Mercedes-Aktie

Radikaler Umbau! Jetzt nimmt sich der Konzern Tesla zum Vorbild 22.10.2026, 16:50 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Mercedes-Aktie: Radikaler Umbau! Jetzt nimmt sich der Konzern Tesla zum Vorbild
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Mercedes plant radikalen Wechsel in der Produktion

Wie das Handelsblatt unter Berufung auf das Umfeld des Aufsichtsrats berichtet, arbeitet Mercedes an einer völlig neuen Fahrzeugarchitektur für die 2030er-Jahre. Statt unterschiedliche Modelle auf mehreren Plattformen zu entwickeln, soll künftig ein modulares Baukastensystem zum Einsatz kommen. Front, Heck, Seiten und Fahrzeugboden könnten dabei flexibel kombiniert werden. Mercedes verspricht sich davon niedrigere Kosten, schnellere Entwicklungsprozesse und eine effizientere Fertigung.

Tesla und China machen es vor

Mit dem geplanten Umbau orientiert sich Mercedes ausgerechnet an Wettbewerbern, die den deutschen Premiumhersteller zunehmend unter Druck setzen. Tesla und chinesische Autobauer setzen bereits auf vergleichbare Fertigungskonzepte. Auch Stellantis arbeitet mit einer übergreifenden Plattformstrategie. Mercedes muss deshalb aufholen, um bei Produktionskosten und Geschwindigkeit konkurrenzfähig zu bleiben. Konkrete Einzelheiten seiner Pläne hat der Stuttgarter Konzern bislang allerdings nicht bestätigt.

Auch Führungskräfte müssen gehen

Parallel zur technischen Neuausrichtung treibt Mercedes den Personalabbau voran. Voraussichtlich im Dezember soll das Abfindungsprogramm für Beschäftigte außerhalb der Produktion erneut starten. Erstmals sollen auch leitende Führungskräfte entsprechende Angebote erhalten. BMW hat sein eigenes freiwilliges Abfindungsprogramm bereits für neue Anmeldungen geschlossen, nachdem sich mehrere Tausend Interessenten gemeldet hatten. Beide Premiumhersteller versuchen damit, ihre Kostenstrukturen an das schwierigere Marktumfeld anzupassen.

Bis zu 325.000 Euro Gehaltsverlust drohen

Für ausscheidende Mitarbeiter kann der vermeintlich lukrative Abschied allerdings teuer werden. Der ehemalige Daimler-Manager und heutige Unternehmensberater Jochen Carle warnt vor deutlichen Gehaltseinbußen beim Wechsel in kleinere Unternehmen. Wer bisher 150.000 Euro jährlich verdient und anschließend nur noch 85.000 Euro erhält, verliert rechnerisch innerhalb von fünf Jahren 325.000 Euro brutto. Eine hohe Abfindung könnte dadurch langfristig aufgezehrt werden. Besonders ältere Führungskräfte müssen laut Carles Beratungserfahrung zudem mit längeren Phasen der Jobsuche rechnen.

 

Bn-Redaktion/hm
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