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Luxusmodelle retten das Jahr 14.01.2026, 19:02 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Absatzrückgänge in China und USA setzen Stuttgart unter Druck

Die neuesten Verkaufszahlen von Mercedes-Benz für das Jahr 2025 sind ein deutliches Warnsignal – zumindest auf den ersten Blick. Weltweit setzte der Stuttgarter Autobauer nur noch 2,16 Millionen Fahrzeuge ab, was einem Rückgang von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders dramatisch fiel der Einbruch in China aus, dem mit Abstand wichtigsten Einzelmarkt: Die Verkäufe sanken dort um 19 Prozent auf 551.000 Einheiten. Verantwortlich ist vor allem der erbitterte Preiskampf, den chinesische Hersteller mit aggressiven Rabatten befeuern. Mercedes hingegen bleibt seiner Strategie treu und verzichtet bewusst auf Rabattschlachten – auch auf Kosten von Marktanteilen.

In den USA schrumpfte der Absatz um zwölf Prozent. Allerdings handelt es sich bei dieser Zahl um sogenannte "Wholesale"-Verkäufe an Händler. Die tatsächlichen Verkäufe an Endkunden entwickelten sich deutlich stabiler und zeigen sogar einen leichten Aufwärtstrend. In Europa konnte sich Mercedes mit einem Minus von nur einem Prozent weitgehend behaupten. Der Heimatmarkt zeigt sich resilient – reicht aber nicht aus, um die Rückgänge in Übersee auszugleichen.

Luxussegmente trotzen dem Trend

Trotz der schwachen Gesamtbilanz gibt es Lichtblicke – und die finden sich ausgerechnet dort, wo Mercedes die höchsten Margen erzielt. Die Performance-Marke AMG legte 2025 um sieben Prozent zu, während die legendäre G-Klasse sogar ein Verkaufsrekordjahr verzeichnete: plus 23 Prozent. Hier zeigt sich die Stärke der Premiumstrategie. Mercedes setzt gezielt auf hochpreisige Segmente mit exklusivem Image – ein Ansatz, der sich auch in herausfordernden Zeiten auszuzahlen scheint.

Im Bereich Elektromobilität zeigt sich ein gemischtes Bild: Über das Gesamtjahr sanken die Verkäufe batterieelektrischer Fahrzeuge um neun Prozent. Doch im vierten Quartal kam es zur Wende – mit einem Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Gegenüber dem dritten Quartal 2025 legte der Absatz sogar um sechs Prozent zu. Die neuen Modelle scheinen besser anzukommen und könnten im laufenden Jahr weiteren Rückenwind bringen.

Aktie stabil – Anleger bleiben optimistisch

Angesichts der enttäuschenden Verkaufszahlen wirkt es fast paradox, dass die Mercedes-Benz-Aktie stabil bleibt. Der Kurs notiert aktuell bei rund 59,80 Euro – unterstützt durch einen intakten Aufwärtstrend. Sowohl der 50-Tage- als auch der 200-Tage-Durchschnitt verlaufen unter dem aktuellen Kursniveau. Auch der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 55 signalisiert kein überkauftes Niveau – ein technisches Bild, das Spielraum nach oben lässt.

Der auffällige Kontrast zwischen fundamentalen Herausforderungen und charttechnischer Stärke deutet darauf hin, dass viele Investoren bereits mit schwachen Zahlen gerechnet hatten. Das Vertrauen in die strategische Neuausrichtung – Premiumfokus und Elektrifizierung – scheint intakt zu sein.

Ende Januar startet zudem eine breit angelegte Modelloffensive: Die überarbeitete S-Klasse und neue Elektro-Modelle sollen frische Impulse setzen, darunter auch sportliche Varianten von AMG mit vollelektrischem Antrieb. Ob diese Innovationen ausreichen, verlorene Marktanteile insbesondere in China zurückzugewinnen, bleibt offen. Klarheit zur finanziellen Lage wird der vollständige Geschäftsbericht am 12. Februar bringen. Bis dahin bleibt die Aktie im Fokus – zwischen Turnaround-Hoffnung und Absatzsorgen.

Bn-Redaktion/aw
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