Puma enttäuscht

Warum die Nachfrage einbricht 31.07.2026, 13:02 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Puma enttäuscht: Warum die Nachfrage einbricht
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Symbolbild von Puma
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
PUMA 27,75 EUR -2,10 % Baader Bank

Schwache Nachfrage drückt den Umsatz deutlich

Der Sportartikelhersteller Puma kommt bei seinem tiefgreifenden Konzernumbau weiterhin nur langsam voran. Im zweiten Quartal belasteten sowohl die laufende Restrukturierung als auch eine schwächere Nachfrage infolge des Nahost-Konflikts die Geschäftsentwicklung. Gleichzeitig blieb das Unternehmen in den roten Zahlen. Für das zweite Halbjahr stellt Konzernchef Arthur Hoeld jedoch eine schrittweise Verbesserung in Aussicht und bestätigte die Prognose für das von ihm ausgerufene "Übergangsjahr".

An der Börse sorgten die Aussagen zunächst für deutliche Verluste. Die im MDax notierte Puma-Aktie gab zum Wochenschluss zeitweise um mehr als sechs Prozent nach. Im weiteren Handelsverlauf verringerte sich das Minus auf rund 2,7 Prozent. Trotz des Rückschlags weist das Papier im laufenden Jahr weiterhin eine positive Bilanz auf.

Im zweiten Quartal gingen die Erlöse um knapp zehn Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro zurück. Besonders schwach entwickelte sich das Großhandelsgeschäft in Amerika und Europa. Dieser Rückgang ist teilweise auch strategisch bedingt, da Puma seine Verkäufe über diesen Vertriebskanal insbesondere in Nordamerika und Europa derzeit bewusst reduziert. Im eigenen Einzelhandel sank die Nachfrage ebenfalls leicht. Das E-Commerce-Geschäft konnte dagegen ein kleines Plus verbuchen.

Fußball-WM liefert nicht den erhofften Schub

Auch die Fußball-Weltmeisterschaft brachte Puma keine nennenswerten zusätzlichen Umsätze. "Keine signifikanten Auswirkungen auf den Umsatz" habe das Turnier gehabt, erklärte Hoeld in einer Telefonkonferenz. Puma stattete neben der Schweiz vor allem afrikanische Nationalmannschaften aus. Das wirtschaftliche Potenzial dieses Portfolios sei jedoch geringer als bei einigen Wettbewerbern.

Adidas war bei dem Turnier unter anderem mit den Trikots der beiden Finalisten Argentinien und Spanien vertreten und stellte zudem den offiziellen WM-Ball. Für Puma blieb der erwartete Impuls daher weitgehend aus.

Jefferies-Analyst James Grzinic sprach von einem mühsamen Weg, auf dem sich der Sportartikelhersteller befinde. Die Zahlen für das zweite Quartal hätten zwar weitgehend den Erwartungen entsprochen. Dennoch habe sich das Umsatzwachstum trotz der Weltmeisterschaft abgeschwächt. Dies verdeutliche, wie schwierig es für Puma weiterhin sei, die Attraktivität der Marke zu erhöhen. Nach Einschätzung des Analysten dürften sowohl der Abbau der Lagerbestände als auch die Rückgewinnung des Marktinteresses längere Zeit in Anspruch nehmen.

Der Umsatzrückgang hinterließ auch beim operativen Ergebnis deutliche Spuren. Der bereinigte Verlust vor Zinsen und Steuern, das Ebit, erhöhte sich auf 41,9 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus noch bei 24,5 Millionen Euro gelegen. Unter dem Strich verringerte sich der Fehlbetrag dagegen um gut 70 Prozent auf 72,8 Millionen Euro. Ausschlaggebend dafür waren deutlich niedrigere Einmalkosten.

1.400 Stellen fallen weg - ab 2027 soll Puma wieder wachsen

Puma befindet sich seit dem dritten Quartal des vergangenen Jahres in einem umfassenden Umbau. Hoeld hatte die Maßnahmen nach der schwachen Geschäftsentwicklung angestoßen. "Wir haben Ineffizienzen abgebaut, unsere Kostenbasis optimiert und unsere Organisationsstruktur verbessert", erklärte der Konzernchef.

Die neue Strategie sieht eine stärkere Konzentration auf ausgewählte Kernsportarten, ein kleineres Produktangebot und den Ausbau des Direktgeschäfts mit den Verbrauchern vor. Gleichzeitig sollen Lagerbestände reduziert und unrentable Geschäfte geschlossen werden. Insgesamt plant Puma den Abbau von 1.400 Stellen.

Im dritten Quartal rechnet Hoeld mit einem weiteren Umsatzrückgang. Gegenüber dem zweiten Quartal sollen sich Erlöse und operatives Ergebnis allerdings verbessern. Für das Schlussquartal erwartet das Management zusätzliche Fortschritte. "Das stimmt uns für die weitere Entwicklung des Gesamtjahres zuversichtlich und wir bestätigen unseren Ausblick", sagte Hoeld.

Für das Gesamtjahr kalkuliert Puma weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Das Ebit soll einschließlich der Kosten für das Effizienzprogramm zwischen minus 50 Millionen und minus 150 Millionen Euro liegen.

Unterstützung erhält der Konzern durch Rückzahlungen unrechtmäßig erhobener Zölle. Dieser positive Effekt wird nach Unternehmensangaben jedoch durch Belastungen im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt wieder ausgeglichen. Die eingeleiteten Spar- und Restrukturierungsmaßnahmen sollen ab 2027 erneut ein "nachhaltiges" Wachstum ermöglichen.

Bn-Redaktion/aw
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,48
Hebel: 20,97
mit starkem Hebel
Ask: 0,74
Hebel: 4,23
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Morgan Stanley
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: MR0WR5 MN7JRU. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

13:30 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

13:17 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 19:28 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 19:18 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 19:15 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer