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Deutsche Bank

Millionenverlust durch eingefrorene Vermögenswerte 20.05.2024, 14:20 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Banken
© Bild von PIRO auf Pixabay
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Deutsche Bank 27,73 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

Hintergrund des Vorfalls

Im Jahr 2021 vereinbarte die Gazprom-Tochter RusChimAllianz den Bau eines LNG-Terminals an der Ostsee mit dem Bauunternehmen Renaissance Heavy und dem Industriegaseproduzenten Linde. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und den daraufhin verhängten Sanktionen stellte Linde die Bauarbeiten ein. Die Deutsche Bank und andere Banken, die Bürgschaften für das Projekt gegeben hatten, zogen diese aufgrund der Sanktionen zurück.

Gerichtliche Entscheidungen und deren Folgen

RusChimAllianz klagte vor Gericht und erhob Ansprüche gegen die Deutsche Bank in Höhe von 238,61 Millionen Euro. Ein Schiedsgericht in St. Petersburg ordnete daraufhin die Beschlagnahmung von Vermögenswerten der Deutschen Bank an. Betroffen sind bis zu 238 Millionen Euro an Wertpapieren, Immobilien und Guthaben. Die Commerzbank ist ebenfalls betroffen, mit eingefrorenen Vermögenswerten in Höhe von 93,7 Millionen Euro.

Reaktionen der betroffenen Banken

Während die Commerzbank zunächst keine Stellungnahme abgab, erklärte die Deutsche Bank, dass sie durch eine Entschädigungsvereinbarung mit einem Kunden abgesichert sei und Rückstellungen in Höhe von 260 Millionen Euro gebildet habe. Die Auswirkungen der gerichtlichen Entscheidung auf den operativen Betrieb in Russland bleiben abzuwarten.

Auswirkungen auf die Deutsche Bank-Aktie

Trotz der schwierigen Lage konnte die Deutsche Bank-Aktie am leicht zulegen. Der Kurs stieg um 0,1 Prozent auf 15,66 Euro und gehört damit zu den Gewinnern im DAX 40.

BörsenNews Deutsche Bank Aktie

Die geplante Verwendung von 50 Prozent des Jahresgewinns für Dividenden und den Rückkauf eigener Aktien stieß bei den Aktionären auf Zustimmung, jedoch wurde die digitale Hauptversammlung kritisiert.

Zukünftige Strategien und Maßnahmen

Die Deutsche Bank plant weiterhin, erhebliche Mittel für Dividenden und Aktienrückkäufe zu verwenden, um die Aktionäre zu beruhigen. Die Entwicklung der Situation in Russland und die Umsetzung der Gerichtsbeschlüsse werden die zukünftige Performance und Strategie des Instituts maßgeblich beeinflussen.

Bn-Redaktion/pg
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