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Samsung Electronics

Rekordgewinn trotz Jobabbau 19.07.2026, 15:04 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Samsung
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Rekordgewinn trifft auf Hunderte Entlassungen

Samsung Electronics liefert derzeit ein Bild voller Gegensätze. Während das Geschäft mit Halbleitern von der starken Nachfrage nach Chips für Künstliche Intelligenz profitiert, geraten andere Konzernbereiche zunehmend unter Druck. Besonders sichtbar wird diese Entwicklung im US-Geschäft: Dort streicht der südkoreanische Technologiekonzern Hunderte Stellen und verlagert zugleich wichtige Strukturen nach Texas.

Die Maßnahmen zeigen, wie stark sich die Gewichte innerhalb des Unternehmens verschieben. Auf der einen Seite steht eine Chip-Sparte, die vom globalen KI-Boom getragen wird. Auf der anderen Seite kämpfen das Smartphone-Geschäft und die Sparte für Haushaltsgeräte mit steigenden Kosten und schwächerer Profitabilität.

839 Stellen betroffen: Samsung ordnet das US-Geschäft neu

Am bisherigen Standort von Samsung Electronics America in Englewood Cliffs im US-Bundesstaat New Jersey sollen 739 Arbeitsplätze wegfallen. Gleichzeitig plant das Unternehmen, seinen US-Hauptsitz nach Texas zu verlegen. Dort soll ein neues Zentrum entstehen, das enger in ein wachsendes Ökosystem rund um Künstliche Intelligenz eingebunden wird.

Auch der texanische Standort Plano bleibt von den Einschnitten nicht verschont. Dort verlieren rund 100 Beschäftigte ihre Stellen. Betroffen ist insbesondere der Mobilfunkbereich. Ein großer Teil der Belegschaft in New Jersey erhielt nach Angaben aus dem vorliegenden Bericht zwar die Möglichkeit, mit dem Unternehmen nach Texas umzuziehen. Dennoch machen die Stellenstreichungen deutlich, dass Samsung seine Organisation in Nordamerika grundlegend umbaut.

Insgesamt sind damit 839 Arbeitsplätze direkt von den angekündigten Maßnahmen betroffen. Der Schritt erfolgt ausgerechnet in einer Phase, in der der Konzern auf Gruppenebene außergewöhnlich hohe Gewinne erwartet.

KI-Chips treiben den Gewinn auf ein außergewöhnliches Niveau

Für das zweite Quartal rechnet Samsung mit einem operativen Konzerngewinn von rund 89,4 Billionen Won. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum würde dies nahezu einer Verneunzehnfachung entsprechen. Der wichtigste Treiber ist das Halbleitergeschäft, das von der hohen Nachfrage nach Speicherchips für KI-Anwendungen profitiert.

Der Erfolg ist jedoch stark auf diesen Bereich konzentriert. In anderen Sparten entwickelt sich das Geschäft deutlich schwächer. Analysten erwarten, dass der Bereich für Smartphones und Haushaltsgeräte erstmals in seiner Geschichte einen Quartalsverlust ausweisen könnte.

Ein wesentlicher Belastungsfaktor sind die hohen Kosten für Bauteile. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass ausgerechnet die starke Chip-Sparte des eigenen Konzerns zu höheren internen Kosten beiträgt. Damit profitiert Samsung zwar auf der einen Seite von steigenden Chippreisen, während andere Geschäftsbereiche unter genau dieser Entwicklung leiden.

Bonusstreit verschärft die Spannungen im Konzern

Die unterschiedliche Geschäftsentwicklung sorgt auch intern für Konflikte. Zwischen den Unternehmensbereichen ist ein Streit über die Verteilung von Leistungsprämien entstanden. Gewerkschaften kritisieren die große Differenz bei der Vergütung.

Beschäftigte im Halbleiterbereich erhielten dem Bericht zufolge Boni in Millionenhöhe. Mitarbeiter anderer Sparten mussten sich dagegen mit deutlich niedrigeren Prämien zufriedengeben. Die Debatte zeigt, dass der finanzielle Erfolg der Chip-Sparte nicht automatisch zu einer einheitlich positiven Entwicklung im gesamten Unternehmen führt.

Gleichzeitig versucht Samsung, mit neuen Produkten Impulse im klassischen Elektronikgeschäft zu setzen. In den kommenden Tagen will der Konzern in London neue Geräte präsentieren. Im Mittelpunkt stehen die faltbaren Smartphones Galaxy Z Fold 8 und Galaxy Z Flip 8.

Ende Juli soll anschließend die detaillierte Bilanz für das zweite Quartal veröffentlicht werden. Dann wird sich zeigen, wie stark die einzelnen Geschäftsbereiche tatsächlich auseinanderliegen und welchen Anteil das Halbleitersegment am erwarteten Konzerngewinn von rund 89,4 Billionen Won hat.

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Bn-Redaktion/aw
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