BASF unter Druck

Energiekosten eskalieren! 16.02.2026, 16:33 Uhr Jetzt kommentieren: 0

BASF
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BASF 48,51 EUR -1,56 % Lang & Schwarz

Rückkaufprogramm mit angezogener Handbremse

Während zahlreiche DAX-Konzerne derzeit milliardenschwere Aktienrückkaufprogramme umsetzen, fällt das Engagement von BASF vergleichsweise zurückhaltend aus. In der Woche vom 9. bis 13. Februar erwarb der Chemiekonzern lediglich 21.113 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von rund 48,35 Euro. Auffällig: Die Käufe konzentrierten sich ausschließlich auf den Montag, an den übrigen vier Handelstagen blieb das Programm ausgesetzt.

Seit dem Start am 3. November 2025 summiert sich das Rückkaufvolumen damit auf knapp 12,1 Millionen Aktien. Angesichts der Gesamtzahl ausstehender Papiere wirkt das Tempo jedoch moderat. Rein rechnerisch würde BASF bei der aktuellen Frequenz rund 16 Jahre benötigen, um lediglich ein Prozent der Aktien einzuziehen. Entsprechend begrenzt dürfte die Signalwirkung am Kapitalmarkt sein. Der Rückkauf erfolgt mandatiertechnisch über eine Bank und wird über die elektronischen Handelssysteme der Frankfurter Börse abgewickelt.

Für Investoren stellt sich damit weniger die Frage nach dem Umfang des Programms als nach dessen strategischer Bedeutung. In einem Umfeld, in dem andere Konzerne mit großvolumigen Maßnahmen Akzente setzen, bleibt BASF bei einer eher defensiven Kapitalmaßnahme.

Energiekosten als strategischer Belastungsfaktor

Weitaus gewichtiger als der Aktienrückkauf ist die strukturelle Herausforderung am Heimatstandort. BASF zählt zu den größten industriellen Stromverbrauchern Deutschlands und steht seit Jahren unter dem Druck hoher Energiepreise. Die Wettbewerbsnachteile gegenüber Standorten mit günstigeren Energiequellen schlagen zunehmend auf die Kostenstruktur durch.

Die Folge ist eine schrittweise Verlagerung von Kapazitäten ins Ausland, unter anderem nach Indien. Während Wettbewerber in Regionen mit niedrigeren Energiepreisen von strukturellen Vorteilen profitieren, sieht sich BASF am Standort Deutschland mit dauerhaft erhöhten Produktionskosten konfrontiert. Das schmälert die Margen in energieintensiven Geschäftsbereichen erheblich.

Zusätzliche Dynamik erhält das Thema durch den steigenden Strombedarf neuer Technologien. Mit dem Ausbau von KI-Rechenzentren wächst die Nachfrage nach Energie weiter. Kurzfristig setzen viele Betreiber auf Gas, langfristig wird in Teilen auf Kernenergie gehofft. Für klassische Industrieunternehmen bedeutet dies jedoch vor allem zunehmenden Wettbewerb um verfügbare Kapazitäten – und potenziell weiter steigende Preise.

Ruhiger Wochenstart, langfristige Fragen bleiben

Der Gesamtmarkt präsentierte sich zum Wochenauftakt stabil. Der DAX wurde am Montagmorgen bei 24.955 Punkten taxiert. Aufgrund des US-Feiertags „Washington’s Birthday“ sowie eines handelsschwachen Tages in China fehlten jedoch wichtige Impulse aus den internationalen Leitbörsen.

Für BASF dürfte die Handelswoche damit vergleichsweise ruhig verlaufen. Operativ stehen jedoch grundlegende Weichenstellungen an. Zwischen einem moderat laufenden Aktienrückkaufprogramm und tiefgreifenden Standortentscheidungen bewegt sich der Konzern in einem Spannungsfeld aus Kapitalmarktkommunikation und industrieller Realität. Die Entwicklung der Energiepreise und die globale Wettbewerbsfähigkeit bleiben dabei zentrale Einflussfaktoren für die weitere Geschäftsentwicklung.

Bn-Redaktion/aw
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