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Goldpreis nach Absturz

Wird Gold wieder zum sicheren Hafen? 30.06.2026, 17:15 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Gold
© Bild von istara auf Pixabay
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Gold 4.015,80 USD +0,01 % TTMzero RT (USD)

Starker Rückgang im zweiten Quartal

Der Goldpreis hat zuletzt deutlich an Schwung verloren. Für das zweite Quartal zeichnet sich ein Minus von rund 13 Prozent ab. Ende vergangener Woche lag der Comex Goldpreis um 4100 Dollar je Feinunze, umgerechnet rund 3588 Euro. Damit ist Gold zwar weit von früheren Rekordständen entfernt, bleibt aber historisch betrachtet auf einem hohen Niveau.

Zinsen drücken auf den Preis

Der wichtigste Gegenwind kommt aus den USA. Steigende Zinserwartungen machen Gold weniger attraktiv, weil das Edelmetall keine laufenden Erträge abwirft. Wenn Anleihen höhere Renditen bieten und der Dollar Stärke zeigt, sinkt oft die Nachfrage nach Gold. Genau diese Mischung aus Zinssorgen, festem Dollar und robusteren Konjunkturdaten belastete den Markt zuletzt.

UBS bleibt optimistisch

Trotz des Rückschlags sieht UBS weiter Potenzial. Die Bank nennt ein Ziel von rund 5200 Dollar je Feinunze innerhalb eines Jahres, umgerechnet etwa 4555 Euro. Als Gründe gelten mögliche Zinssenkungen, ein schwächerer Dollar und anhaltende Käufe durch Zentralbanken. Goldman Sachs und ING sind vorsichtiger und nennen für Ende 2026 Ziele von rund 4900 Dollar und 4600 Dollar, also etwa 4292 Euro und 4029 Euro.

Zentralbanken bleiben Käufer

Ein wichtiger Stabilisator bleibt die Nachfrage staatlicher Notenbanken. Der World Gold Council verweist in seiner aktuellen Umfrage auf ein weiterhin hohes Interesse an Goldreserven. Besonders die Diversifikation weg von einzelnen Währungen und geopolitische Unsicherheit spielen dabei eine Rolle. Für den Markt ist das wichtig, weil Zentralbanken nicht kurzfristig handeln, sondern oft über längere Zeiträume kaufen.

Anleger müssen Geduld mitbringen

Kurzfristig bleibt Gold anfällig für neue US Konjunkturdaten, Fed Aussagen und Bewegungen beim Dollar. Ein schneller Durchmarsch nach oben ist nach dem jüngsten Einbruch nicht sicher. Langfristig sprechen Zentralbankkäufe, Inflationsrisiken und mögliche Zinssenkungen weiter für Gold als Depotbaustein. Der Rücksetzer macht das Edelmetall deshalb nicht risikolos, aber wieder spannender für Anleger, die Schwankungen aushalten können.

Bn-Redaktion/tb
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