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SpaceX-Sorge und T-Mobile-Deal

Telekom unter Druck 30.06.2026, 17:50 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Telekom
© Foto von Mika Baumeister auf Unsplash
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Deutsche Telekom 23,85 EUR -4,47 % Lang & Schwarz

Verkaufsdruck nimmt zu

Die Deutsche Telekom-Aktie hat zum Wochenstart deutlich nachgegeben und fiel am Montag zeitweise um mehr als 5 Prozent. Am Dienstagmorgen setzte sich die Schwäche mit einem weiteren Minus von rund 3 Prozent fort. Damit rutschte der DAX-Wert auf den tiefsten Stand seit August 2024. Besonders schwer wiegt der Bruch der Zone um 26 Euro sowie der Bereich bei 25,62 bis 25,70 Euro. Auch die Marke um 25,90 Euro und der Point of Control bei rund 27,75 Euro liegen inzwischen oberhalb des Kurses.

Fusion sorgt für Fragen

Im Mittelpunkt stehen Berichte über eine mögliche engere Verbindung oder vollständige Verschmelzung mit T-Mobile US. Die US-Tochter gilt als wichtiger Wachstumstreiber des Konzerns, ist an der Börse aber dynamischer bewertet als die Muttergesellschaft. Anleger fragen sich deshalb, welche Kosten, regulatorischen Hürden und strukturellen Folgen ein solcher Schritt hätte. Kritisch gesehen wird auch, dass US-Investoren möglicherweise weniger Interesse an einem breiter aufgestellten europäischen Telekomkonzern hätten.

SpaceX als Unsicherheitsfaktor

Zusätzlich rückt SpaceX mit Starlink stärker in den Fokus. Der Konzern von Elon Musk will Satelliteninternet mit Mobilfunk-Kapazitäten verbinden und könnte dadurch stärker in den Markt klassischer Telekommunikationsanbieter drängen. In den Vorlagen wird eine Marktkapitalisierung von mehr als 1,71 Billionen Euro für SpaceX genannt, während Deutsche Telekom und T-Mobile US zusammen auf etwa 300 Milliarden Euro kommen. Die Sorgen gehen bislang aber vor allem auf Mutmaßungen zurück.

Teure Pläne im Fokus

Ein möglicher Zusammenschluss mit T-Mobile US wäre für die Deutsche Telekom finanziell anspruchsvoll. Der Konzern hält bislang eine Mehrheit an der US-Tochter, müsste für eine vollständige Übernahme aber den verbleibenden Anteil erwerben. Da T-Mobile US höher bewertet ist als der Mutterkonzern, stehen mögliche neue Schulden, Kapitalerhöhungen oder eine komplexe Transaktionsstruktur im Raum. Genau diese Unsicherheit verstärkt die Zurückhaltung am Markt, obwohl bislang keine endgültige Entscheidung bekannt ist.

Analysten bleiben positiv

Trotz des Kursrutsches bleiben mehrere fundamentale Punkte stützend. Die Marktkapitalisierung der Deutschen Telekom liegt bei rund 119 Milliarden Euro, das Kurs-Gewinn-Verhältnis wird mit etwa 12 als niedrig beschrieben. Analysten bewerten die Aktie weiterhin überwiegend mit „Kaufen“. UBS bestätigt die Einstufung „Buy“ mit einem Kursziel von 36,60 Euro. Das durchschnittliche Kursziel liegt knapp bei 38 Euro, das niedrigste bei 33 Euro. Entscheidend bleibt nun, ob die Aktie die Zone um 23,13 bis 23,40 Euro verteidigt oder erst ein Rebreak über 26 Euro Entlastung bringt.

Bn-Redaktion/tb
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