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1,15 Milliarden Euro Aufträge treiben die Aktie 22.10.2026, 13:50 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Auftragseingang steigt auf 1,15 Milliarden Euro

Der Auftragseingang von Vossloh erreichte nach neun Monaten 1,1545 Milliarden Euro und lag damit deutlich über den 948,5 Millionen Euro des Vorjahreszeitraums. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 22 Prozent. Der Auftragsbestand blieb mit 1,094 Milliarden Euro ebenfalls auf hohem Niveau. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, die sogenannte Book-to-bill-Ratio, lag bei 1,06. Damit gingen weiterhin mehr neue Bestellungen ein, als Vossloh Umsatz erwirtschaftete.

Umsatz wächst um fast 20 Prozent

Auch beim Umsatz legte der Schieneninfrastruktur-Spezialist kräftig zu. In den ersten neun Monaten stiegen die Erlöse um 19,6 Prozent auf 1,0868 Milliarden Euro. Einen wesentlichen Anteil daran hatte die Übernahme des französischen Betonschwellenherstellers Sateba, der inzwischen unter VTT Europe geführt wird. Allein im dritten Quartal erreichte Vossloh einen Umsatz von knapp 377 Millionen Euro, mehr als 15 Prozent über dem Vorjahreswert.

Ergebnis bleibt hinter Umsatzwachstum zurück

Beim Gewinn zeigt sich allerdings ein weniger dynamisches Bild. Das EBITDA stieg nach neun Monaten auf 128,5 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum 121,8 Millionen Euro erreicht worden waren. Das EBIT sank dagegen auf 56,6 Millionen Euro. Belastend wirkten unter anderem Effekte aus der Kaufpreisallokation für VTT Europe sowie weitere Sondereinflüsse. Im dritten Quartal fiel das EBIT um mehr als ein Fünftel auf etwas über 24 Millionen Euro.

Ausblick bleibt am unteren Ende

Für 2026 erwartet Vossloh den Umsatz nun etwa in der Mitte der bestätigten Spanne von 1,51 bis 1,61 Milliarden Euro. Beim EBIT rechnet das Management dagegen eher mit einem Wert am unteren Ende der Prognose von 100 bis 110 Millionen Euro. Hintergrund sind verschobene Projekte und einmalige Belastungen. Gleichzeitig kündigt der Konzern für das vierte Quartal eine deutliche operative Verbesserung an.

Aktie reagiert mit 2,5 Prozent Plus

An der Börse kommen die Zahlen insgesamt positiv an. Die Vossloh-Aktie steigt am Donnerstag um rund 2,5 Prozent auf etwa 53 Euro. Anleger honorieren damit vor allem die starke Auftragsentwicklung und die Aussicht auf eine operative Verbesserung im Schlussquartal. Vom 52-Wochen-Hoch bei mehr als 86 Euro bleibt das Papier allerdings deutlich entfernt. Entscheidend wird nun, ob Vossloh den hohen Auftragsbestand in den kommenden Quartalen stärker in steigende Gewinne und Margen umwandeln kann.

Bn-Redaktion/tb
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