Hensoldt muss jetzt entscheidend nachsetzen

Erhoffte Trendwende vor dem Abschluss 26.05.2026, 10:59 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Hensoldt muss jetzt entscheidend nachsetzen: Erhoffte Trendwende vor dem Abschluss
© Matias Luge auf Pexels (Symbolbild)
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Hensoldt – Zahlen entwickeln erst auf dem zweiten Blick ihren Charme

Die vor knapp drei Wochen veröffentlichten Quartalszahlen leiteten mit etwas Verzögerung eine stramme Erholung in der Hensoldt-Aktie ein. Das Unternehmen vermeldete für die ersten drei Monate des Jahres 2026 einen Umsatz in Höhe von 496 Mio. Euro, nach 395 Mio. Euro im entsprechenden Vergleichszeitraum 2025. Das Umsatzplus von etwa 25 Prozent wusste durchaus zu gefallen, fand am Markt jedoch zunächst keinen großen Anklang. Das bereinigte EBITDA (earnings before interest, taxes, depreciation and amortization) wurde für die ersten drei Monate des Jahres 2026 mit 44 Mio. Euro angegeben, nach 30 Mio. Euro im entsprechenden Vergleichszeitraum. Die positive Entwicklung schlug auch auf die bereinigte EBITDA-Marge durch. Sie belief sich entsprechend auf 8,9 Prozent, nach zuvor 7,6 Prozent. Der bereinigte free cash flow wurde mit -95 Mio. Euro veröffentlicht, nach -107 Mio. Euro im 1. Quartal 2025.

Die Auftragslage des Rüstungskonzerns ist unverändert exzellent. Hensoldt vermeldete die Auftragseingänge in den ersten drei Monaten 2026 mit 1,483 Mrd. Euro, nach 0,701 Mrd. Euro im Vergleichszeitraum 2025. Per 31. März 2026 wies Hensoldt einen Auftragsbestand in Höhe von 9,801 Mrd. Euro aus. Zum Vergleich: Per 31. März 2025 lag der Auftragsbestand noch bei 6,929 Mrd. Euro.

Hensoldt Aktienchart

Ausblick für 2026 bestätigt

Im Rahmen der Q1-Daten-Veröffentlichung bestätigte Hensoldt die Prognose für das Gesamtjahr 2026 und rechnet nach wie vor mit einem Umsatz in Höhe von etwa 2,750 Mrd. Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge wird mit 18,5 Prozent bis 19 Prozent erwartet.
Hensoldt im Chartcheck: Das sieht doch wieder deutlich besser aus

Für die Hensoldt-Aktie (WKN: HAG000 | ISIN: DE000HAG0005 | Ticker-Symbol: HAG) ging es nach den Zahlen zunächst etwas nach unten, erst mit dem Erreichen der 70 Euro drehte der Wind und die Aktie setzte zur Erholung an. Mit dem Widerstandsbereich 90 Euro / 96 Euro steht nun eine große Herausforderung bevor. Die Aufgabenstellung ist dabei klar definiert: Ein Ausbruch über die 96 Euro muss her, um eine Trendwende zu forcieren. Um das Momentum nicht zu verlieren, sollte es im besten Fall nicht mehr unter die 85 Euro gehen. Ein Rücksetzer unter die 80 Euro wäre hingegen ein starkes Warnsignal.

Bn-Redaktion/mt
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