Hormus Eskalation

Diese Öl Aktien kassieren jetzt ab 18.07.2026, 14:54 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Hormus Eskalation: Diese Öl Aktien kassieren jetzt ab
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Name Aktuell Diff. Börse
Chevron Corporation 227,49 USD +0,32 % NYSE Arca
ExxonMobil Holdings Corporation 178,52 USD +0,25 % NYSE Arca
HF Sinclair Corporation 122,12 USD -2,76 % Nasdaq
Marathon Petroleum Corporation 459,96 USD -1,81 % NYSE Arca
PBF Energy Registered (A) 79,69 USD -2,22 % NYSE Arca
Phillips 66 284,94 USD -1,79 % Nasdaq
US 500 7.663,75 PKT -1,22 % Ariva Indikation
Valero Energy 426,00 USD -2,44 % Nasdaq
Öl (WTI) 99,10 USD +1,41 % Lang & Schwarz
Öl (Brent) 113,10 USD +3,00 % Lang & Schwarz
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Donald Trump erklärte auf Truth Social, Öl fließe wie nie zuvor dank der großartigen Stärke des Militärs der Vereinigten Staaten. Tatsächlich sind die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA vorerst gescheitert. Nach Angriffen der Revolutionsgarden auf zivile Handelsschiffe beschoss das US Militär iranische Militäranlagen. Teheran griff daraufhin amerikanische Einrichtungen in den Golf Staaten an.

Hohe Margen für US Konzerne

Profiteure sind vor allem exportorientierte Raffinerien an der Golfküste in Texas, Louisiana und Mississippi. Unternehmen wie Valero, Marathon Petroleum, Phillips 66, ExxonMobil und Chevron produzieren dort Benzin, Diesel und Kerosin für internationale Märkte.

Das eigentliche Problem ist weniger ein Mangel an Rohöl als eine Knappheit bei verarbeiteten Kraftstoffen. Hunderte Millionen Barrel Rohöl aus dem Persischen Golf haben die weltweiten Reserven zuletzt erhöht. Das Öl muss jedoch zunächst zu Heizöl, Diesel, Benzin, Kerosin, Asphalt oder Kunststoff verarbeitet werden. Rob Thummel von Tortoise Capital erklärte, weltweit sei ausreichend Öl verfügbar, solange es dorthin transportiert werden könne, wo es benötigt werde.

Crack Spread erreicht Rekordniveau

Für Raffinerien zählt vor allem der Crack Spread. Er beschreibt die Differenz zwischen den Kosten für Rohöl und den Erlösen aus den daraus hergestellten Produkten. Diese Marge liegt derzeit auf dem höchsten Niveau seit 2022.

Im Nahen Osten wurden zahlreiche Raffinerien beschädigt. Betroffen sind Anlagen im Iran sowie in Saudi Arabien, Kuwait und Bahrain. Nach Angaben von JP Morgan hat der Iran mindestens 30 Raffinerien attackiert. Hinzu kommen zerstörte Energieanlagen in Russland und rückläufige russische Dieselausfuhren.

Aktien steigen kräftig

Amerikanische Raffinerien beziehen viel Rohöl aus den USA, Kanada, Mexiko und anderen Teilen des Kontinents. Ihre Abhängigkeit von der Straße von Hormus ist deshalb geringer als bei vielen asiatischen Wettbewerbern.

Die Margen für amerikanisches Benzin lagen Anfang Juli mehr als 60 Prozent über dem Stand von Anfang Juni. Sie erreichten über 49 Euro je Barrel und näherten sich damit den Extremwerten aus dem Jahr 2022. Nach der erneuten Eskalation gehörten Valero und Marathon Petroleum zu den stärksten Aktien im S&P 500. Auch HF Sinclair und PBF Energy legten zu.

Verbraucher zahlen die Rechnung

Der Raffinerieboom belastet zugleich die amerikanische Wirtschaft. Anfang Juli lagen die Benzinbestände rund sechs Prozent und die Destillatbestände rund zwölf Prozent unter ihren Fünfjahresdurchschnitten. Gleichzeitig waren die Anlagen zu fast 96 Prozent ausgelastet.

Der durchschnittliche Benzinpreis lag am 15. Juli 2026 bei umgerechnet 3,41 Euro je Gallone. Steigende Ölpreise und knappe Vorräte könnten ihn über 3,51 Euro treiben. Raffinerieaktien profitieren damit von hohen Exportpreisen, während Autofahrer höhere Kosten tragen. Für die Republikaner vor den Midterm Elections im November ist diese Entwicklung ebenfalls ein Risiko.

Bn-Redaktion/ar
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