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Große Werbekampagne vor dem Prozess 10.02.2026, 17:14 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Social Media Nutzung
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Werbekampagne vor dem Prozessauftakt

Meta Platforms Inc. hat in den vergangenen Monaten tausende Fernsehspots geschaltet, um seine Sicherheitsmaßnahmen für Jugendliche zu bewerben. Im Fokus stehen sogenannte Teen-Accounts auf Instagram, die Kontakte und Inhalte einschränken. Die Spots liefen auf großen nationalen Sendern wie CNN, Fox und ABC und wurden seit November mehr als 3.500-mal ausgestrahlt. Beobachter sehen den Zeitpunkt der Kampagne als strategisch: Kurz vor einem aufsehenerregenden Juryprozess, der klären soll, ob Meta Produkte gezielt so gestaltet hat, dass junge Nutzer süchtig werden.

Hohe Werbeausgaben und klare Botschaften

Fernsehwerbung in dieser Größenordnung ist teuer. Nach Daten eines Marktforschungsunternehmens kostete allein ein einzelner Spot rund 700.000 US-Dollar und erreichte seit April 6,5 Millionen Impressionen. Meta äußerte sich nicht zu den Gesamtausgaben, betonte jedoch, man werbe seit dem Start der Teen-Accounts im September 2024 dafür. In einer Stellungnahme erklärte der Konzern, dass „hunderte Millionen Jugendliche weltweit“ diese Konten nutzten und seit der Einführung weniger sensible Inhalte, weniger unerwünschte Kontakte und weniger nächtliche Nutzungszeit verzeichnet würden.

Der Prozess als Belastungstest für die Branche

Im Zentrum des Verfahrens steht eine 20-jährige Klägerin, die angibt, seit über einem Jahrzehnt abhängig von sozialen Medien zu sein. Sie macht Angstzustände, Depressionen und Körperbildstörungen geltend. Ihre Anwälte argumentieren, die Plattformen seien bewusst so konstruiert worden, dass sie junge Gehirne mit Belohnungsmechanismen fesseln. Der Prozess gilt als Präzedenzfall für tausende weitere Klagen gegen Meta, Google, TikTok und Snap – mit möglichen Schadensersatzsummen in Milliardenhöhe.

Vergleiche mit Tabak und neue juristische Strategien

Juristen ziehen Parallelen zur Abrechnung der Tabakindustrie vor rund 30 Jahren. Anders als frühere Verfahren zielen die aktuellen Klagen weniger auf Inhalte, sondern auf das Produktdesign selbst: Algorithmen, Endlos-Scrollen und andere Mechanismen sollen gezielt die Nutzungsdauer maximieren. Damit umgehen Kläger teilweise den Schutz durch Section 230 des US-Rechts, der Plattformen bislang weitgehend vor Haftung für Nutzerinhalte bewahrte.

Meta weist Vorwürfe zurück

Meta und andere Konzerne bestreiten die Anschuldigungen entschieden. In Gerichtsunterlagen verweist Meta auf interne und externe Studien, die keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen sozialer Mediennutzung und psychischen Problemen bei Jugendlichen zeigen. Zudem werde betont, soziale Netzwerke förderten auch soziale Bindungen. Der Konzern argumentiert, eine einseitige Schuldzuweisung „vereinfache ein komplexes gesellschaftliches Problem“. Dennoch dürfte der Ausgang des Prozesses weitreichende Folgen für Geschäftsmodelle, Regulierung und Bewertungen der gesamten Branche haben.

Bn-Redaktion/ts
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