Rückschlag im Abnehm-Boom

Lilly schlägt Novo deutlich 23.02.2026, 12:06 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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© Symbolbild Labor
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Name Aktuell Diff. Börse
Novo Nordisk 32,96 EUR -2,92 % Lang & Schwarz
Eli Lilly 1.046,31 USD -1,14 % Nasdaq

Studienergebnisse enttäuschen den Markt

Novo Nordisks Hoffnungsträger CagriSema hat in einer direkten Vergleichsstudie gegen Eli Lillys Blockbuster Tirzepatid das Nachsehen. Nach 84 Wochen erzielten Patienten mit der Standarddosis von CagriSema eine Gewichtsreduktion von 20,2 %, während das Konkurrenzpräparat auf 23,6 % kam. An der Börse reagierten Investoren prompt: Die Aktie von Novo Nordisk verlor zeitweise bis zu 12 %, während Lilly im vorbörslichen US-Handel um bis zu 4,2 % zulegte.

Investoren fokussieren sich auf einen Faktor

Obwohl Novo Nordisk betonte, dass CagriSema sicher und gut verträglich sei, dominierte ein anderes Thema die Diskussion. „Investoren konzentrieren sich überwiegend oder ausschließlich auf den Gewichtsverlust“, erklärte Per Hansen, Investmentökonom bei Nordnet. Die Differenz von gut drei Prozentpunkten könnte die kommerziellen Perspektiven des Medikaments erheblich beeinflussen – gerade in einem Markt, der zunehmend von Wirksamkeitsvergleichen geprägt ist.

Strategischer Druck und Führungswechsel

Die Studienergebnisse treffen Novo in einer Phase des Umbruchs. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate verlor die Aktie mehr als 58 % an Wert; die Marktkapitalisierung sank auf rund 189 Milliarden US-Dollar, nachdem sie 2024 zeitweise über 600 Milliarden US-Dollar gelegen hatte. Der frühere CEO wurde abgelöst, Mike Doustdar übernahm die Führung. Es folgten tausende Stellenstreichungen, eine Rückholaktion ins Büro und eine verschärfte Performance-Kultur. Auch der Versuch, das Adipositas-Start-up Metsera zu übernehmen, scheiterte.

CagriSema als Schlüsselprojekt

CagriSema kombiniert Semaglutid – bekannt aus Wegovy und Ozempic – mit einem Wirkstoff, der das Darmhormon Amylin imitiert. Das Präparat gilt als zentraler Baustein, um sich gegen neue, stärkere Abnehmmedikamente zu behaupten, zumal Patente wichtiger Produkte auslaufen. Eine weitere Studie mit höherer Dosierung soll noch in diesem Jahr Klarheit über das tatsächliche Potenzial liefern. Kritiker hatten bemängelt, dass frühere Studiendesigns mögliche Gewichtsverluste begrenzt haben könnten.

Bremsende Dynamik am Arbeitsmarkt

Die Entwicklung bei Novo wirkt sich auch auf die dänische Wirtschaft aus. Seit Mitte 2022 entfielen rund 16 % des gesamten Beschäftigungswachstums im Privatsektor auf das Unternehmen – obwohl es weniger als 2 % aller privaten Arbeitsplätze stellt. „Novo hat im Grunde den gesamten Markt über Wasser gehalten“, sagte Rasmus Meyhoff, Personalberater und Pharmaspezialist. Doch zuletzt kühlte sich die Nachfrage spürbar ab: Der Anteil der Industrieunternehmen mit Produktionshemmnissen durch Personalmangel sank von 46 % im Jahr 2022 auf nur noch 7 % im Januar, während offene Stellen seit März 2022 um 35 % zurückgingen.

Bn-Redaktion/ts
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