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Wird das Unternehmen zu konservativ eingeschätzt? 26.02.2026, 13:40 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Rheinmetall vor dem nächsten Schub? Warum Analysten jetzt deutlich mehr erwarten als offiziell prognostiziert

Rheinmetall steht nach Ansicht mehrerer Marktbeobachter kurz davor, sein Umsatzziel für 2027 zu bestätigen. Eine solche Bestätigung könnte bestehende Zweifel an der Geschäftsdynamik ausräumen und das Vertrauen in die langfristige Wachstumsstory stärken. Gerade in einem Umfeld mit erhöhten geopolitischen Spannungen und volatilen Märkten gewinnt Planungssicherheit im Verteidigungssektor zusätzlich an Bedeutung.

Der UBS-Analyst Sven Weier hält den aktuellen Umsatzausblick jedoch für zu vorsichtig. Seiner Einschätzung nach deutet das operative Momentum darauf hin, dass die tatsächliche Entwicklung die bisherigen Prognosen übertreffen könnte. Im Fokus steht dabei insbesondere das Programm „Luchs 2“, bei dem Rheinmetall zentrale Komponenten liefert.

Großauftrag für Luchs 2 bis 2031 sichert Auslastung

Konkret wird Rheinmetall bis 2031 insgesamt 274 CT-025-Geschütztürme liefern. Der Vertrag wurde Anfang Februar unterzeichnet, das Volumen liegt im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Neben dem Turmsystem umfasst der Auftrag die Hauptbewaffnung sowie sechs Gefechtssimulationstrainer (AGFS) und die Integration des AGDUS-Kampfsimulators. Rheinmetall spricht vom ersten Großserienauftrag für das neu entwickelte, modulare und unbemannte Turmsystem. Der größte Anteil entfällt auf Rheinmetall Electronics, wo rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind.

Das „Luchs 2“-Programm ist Teil eines größeren Modernisierungspakets: Bereits im Oktober 2025 wurde ein Auftrag über rund 3 Milliarden Euro für 274 Aufklärungsfahrzeuge auf Piranha-6×6-Basis vergeben. Die langfristige Perspektive bis 2031 erhöht die Visibilität der künftigen Erlöse erheblich.

NVL-Übernahme und neue Aufträge stärken die Perspektive

Zusätzliche Impulse kommen durch die genehmigte Übernahme der Marinesparte Naval Vessels Lürssen (NVL) inklusive Blohm+Voss. Für 2026 stellt das Management einen NVL-Umsatzbeitrag von rund 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro in Aussicht. Damit erweitert Rheinmetall sein Portfolio deutlich in Richtung Marineschiffbau.

Neue Aufträge kommen 

Parallel dazu summieren sich weitere Aufträge: Schweden bestellte acht Systeme des Waffensystems Seasnake 30 für rund 63 Millionen Euro mit Lieferbeginn ab Februar 2028. Hinzu kommt ein erster Abruf über rund 200 Millionen Euro aus einem NATO-Rahmenvertrag für 120-mm-Panzermunition. Für 2026 nennt das Unternehmen eine operative Indikation für das Verteidigungsgeschäft von 15 bis 16 Milliarden Euro (inklusive NVL) bei 18 bis 20% operativer Marge. Der Auftragsbestand soll zum Jahresende 2026 rund 135 Milliarden Euro erreichen.

Spekulationen über eine mögliche Übernahme des Laserkommunikationsspezialisten Mynaric unterstreichen zudem den strategischen Anspruch, neue Technologiefelder zu erschließen.

Bn-Redaktion/ts
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