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Meta vor der Steuerentscheidung

Zuckerberg sichert seine Macht 01.11.2026, 13:00 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Meta vor der Steuerentscheidung: Zuckerberg sichert seine Macht
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
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Milliarden stehen auf dem Spiel

Bei den Midterm-Wahlen am 3. November entscheidet Kalifornien mit „Proposition 40“ über eine einmalige Vermögenssteuer von bis zu fünf Prozent für Milliardäre. Für Zuckerberg könnte daraus eine Belastung von zehn bis zwölf Milliarden Dollar entstehen, umgerechnet rund neun bis 10,7 Milliarden Euro. Sein Vermögen wird auf mehr als 200 Milliarden Dollar geschätzt, ungefähr 179 Milliarden Euro. Wie hoch seine tatsächliche Steuerschuld ausfiele, hängt allerdings von der Bewertung seines steuerpflichtigen Vermögens ab.

Neue Aktien sichern die Kontrolle

Die Vereinbarung setzt an Zuckerbergs Beteiligung an. Meta plant für Januar eine neue Aktienklasse ohne Stimmrecht, die im Rahmen einer Aufspaltung im Verhältnis zwei zu eins ausgegeben werden soll. Zuckerberg könnte solche Papiere verkaufen und damit eine mögliche Steuerzahlung finanzieren, ohne seinen bisherigen Stimmrechtsanteil von rund 60 Prozent zu verringern. Der entscheidende Vorteil besteht damit im Erhalt seiner Macht über den Konzern, während sein wirtschaftlicher Anteil durch Verkäufe sinken würde.

Keine Übernahme der privaten Steuer

Die Konstruktion bedeutet allerdings keine direkte Begleichung seiner privaten Steuerrechnung durch Meta. Die neuen Aktien werden allen Aktionären anteilig zu identischen Bedingungen zugeteilt. Zuckerberg erhält dadurch keine zusätzliche Vergütung. Auch schrumpft der wirtschaftliche Anteil der übrigen Aktionäre durch diese anteilige Ausgabe allein nicht. Für Anleger liegt die Bedeutung vielmehr in der dauerhaften Trennung von wirtschaftlicher Beteiligung und Stimmrechtsmacht. Zuckerberg kann Beteiligungen veräußern, ohne entsprechend an Einfluss zu verlieren.

Meta will Zuckerberg halten

Zuckerberg hatte angesichts der möglichen Steuerbelastung einen Wegzug aus Kalifornien erwogen. Der Verwaltungsrat hält seine weitere Führung vom Unternehmensstandort aus gerade während des Umbruchs durch Künstliche Intelligenz für besonders wichtig. Die Wohnsitzzusage gilt für acht Jahre, solange Zuckerberg die vereinbarte Führungsfunktion ausübt, und enthält Ausnahmen für unvorhersehbare Umstände. Die Aktienvereinbarung ist dabei nicht davon abhängig, dass die Reichensteuer tatsächlich beschlossen wird. Ihre Wirkung reicht somit über den unmittelbar bevorstehenden Wahltermin hinaus.

Gesundheitsversorgung soll profitieren

Die Steuererlöse sollen überwiegend dem Gesundheitswesen zugutekommen. Vorgesehen sind dafür 90 Prozent der Einnahmen, der übrige Anteil soll unter anderem Bildung und Ernährungshilfen finanzieren. Ob der Vorschlag eine Mehrheit erhält, bleibt offen. Für die Steuerpflicht wäre nach dem vorgesehenen Gesetz der Wohnsitz am 1. Januar 2026 maßgeblich. Ein jetziger Umzug würde die mögliche Belastung deshalb nicht automatisch beseitigen. Zuckerbergs Aktienvereinbarung schafft vor allem einen Weg zur Finanzierung, ohne seine Stimmrechtskontrolle aufzugeben.

 
 
Bn-Redaktion/ar
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