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Gerresheimer-Aktie bricht ein

Jetzt verschärft sich die Führungskrise 25.08.2026, 12:53 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Gerresheimer
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
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Name Aktuell Diff. Börse
Gerresheimer 25,68 EUR -4,89 % Gettex

Röhrhoff geht früher als geplant

Uwe Röhrhoff hatte den Vorstandsvorsitz erst zum 1. November 2025 übernommen und sollte Gerresheimer längstens bis Oktober 2026 führen. Nun beendet er sein Mandat auf eigenen Wunsch deutlich früher. Röhrhoff kannte das Unternehmen bereits gut, da er Gerresheimer schon von 2010 bis 2017 geführt hatte. Bis auf Weiteres übernehmen Finanzchef Wolf Lehmann und Vorstandsmitglied Achim Schalk gemeinsam die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden.

Aktie reagiert mit deutlichen Verlusten

An der Börse kam die Personalentscheidung schlecht an. Die Gerresheimer-Aktie verlor am Dienstag im frühen Handel zeitweise 6,5 % und notierte am Vormittag bei rund 26 Euro. Damit zeigt sich, wie sensibel Anleger derzeit auf neue Unsicherheiten im Management reagieren. Der Führungswechsel trifft auf einen Konzern, dessen Aktie bereits zuvor durch mehrere Gewinnwarnungen und operative Probleme erheblich unter Druck geraten war.

Schwierige Monate liegen hinter Gerresheimer

Gerresheimer hatte 2025 einen Umsatz von 2,3 Milliarden Euro erzielt. Das bereinigte EBITDA erreichte 384 Millionen Euro, die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 16,8 %. Gleichzeitig musste das Unternehmen frühere Buchungen überprüfen und korrigieren. Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses war deshalb verschoben worden. Zusätzlich beschäftigte eine Untersuchung der Bafin den Konzern, während Ende Oktober 2025 bereits der langjährige Vorstandschef Dietmar Siemssen ausgeschieden war.

2026 soll die Ertragslage verbessern

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Gerresheimer vor M&A- und Refinanzierungseffekten einen Umsatz in der unteren Hälfte der Spanne von 2,3 bis 2,4 Milliarden Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei etwa 17 bis 18 % liegen. Beim freien Cashflow rechnet das Unternehmen allerdings mit minus 50 bis minus 100 Millionen Euro. Zusätzliche finanzielle Entlastung soll der geplante Verkauf von Centor bringen.

Nächster wichtiger Termin steht unmittelbar bevor

Bereits am 27. August richtet sich der Blick erneut auf Gerresheimer. Dann will das Unternehmen vorläufige Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vorlegen. Nach dem unerwarteten Abgang Röhrhoffs dürften Anleger dabei nicht nur auf Umsatz, Profitabilität und Cashflow achten. Entscheidend wird auch sein, ob das verbliebene Management Vertrauen schaffen und einen klaren Weg für die weitere Stabilisierung des Konzerns aufzeigen kann.

Bn-Redaktion/tb
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