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Mercedes-Benz stürzt ab

Trumps Zoll-Hammer trifft hart 20.01.2026, 16:49 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Mercedes
© Symbolbild von Ambitious Studio* | Rick Barrett auf Unsplash
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Mercedes-Benz Group 56,91 EUR -0,64 % Lang & Schwarz

Handelsdruck statt Aufbruch: Warum Autowerte massiv einbrechen

Die Mercedes-Benz-Aktie verlor zum Wochenstart kräftig an Boden - ein Minus von 2,4 Prozent drückte den Kurs auf 57,44 Euro. Auslöser war einmal mehr die US-Politik: Donald Trump kündigte neue Strafzölle auf europäische Produkte an, die insbesondere die deutsche Automobilbranche hart treffen dürften.

Trumps Zollhammer: Ein politisches Signal mit wirtschaftlichen Folgen

Konkret plant der ehemalige US-Präsident ab dem 1. Februar einen zusätzlichen Zoll von 10 Prozent auf Importe aus mehreren europäischen Ländern - darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande. Ab Juni soll dieser Satz sogar auf 25 Prozent steigen. Die offizielle Begründung fällt bizarr aus: Die Zölle sollen solange gelten, bis ein "vollständiger und umfassender Kauf Grönlands" durch die USA verhandelt ist.

Die Märkte reagierten prompt: Neben Mercedes gaben auch BMW (-3,3 %), Volkswagen (-2,8 %) und Porsche SE (-3,7 %) deutlich nach. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts rutschte auf den tiefsten Stand seit Oktober.

Analysten warnen: Porsche und VW unter besonderem Druck

Branchenkenner zeigen sich alarmiert. "Das diskutierte Ausmaß würde die Margen der europäischen Erstausrüster erheblich belasten", erklärte Henning Cosman von Barclays. Besonders Porsche AG und Volkswagen stünden unter Druck - erst danach folgen Mercedes-Benz und BMW. Auch Citigroup-Analyst Harald Hendrikse findet deutliche Worte: "Es ist schwer vorstellbar, dass 2026 schlechter hätte beginnen können."

Die Sorgen um Gewinne und Wettbewerbsfähigkeit in den USA treffen eine Branche, die ohnehin mit Transformation, Lieferkettenproblemen und hohem Investitionsdruck kämpft.

Produktion im Umbruch - trotz politischem Gegenwind

Ungeachtet der Turbulenzen kündigte Mercedes-Chef Ola Källenius Veränderungen in der Produktionsplanung an. Das SUV-Modell GLC, dessen US-Fertigung ursprünglich für 2026 im Werk Tuscaloosa vorgesehen war, soll nun "etwas später als 2027" anlaufen - dann allerdings in einer neuen Modellgeneration und vollelektrisch.

Källenius betonte, dies sei keine direkte Reaktion auf die angedrohten Zölle: "Wir treffen Investitionsentscheidungen für Jahrzehnte und nicht als schnelle Reaktionen auf politische Veränderungen." Mercedes wolle Fahrzeuge für den US-Markt künftig vor Ort produzieren, die deutsche Fertigung bleibe erhalten.

Gleichzeitig startet das Werk Kecskemét in Ungarn mit der Serienproduktion des elektrischen GLB. Dort sollen künftig bis zu 350.000 Fahrzeuge jährlich vom Band laufen. Auch Ungarns Außenminister Péter Szijjártó war bei der Produktionsaufnahme vor Ort - ein symbolträchtiger Moment für die Elektromobilitätsstrategie des Konzerns.

Dennoch: Die Zollpläne werfen einen Schatten über die gesamte Branche. Ob es sich um ernsthafte Maßnahmen handelt oder Trumps Grönland-Ansage lediglich politisches Druckmittel ist, bleibt offen. An den Börsen jedoch sorgt das Szenario schon jetzt für eines - hohe Unsicherheit und zunehmende Volatilität bei Autowerten.

Bn-Redaktion/aw
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