2025, 17:36 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Starke Zahlen trotz Turbulenzen: Airbus überrascht mit Quartalsgewinn

Trotz eines Rückgangs bei den Jet-Auslieferungen im ersten Quartal ist Airbus mit soliden Ergebnissen ins Jahr 2025 gestartet. Der weltgrößte Flugzeugbauer meldete einen Umsatzanstieg von sechs Prozent auf 13,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) von 624 Millionen Euro – ein Plus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem das Geschäft mit Hubschraubern, Rüstung und Raumfahrt kompensierte schwächere Zahlen im Passagierflugzeugbereich. Unter dem Strich verdiente Airbus sogar 793 Millionen Euro – ein Gewinnsprung von rund einem Drittel.

Zollrisiken und Lieferengpässe: Die zwei größten Baustellen

Airbus-CEO Guillaume Faury warnte dennoch vor potenziellen Risiken durch den eskalierenden Handelskonflikt mit den USA. Neue Zölle könnten die ohnehin schon angespannten Lieferketten weiter belasten. Besonders kritisch: Die Abhängigkeit von internationalen Zulieferern für spezialisierte Komponenten, etwa Triebwerke oder Flugzeugsitze. Bereits seit der Corona-Pandemie kämpft Airbus mit Engpässen – im ersten Quartal konnten nur 136 Jets ausgeliefert werden, sechs weniger als im Vorjahr. Die geplante Produktionsausweitung des A320neo auf 75 Maschinen pro Monat wurde daher auf 2027 verschoben.

Faury betonte zwar, dass die Auswirkungen der US-Zölle derzeit noch nicht quantifizierbar seien, beobachte die Entwicklung jedoch genau. US-Zölle treffen nicht direkt die Luftfahrtindustrie, könnten aber durch Ketteneffekte die Branche belasten – etwa wenn Airlines wie die chinesischen Fluggesellschaften aus politischen Gründen auf Boeing verzichten.

Trotz Unsicherheiten: Die Börse zeigt sich optimistisch

An der Börse kamen die Zahlen gut an: Die Airbus-Aktie legte nachbörslich auf Tradegate rund zwei Prozent gegenüber dem XETRA-Schlusskurs zu. Der Markt honorierte vor allem den gegenüber den Erwartungen geringeren Barmittelabfluss vor Kundenfinanzierungen – dieser lag bei nur 310 Millionen Euro. Auch wenn der Stellenabbau im Rüstungsbereich mit 105 Millionen Euro zu Buche schlug, wertete Airbus mehrere Beteiligungen auf, was sich positiv im Finanzergebnis niederschlug.

CEO Faury hält trotz aller Herausforderungen an den Jahreszielen fest: 820 Verkehrsflugzeuge sollen 2025 ausgeliefert werden, das bereinigte Ebit soll bei sieben Milliarden Euro liegen. Ob das gelingt, hängt nicht zuletzt davon ab, ob sich die geopolitischen Spannungen in konkrete Zollmaßnahmen verwandeln – und wie schnell Airbus seine Lieferkette wieder auf Kurs bringt.

Bn-Redaktion/aw
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