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Allianz-Aktie fällt

Doch Anleger dürfen hoffen! 09.05.2025, 13:22 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Allianz Flagge
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Name Aktuell Diff. Börse
Allianz 450,75 EUR +0,07 % Lang & Schwarz

Dividendenabschlag drückt Kurs – Anleger können trotzdem aufatmen

Am Freitag, dem 9. Mai, notiert die Aktie der Allianz mit einem deutlichen Abschlag – und das hat einen ganz einfachen Grund: Der DAX-Konzern wurde an diesem Tag "ex-Dividende" gehandelt. Das bedeutet, dass Anleger, die die Aktie bis einschließlich 8. Mai im Depot hielten, in der kommenden Woche eine Ausschüttung von 15,40 Euro je Aktie erhalten.

Für den Kapitalmarkt bedeutet das: Die Dividende verlässt rechnerisch das Unternehmen, wodurch der Kurs der Aktie automatisch um den ausgeschütteten Betrag fällt. Dieses Phänomen ist keine Überraschung, sondern marktüblich. Historisch betrachtet gelingt es der Allianz-Aktie häufig, diesen Abschlag innerhalb weniger Wochen oder sogar Tage wieder wettzumachen.

Zweite Chance in Singapur? Allianz hält Übernahmepläne offen

Neben der Hauptversammlung sorgte auch ein anderes Thema für Aufmerksamkeit: Die Allianz scheint weiterhin an einer Übernahme des singapurischen Versicherers Income Insurance interessiert zu sein. Das ließ Renate Wagner, Allianz-Vorständin für Asien, auf der HV durchblicken. Auf eine Aktionärsfrage sagte sie: „Wir sind weiterhin überzeugt, der richtige Partner für Income Insurance zu sein.“

Die ursprüngliche Übernahmeankündigung datiert auf Juli 2024. Damals wollte die Allianz mindestens 51 Prozent der Anteile für rund 2,2 Milliarden Singapur-Dollar (1,55 Milliarden Euro) erwerben. Doch der Deal scheiterte vorerst am Widerstand der singapurischen Regierung.

Regierungswiderstand bremst Megadeal – Allianz bleibt dennoch am Ball

Der Grund: Befürchtungen, dass unter dem Dach der Allianz die sozialen Ziele von Income Insurance – insbesondere der Zugang zu erschwinglichen Policen für Geringverdiener – verwässert würden. Kultur- und Jugendminister Edwin Tong erklärte im Oktober 2024 im Parlament, der Deal sei „in der gegenwärtigen Form nicht im öffentlichen Interesse“.

Daraufhin forderte die Regierung strukturelle Anpassungen. Die Allianz signalisierte zwar Kompromissbereitschaft, blies das Vorhaben im Dezember dennoch offiziell ab. Eine erfolgreiche Übernahme hätte den Konzern zu einem der größten Universalversicherer Asiens gemacht.

Trotzdem bekräftigte die Allianz seither mehrfach, langfristig in Singapur präsent bleiben zu wollen. Neue Übernahmepläne wurden bisher aber nicht öffentlich gemacht – die Tür für einen überarbeiteten Income-Deal scheint jedoch weiterhin offen.

Bn-Redaktion/aw
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